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Milower Land Supermarkt-Räuber aus dem Havelland muss fünf Jahre ins Gefängnis
Lokales Havelland Milower Land Supermarkt-Räuber aus dem Havelland muss fünf Jahre ins Gefängnis
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15:09 26.11.2019
Dieses Fahndungsfoto der Polizei zeigt den Überfall auf den NP-Markt in Premnitz. Quelle: Polizei
Rathenow/Potsdam

Sie waren zu viert. In verschiedenen „Besetzungen“ versetzten sie Kassierer und Mitarbeiter von drei Supermärkten in Rhinow, Premnitz und Milow in Angst und Schrecken. Bei Überfällen erbeuteten sie insgesamt rund 3500 Euro.

Überfall in Premnitz

Am 11. Mai des vergangenen Jahres um 19.52 Uhr, also kurz vor Ladenschluss, betraten zwei maskierte Männer den Vorplatz des Supermarktes in der Karl-Marx-Straße in Premnitz. Nachdem sie Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben hatten, stürmten sie in den Supermarkt, bedrohtem die Kassiererin mit der Waffe und forderten den Kasseninhalt. Damit verließen sie den Markt und traten zu Fuß die Flucht an.

Schüsse in Rhinow

Die Polizei fahndete sofort im Umfeld nach den Tätern – allerdings ohne Erfolg. Bereits am 14. März hatten zwei Angehörige des Räuber-Quartetts den NP-Markt in Rhinow überfallen.

Krimiszenen in Milow

Knapp vier Wochen nach dem Überfall in Premnitz spielte sich in Milow Szenen wie in einem Krimi ab. Zwei maskierte Täter stürmten am 6. Juni 2018 gegen 20 Uhr den NP-Markt in der Friedensstraße. Die Männer überraschten zunächst einen Verkäufer, der gerade dabei war, Warenständer in das Gebäude zu bringen. Die Unbekannten bedrohten den Mitarbeiter und drängten ihn in den Supermarkt.

Polizeieinsatz in Milow nach dem Überfall. Quelle: Julian Stähle

Dort zog einer der beiden Täter die Waffe und schoss in die Luft. Nach einem weiteren Schuss in die Luft forderte er eine Mitarbeiterin des Marktes auf, die Einnahmen aus den Kassen in eine Tüte zu schütten. Die Frau folgte der Aufforderung und legte einen vierstelligen Bargeldbetrag in die Tüte. Anschließend mussten sie und der andere Mitarbeiter sich im Kassenbereich auf den Boden legen. Derweil flüchteten die Täter mit der Beute.

Festnahmen im August

Am 30. August 2018 gelang es der Polizei, drei der nun vier angeklagten Täter ausfindig zu machen. Sie gingen den Ermittlern bei Hausdurchsuchungen in Stölln, Havelaue und Neustadt/Dosse ins Netz. Mit Fotos aus den Überwachungskameras der Märkte wurde nach den Tätern gefahndet. Ein 46 Jahre alter Mann wurde im Zuge der Durchsuchungen vorläufig festgenommen, gegen einen 18-Jährigen lag bereits ein Haftbefehl wegen schweren Raubes vor. Er wurde von einem SEK festgenommen. Der dritte Täter war zur Festnahme erst 16 Jahre alt.

Die Verhandlung

Das Verfahren gegen Robert B. fand jetzt vor dem Landgericht Potsdam statt. Wegen Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung in drei Fällen wurde er zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren Gefängnis, ausgesetzt zur Bewährung verurteilt. Der Prozess gegen Zakaria A., Jeffrey H., und Maurice G. wurde von dem Verfahren abgetrennt und an das Jugendschöffengericht Rathenow unter Vorsitz von Axel Teckemeyer gegeben. Der Vorwurf: gemeinschaftliche räuberische Erpressung.

Das Jugendschöffengericht am Amstgericht Rathenoiw sprach drei Urteile. Quelle: Christin Schmidt

Die Rathenower Urteile sind bereits ein paar Monate alt und allesamt rechtskräftig, wie Axel Teckemeyer sagte. Zakaria A., der im Verfahren als Haupttäter identifiziert wurde, muss fünf Jahre ins Gefängnis, auch weil sein Vorstrafenregister gut gefüllt war. Eine Bewährung ist bei einer Strafe von fünf Jahren nicht möglich.

Keine Bewährung für Jeffrey H.

Auch Jeffrey H. hatte bereits einige Einträge vorzuweisen. Darum wurde er zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt – ebenfalls ohne Bewährung. Maurice G. wurde mit 16 Monaten Freiheitsstrafe abgeurteilt, die auf Bewährung ausgesetzt sind.

Von Joachim Wilisch

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