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Havelland Jungstorch nach gescheitertem Flugversuch gerettet
Lokales Havelland Jungstorch nach gescheitertem Flugversuch gerettet
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14:03 23.07.2019
Der Jungstorch CN91 stakst auf der Wiese bei Milow. Inzwischen ist das Tier im Storchenhof in Loburg. Quelle: Privat
Rathenow

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden am Sonntag die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Milow gerufen. Ein Jungstorch war bei seinen Flugversuchen auf dem Dach eines Einfamilienhauses gelandet statt im Nest seiner Eltern. Dabei verfing er sich im Dachlauf und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Der Hausbesitzer hatte den Storch entdeckt und die Feuerwehr alarmiert, die wenig später zur Stelle war, um das Tier zu befreien. „Wir sind durch ein Fenster auf das Dach geklettert und hatten zunächst eine Rettungsweste über den Schnabel gelegt um uns selbst zu schützen“, berichtet Einsatzleiter Romano Plege.

Ein Kamerad der auch Jäger ist, kümmerte sich um den jungen Storch und konnte ihn mit wenigen Handgriffen geschickt befreien.

Kameraden aus Premnitz waren auch vor Ort

„Innerhalb von zehn Minuten war der Einsatz erledigt“, so Plege. Die Kameraden der Premnitzer Wehr, die mit ihrem Hubrettungsgerät zur Hilfe eilten, kamen nicht zum Einsatz.

Inzwischen war auch René Riep vom Nabu-Regionalverband Westhavelland vor Ort. Er nahm das Tier nach der Rettungsaktion in Obhut. Dabei stellte sich heraus, dass der junge Adebar kein Unbekannter war. Bereits am Sonntagnachmittag kümmerten sich Mitarbeiter der Naturwacht um das Tier.

Bürger hatten ihn in unmittelbarer Nähe des Horstes entdeckt. „Weil er dort nicht genügend Platz hatte, um sich wieder in die Luft zu begeben, nahmen ihn die Kollegen mit und setzen ihn am Ortsrand auf einer Wiese aus. Er muss auch geflogen sein, denn sonst wäre er ja nicht später auf dem Dach gelandet“, weiß Riep.

Der Jungstorch mit der Nummer CN91 stakste am Montag vor dem Denkmal in Milow auf und ab. Quelle: Privat

Als er nun am Abend das Tier abholte, behandelte er die Schürfwunden mit Desinfektionsspray und zog einen Tierarzt hinzu. Der konnte allerdings nur anhand von Fotos und Rieps Beschreibung eine Ferndiagnose stellen, weil er gerade Urlaub in Lettland macht. „Wir waren uns sicher, dass ihm nichts weiter fehlte und beschlossen, das Tier wieder auszusetzen“, berichtet Riep.

Den Vogel in den Horst zurückzusetzen, hätte für Unruhe in der kleinen Familie sorgen können. Es sei auch nicht auszuschließen, dass die beiden Geschwistertiere dann aus dem Nest gefallen wären, so Riep. Er hatte gehofft, dass sich das Tier wieder fängt und den Weg zurück findet.

Nabu bringt CN91 zum Storchenhof

Doch schon am Montagmittag kam der nächste Anruf. Der Storch, den der Nabu am 30. Juni mit der Nummer CN91 beringt hatte, stakste orientierungslos vor dem Denkmal zwischen der Neudessauer und der Karl-Marx-Straße umher. Riep nahm das Tier wieder in Obhut und verständigte dieses Mal den Storchenhof in Loburg bei Magdeburg.

Die hatten einen Platz für das Tier aus Milow frei. Montagnachmittag brachte Riep den Jungstorch nach Sachen-Anhalt, wo er nun aufgepäppelt wird. Seine beiden Geschwister und seine Eltern wird er vielleicht auf dem Weg nach Afrika wiedersehen.

Der Jungstorch aus Milow in seinem neuen Zuhause im Storchenhof in Loburg. Hier wird er nun aufgepäppelt. Quelle: Privat

Von Christin Schmidt

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