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Milower Land Brückenbau beginnt, Straße wird verschoben
Lokales Havelland Milower Land Brückenbau beginnt, Straße wird verschoben
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18:30 10.12.2019
Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Milower Havelbrücke sollen im Juni des nächsten Jahres beginnen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die weniger gute Nachricht zuerst: Wie der Landesbetrieb Straßenwesen bestätigt hat, wird die L 963 zwischen Premnitz und Milow nun tatsächlich nicht wie geplant im nächsten Jahr erneuert. Dazu hätte auch ein seit langer Zeit geforderter Radweg neben der Straße gehört.

Frank Schmidt, Dezernatsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, teilt mit, an der im Oktober geschilderten Problemlage habe sich nichts geändert: Vier Anwohner der L 963 seien nach wie vor nicht bereit, die Teilflächen an das Land zu verkaufen, die für den Bau des neuen Radwegs gebraucht werden. Ohne den Radweg, dessen Notwendigkeit außer Zweifel stehe, habe es aber aus der Sicht des Landesbetriebs keinen Sinn, die Straße zu erneuern.

Baubeginn frühestens 2023

Man mache jetzt die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren fertig, an dessen Ende ein rechtlich wasserfester zwangsweiser Ankauf der benötigten Flächen stehen soll. Für 2020 wurden die Gelder für den Straßenbau zwar in den Haushalt eingestellt, das Planfeststellungsverfahren samt Beschluss würde aber nach Aussage von Frank Schmidt frühestens einen Baubeginn im Jahr 2023 zulassen. Ob dann die Haushaltsmittel für die Straße wieder bereitgestellt werden, kann heute niemand sagen.

Der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sagt, es sei sehr ärgerlich, dass Straße und Radweg nun erst einmal nicht neu gebaut werden können. Es wäre ideal gewesen, das Straßenstück mit dem dringend benötigten Radweg im nächsten Jahr zu bauen. Daraus sei nun leider nichts geworden, das Ende des Planfeststellungsverfahrens müsse abgewartet werden.

Bauauftrag wird vergeben

Diese Verzögerungen wirken sich indes aber nicht auf den ebenfalls schon lange geplanten Neubau der Milower Havelbrücke aus. Für den Bau laufe gegenwärtig das Vergabeverfahren, teilt Frank Schmidt mit. Nach dem jetzigen Stand könne man davon ausgehen, dass im Juni des nächsten Jahres die Arbeiten beginnen. Anfangen würde alles mit der Baustelleneinrichtung. Zum Bauabschnitt „Brücke“ gehört auch die Umwandlung des Abzweigs in Richtung Bützer in einen Kreisverkehr.

Bevor die Milower Brücke abgerissen und neu gebaut werden kann, wird links neben ihr von Premnitz aus gesehen eine Behelfsbrücke errichtet. Sie wird einspurig ausgeführt und den Verkehr durch eine Ampel geregelt wechselseitig passieren lassen. Vom Fußgänger über Pkws bis zum großen Laster darf alles hinüber. Es könnte aber auch sein, dass wegen möglicher Wartezeiten manche Verkehrsteilnehmer eine andere Route wählen.

Danach die Ortsdurchfahrt

Die Bauzeit für die Brücke wird bei mindestens zwei Jahren liegen, sagt Frank Schmidt. Über die Bausumme macht er keine Angaben, weil gerade das Vergabeverfahren läuft. Wie langfristig angekündigt, so bekräftigt er, soll nach dem Brückenbau die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Milow beginnen. Es werde mehrere Bauabschnitte geben. Aber wie der Ablauf dann sein werde, stehe jetzt noch nicht fest.

Von Bernd Geske

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