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Milower Land Zehn Bücher in zehn Jahren
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16:49 01.02.2019
Britta Orlowski auf dem Reiterhof in Bützer. In dem Haveldorf ist die Milower Autorin aufgewachsen und hier spielen auf fünf ihrer Romane.
Britta Orlowski auf dem Reiterhof in Bützer. In dem Haveldorf ist die Milower Autorin aufgewachsen und hier spielen auf fünf ihrer Romane. Quelle: Christin Schmidt
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Milow

Nicht wenige Menschen träumen davon, ein Buch zu schreiben. Die wenigsten aber schaffen es, diesen Traum in die Tat umzusetzen. Britta Orlowski aus Milow ist es gelungen und das bereits zum zehnten Mal.

Pünktlich zum Valentinstag erscheint ihr neuer Roman, der den zuckersüßen Titel „Ein Kuchenstück zum Liebesglück“ trägt.

Zugegeben, ganz so süß mag es Britta Orlowski eigentlich nicht. Sie will auch nicht in die Kitschecke gesteckt werden. Aber ihre Bücher handeln nun mal von der Liebe.

„Da muss ich manches in Kauf nehmen, um die Zielgruppe zu erreichen. Wenn es ein pinkes Cover sein muss, kann ich damit leben. Schließlich kommt es auf den Inhalt an“, erklärt die gebürtige Havelländerin gelassen.

Ein handfester Skandal und natürlich Liebe

Ihr ist es wichtig, dass sie schreiben kann, was sie berührt, bewegt und aufregt. Dabei lässt sie sich gern von den Geschehnissen in ihrer Heimat inspirieren. So auch in ihrem neuen Buch, in dem es unter anderem um einen handfesten Skandal geht, um Betrug und Korruption und die Folgen solcher Verbrechen.

Im Mittelpunkt steht einmal mehr der von Orlowski frei erfundene Mehrgenerationenhof in Bützer. Hier eröffnet die 19-jährige Cosima ein Café.

Sie hat mit ihren Eltern und ihrer Vergangenheit als Politikertochter gebrochen, die Schule geschmissen und will frei nach dem Motto „Meine Uni ist das Leben“ ihren eigenen Weg gehen.

Alles läuft prima bis Vincent Kaufmann, einst Mädchenschwarm an ihrer Schule, auftaucht. Cosima glaubt, dass ihre Eltern dahinter stecken. Immerhin hatten die Väter oft zusammengearbeitet und das nicht immer mit sauberen Karten.

Backrezepte als besonderes Schmankerl

Wenngleich die Hauptfiguren in Orlowskis fünftem Bützer-Roman recht jung sind, „es ist ein Buch für jedes Alter“, sagt die Autorin. Auf den 368 Seiten gibt es verschiedenste Verwicklungen, natürlich auch in Liebesdingen.

„Der Roman lebt von den witzigen Dialogen zwischen Cosima und Vincent“, so Orlowski.

Bei dem einen oder anderen Leser könnte das Buch zudem für Heißhunger sorgen, denn Britta Orlowski beschreibt darin auch Cosimas Backkunst.

Als besonderes Schmankerl hat sie acht Rezepte zum Nachbacken beigefügt. Blätterteig mit Apfelgelee, Cosimas Apfelrosen oder Nougattaler – alles Eigenkreationen der Autorin.

Im Januar 2009 erschien ihr erstes Buch

Kostproben gibt es vielleicht zur Premierenlesung im Mai. „Eigentlich sollte das Buch erst im März erscheinen, deshalb hatte ich die Lesung im Mai geplant. Nun ging aber alles ganz schnell. Der Verlag wollte das Buch unbedingt zum Valentinstag im Handel haben“, verrät Britta Orlowski.

Natürlich freut sie sich und ist stolz. Nie im Leben hätte sie im Januar 2009 gedacht, als sie ihren ersten Roman „Rückkehr nach St. Elwine“ in den Händen hielt, dass es ihr gelingt, neun weitere Bücher zu veröffentlichen.

Wenngleich sie schon immer ans Schreiben geglaubt hat und ihren Traum stets unermüdlich verfolgte, das Verlagswesen ist ein Haifischbecken und der Weg vom Schreiben bis zum fertigen Buch steinig, so die Autorin.

Neuer Verlag ist ein Glücksgriff

Erst im Sommer suchte sie einen neuen Verlag, weil sie mit dem Vorgänger nicht zufrieden war. Dieses Mal klappte der Wechsel wie am Schnürchen. „Vier Wochen nach dem ich alles eingereicht hatte, rief mich der Verlagschef von CW Niemeyer an. Ein echter Glücksgriff“, schwärmt die Autorin.

Mit den Großen ihrer Zunft kann die Milowerin zwar noch nicht mithalten, aber sie erkennt eine deutliche Entwicklung. „Ich bekomme jetzt viel mehr Unterstützung auch in Sachen Marketing. Am 23. März stelle ich meinen Roman auf der Leipziger Buchmesse vor und mit etwas Glück darf ich dort sogar lesen. Mein Verlag hat sich um einen Platz beworben“, verkündet Orklowski.

Und sie hat noch einen Tipp für lesebegeisterte Havelländer. Die Buchhandlung in Nauen organisiert wieder eine Busreise zur Messe.

Von Christin Schmidt