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Milower Land Großer Andrang beim 11. Milower Apfeltag
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15:59 22.09.2019
Urte Delft (li.) hat unbekannte Apfelsorten bestimmt, die Besucher mitgebracht haben. Quelle: Uwe Hoffmann
Milow

Zum 11. Apfeltag lud der Nabu-Regionalverband Westhavelland als Betreiber des NaturparkZentrums gemeinsam mit der Naturwacht am Samstag auf die Streuobstwiese Kelb ein. Das noch einmal sommerlich-sonnige Wetter lockte mehrere hundert Besucher nach Milow, so dass die elf Kuchen bereits nach zwei Stunden ausverkauft waren.

Mehr Besucher als sonst kamen in diesem Jahr zum Milower Apfeltag.

Neben regionalen Produkten, wie dem eigenen Apfelsaft von den Bäumen der 8.500 Quadratmeter großen Streuobstwiese, gab es leckeren Saft der Äpfel und Birnen auch frisch gepresst zum Verkosten. „In diesem Jahr haben wir uns eine eigene kleine Obstpresse gekauft, mit der wir nun, auch an Schulen, das Projekt ‚vom Apfel zum Saft’ anbieten“, so Naturwacht-Mitarbeiterin Sabine Clausner

„Bereits am Montag beginnen wir auf der Streuobstwiese in Rathenow-West mit der Ernte von Äpfeln. Mit 1,5 bis zwei Tonnen erwarten wir eine gute Ernte. Danach werden auch die Früchte der Bäume in Milow – zirka eine Tonne – geerntet. Dann gibt es wieder unseren Apfelsaft und vielleicht auch wieder gemischt mit Birnensaft“, erzählt Nabu-Regionalverbands-Geschäftsführer René Riep. „Die Ernte fällt ganz gut aus. Durch die Trockenheit sind allerdings die Früchte etwas kleiner. Aber wir hatten zur Blütezeit keinen Frost und auch keinen Hagel.“

500 bis 600 Liter Saft

Aus einer Tonne Früchte werden in der Mosterei Ketzür zirka 500 bis 600 Liter naturreiner Saft. Im Jahr 2018 waren es insgesamt 2.400 Liter. Einige der Besucher fanden zum ersten Mal den Weg zum Apfeltag auf der Streuobstwiese. So begeisterte Besucher aus Brandenburg/Havel oder Yuna mit ihrer älteren Schwester aus Plaue/Brandenburg. Auf den Schultern ihres Opas pflückte die Siebenjährige zum Naschen die sonnengereiften Äpfel an den oberen Ästen. Eine Rathenowerin sammelte mit ihrer Freundin aus Rhinow einige heruntergefallene Äpfel auf, mit denen sie noch am Sonntag frischen Apfelkuchen backen wollten.

Aber zum Apfeltag gab es nicht nur Äpfel zum sofort vernaschen, frisch gepresst im Glas, als Marmelade oder auf dem Kuchen zum Kaffee, sondern auch in der Seife. In diesem Jahr bot wieder Heiko Schumann aus Brandenburg/Havel seine „Drakentrey”-Naturseifen, darunter auch Apfelseife aus Apfeltrester, an. Dicht umringt war erneut der Stand von Urte Delft. Sie bestimmte die Sorten der unbekannten Äpfel der Besucher, die sie in großer Zahl mitbrachten. Christa Bens hatte zwei alte Sorten aus dem Garten in Wusterhausen dabei.

Erkannt: Ein Gravensteiner

„Meine Tochter hat dort neben sieben Apfelbäumen auch Pflaumen und Birnen und drei Quittenbäume“, so die Semlinerin. „Ältere Sorten bekommt sie unter anderem bei einer Baumschule in Nauen. Und jetzt will meine Tochter eine bisher unbekannte wohlschmeckende alte Apfelsorte nachpflanzen.“ Nathusius-Taubenapfel und Gravensteiner ergab die Beurteilung der äußeren Merkmale und des Schnittbilds.

Die Pomolgin brachte zur Anschauung aber auch über 30 Apfelsorten mit. Darunter waren welche mit außergewöhnlichen Namen wie Rotes Hähnchen, Langer Grüner Gulderling oder die Pastorenbirne. Gleich mehrfach konnte Urte Delft den 1760 erstmals beschriebenen Danziger Kantapfel bestimmen. Mit dem saftigen „Napoleon“ konnte sie nach vielen Jahren vergeblicher Suche eine seltene Sorte neu entdecken. „Ich kenne nur fünf Bäume der Sorte in der Prignitz und einen in Niedersachsen“, so die Pomologin. „Zwei von drei Bäumen in meinem Heimatdorf Barenthin stehen in meinem Garten.“

Von Uwe Hoffmann

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