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Milower Land Havelländisches Publikum im Flamenco-Fieber
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22:26 28.10.2019
Flamenco-Abend mit Manuel Reina (r.) und Laura la Risa im Vereinshaus in Bützer. Quelle: Christin Schmidt
Bützer

Was für ein feuriger Auftakt! Italienische Leidenschaft und spanisches Temperament begeisterten am Samstagabend das Publikum im Gasthaus in Bützer, dem neuen Domizil des Vereins Kunstwerk West.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Verein den Gastraum erworben und nun zum ersten kulturellen Event in den eigenen vier Wänden eingeladen.

Auf der Bühne standen hochkarätige Musiker und Tänzer, die etwa 60 Havelländern einen außergewöhnlichen Abend bescherten.

Spanisches Temperament mitten im havelländischen Herbst. Der Verein Kunstwerk West begeisterte rund 60 Gäste mit Flamenco im neuen Vereinsdomizil in Bützer.

Sänger Jose Ramirez aus Sevilla sorgte mit den beiden Gitarristen Carlos el Canario und Zamna Urista sowie Tom Auffarth am Cajon für Flamenco-Klänge.

Aber nicht nur Hörgenuss wurde den Gästen geboten. Die Tänzer Manuel Reina aus Sevilla und die gebürtige Italienierin Laura la Risa setzten die Klänge in Bewegungen um und füllten mit ihrer Energie den gesamten Saal.

Von der ersten Sekunde an agierten die Musiker mit großer Spielfreude und es dauerte nicht lange, da wippten die Füße vieler Gäste bereits mit.

Flamenco-Schuhe sind Musikinstrumente

Einige versuchten auch mit den Händen in den etwas komplizierten Takt der traditionellen spanischen Musik einzusteigen, stellten aber schnell fest, wie schwierig das, was auf der Bühne so leicht und natürlich wirkt, tatsächlich ist. Also begnügten sich die Havelländer damit die Show zu genießen und sparten dabei nicht mit Applaus.

Manuel Reina und Laura la Risa wechselten sich derweil auf der Bühne ab, nutzten jeden Zentimeter aus und bearbeiteten den Boden im Takt mit ihren Schuhen. Denn auch die speziellen Flamenco-Schuhe erzeugen Dank benagelter Sohlen Töne und sind damit ebenfalls ein Musikinstrument.

Das typische mal leise, mal kräftige Klappern der Tänzer, dazu der Klang der Gitarren und die warme Stimme von Jose Ramirez verwandelten das havelländische Vereinshaus in ein andalusisches Lokal.

Vereinshaus soll für Bützeraner zur Verfügung stehen

Auch an der Bar hatte sich der Verein auf den Abend eingestimmt und Sangria serviert. „Selbst angesetzt mit frischen Früchten“, pries Sandra Thiele, Ortsvorsteherin in Bützer, das Getränk an.

Sie ist zwar kein Vereinsmitglied, half aber dennoch mit. Schließlich sei es eine gute Sache, dass der Verein das Lokal übernommen hat und nun mit Leben füllt.

„Unser Ziel ist es, das Haus mit Veranstaltungen zu beleben, die Qualität bieten und bezahlbar bleiben. Aber auch für die Bützeraner steht das Lokal weiterhin zur Verfügung. Ob Seniorentreffen, Familiengeburtstag oder Disco wie früher – all das soll auch künftig hier stattfinden“, betonte der Vereinsvorsitzende Dirk Lange.

Zum Finale ein Sevillana

Er zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Abend. Die Musik kam bei den Gästen gut an, die Atmosphäre im Saal mit Kerzenschein, roten und weißen Tischdecken sorgte für Gemütlichkeit und auch die Musiker und Tänzer hatten sichtlich Spaß. „Ich bin total begeistert“, bemerkte eine Dame, die sich ein Glas Sangria an der Bar gönnte.

Immer wieder schafften es Manuel Reina und Laura la Risa mit ihren Darbietungen Spannung im Saal aufzubauen. Sie fegten mit kraftvollen Schritten über die Bühne, um sich im nächsten Moment sanft und mit filigranen Handbewegungen zur Musik zu bewegen und das stets mit Stolz und Grazie.

Das Ganze gipfelte nach zwei Stunden im Sevillana, dem einzigen Paartanz im Flamenco. Das Publikum tobte. Längst hatte alle das Flamenco-Fieber gepackt. Jung und Alt jubelte und klatschte und nach zwei Stunden hatten viele zur Zugabe auch den ungewöhnlichen Takt ziemlich gut drauf.

Am 23. November wird das Vereinshaus mit einer Lesung kulturell belebt und am 7. Dezember gibt es Swing, Rock’n Roll und Jazz in Bützer.

Von Christin Schmidt

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