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Milower Land Lara zeigt den Jungs, wie man Fische fängt
Lokales Havelland Milower Land Lara zeigt den Jungs, wie man Fische fängt
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18:53 10.07.2019
Lara ist das einzige Mädchen, dass am ersten Durchgang des diesjährigen Angelcamps der Kreissportjugend Havelland teilnimmt. Am Dienstag hat sie einen Schlei gefangen und damit die Jungs zum Staunen gebracht. Quelle: Christin Schmidt
Buckow

 Zugegeben, ganz ruhig ist es dieser Tage nicht immer am Ufer des Buckower Sees. Den 13 Teilnehmern des ersten Angelcamps in diesem Jahr fällt es nicht immer leicht, einfach nur entspannt am Wasser zu sitzen und ihre Pose zu beobachten. Zwei Tage verbringen die Kinder am Wasser und lernen von 9 bis 19 Uhr die Grundlagen des Angelns.

An ihrer Seite sind fünf Betreuer darunter Mitglieder des Angelsportvereins Buckow Großwudicke 1946 und Mitarbeiter der Kreissportjugend Havelland (KSJ). Wie im vergangenen Jahr organisieren sie den Ferienspaß gemeinsam.

Mit dabei ist auch André Neidt, Initiator des Camps, Mitarbeiter des KSJ und als leidenschaftlicher Angler auch Mitglied im Verein. Er ist seit Dienstag früh am See und wird eine Woche hier bleiben um alle drei geplanten Camps zu begleiten.

Angeln ist bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Der beste Beweis dafür ist das Angelcamp, das seit 2015 stattfindet und jedes Mal ausgebucht ist. In diesem Jahr gibt es drei Durchgänge.

Während am Dienstagnachmittag zwölf Jungen und ein Mädchen damit beschäftigt sind, ihre Angel zu präparieren, schauen André Neidt und die anderen vier Betreuer den Kindern über die Schulter, geben ihnen Tipps und legen auch mal selbst Hand an Haken oder Pose an.

„Das ist eine Hechtpose, mit der kannst du hier nichts anfangen“, erklärt Hans-Jürgen Koch dem achtjährigen Jona. Er ist der jüngste der Gruppe. Mit Hans-Jürgen Koch hat Jona einen sehr erfahrenen Angler an seiner Seite.

Der 64-jährige Buckower ist seit 2001 Vereinsvorsitzender und begeistert vom Angelcamp. „Das ist eine tolle Sache für die Kinder, aber auch für unseren Verein. Wir konnten dadurch schon einige neue Mitglieder gewinnen. Inzwischen sind wir mehr als 90, darunter 13 Kinder“, erzählt Koch.

Nachfrage seit 2015 ungebrochen

Bei den Kindern und Jugendlichen kommt das Camp ebenfalls gut an. Seit der ersten Auflage 2015 ist die Nachfrage ungebrochen groß und nicht wenige Teilnehmer sind in diesem Jahr bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei.

So auch Lara. Sie hat die Angelleidenschaft von ihrem Vater und nahm bereits 2018 am Camp und an der ersten Kreisolympiade im Angeln teil. „Sie hat gleich die Goldmedaille in ihrer Altersklasse abgestaubt“, verrät André Neidt und Lara lächelt ein bisschen stolz.

Die Elfjährige ist das einzige Mädchen, das am ersten Durchgang des Angelcamps 2019 teilnimmt. Zwei weitere folgen noch, ein Camp für Anfänger am Donnerstag und Freitag und eins für Fortgeschrittene Anfang nächster Woche. Jedes Angelcamp geht über zwei Tage.

Besuch von der Naturwacht

In den Anfängerdurchgängen werden vor allem Grundkenntnisse vermittelt. Die Betreuer zeigen den Teilnehmern wie man Futter anmischt und die Angel richtig präpariert. Und sie motivieren die Petrijünger, sich in Geduld zu üben.

Am zweiten Tag stattet eine Mitarbeiterin der Naturwacht dem Camp einen Besuch ab und streift mit den Kindern durch die Natur. „Sie sollen schließlich auch die Tiere und Pflanzen um sie herum kennenlernen“, betont André Neidt.

In Wathosen erkunden Lara und die Jungs den Seegrund und lernen dabei, dass Fische sich nicht nur vom Futter der Angler ernähren.

Lara zieht einem Schlei aus dem Wasser

Einige Petrijünger werden auch am Samstag am See sitzen. Dann findet die zweite Kreisolympiade im Angeln statt. Lara nutzt die Zeit im Camp, um sich darauf vorzubereiten. Schon am ersten Tag zeigt sie den Jungs, wie man die größten Fische aus dem See holt. Nahezu lässig zieht die Elfjährige einen Schlei aus dem Wasser.

„Das ist ein ganz besonderer Fang. Ein seltener Fisch, der schwer zu angeln ist“, lobt André Neidt das Mädchen. Sofort versammeln sich die anderen Teilnehmer um Lara und bestaunten den Schlei im Kescher mit seinen schimmernden Schuppen.

Während die Jungs noch etwas neidisch auf das Tier blicken, gibt André Neidt ihnen einen Tipp mit auf den Weg: „Ich habe euch gesagt, dass ihr Geduld braucht. Lara hat euch gezeigt, Ausdauer wird belohnt. Nur wer seine Pose im Blick hat, bekommt mit, wenn ein Fisch anbeißt.“

Von Christin Schmidt

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