Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Milower Land Häuslebauer können am Springberg loslegen
Lokales Havelland Milower Land Häuslebauer können am Springberg loslegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 03.04.2019
Es geht los: Das neue Wohngebiet am Springberg wird erschlossen. Schon bald sollen die ersten Häuser gebaut werden. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Milow

Absperrungen, Vermessungsarbeiten, Markierungen und Baumaschinen – die Vorzeichen sind nicht mehr zu übersehen. Am Springberg entsteht ein neues Wohngebiet. So mancher Milower kann es noch gar nicht glauben.

Immerhin ist es fast 25 Jahre her, dass die Gemeinde das Projekt angeschoben hat. Dementsprechend alt sind auch die Bebauungspläne, die den künftigen Bauherrn nur wenig Gestaltungsfreiheit einräumen.

Weil einige der darin enthaltenen Vorschriften nicht mehr zeitgemäß sind, haben die Mitglieder der Gemeindevertretung beschlossen, Änderungen im Bebauungsplan vorzunehmen, die den Bauherrn bei der Gestaltung der Häuser und Grundstücke mehr Möglichkeiten einräumen.

Alter B-Plan entspricht nicht mehr den heutigen Bedigungnen

„Natürlich soll am Springberg so gebaut werden, wie es heute möglich ist und nicht wie vor 20 Jahren, sonst verlieren wir vielleicht potenzielle Bauherrn“, erklärt Wolfgang Gräfe (CDU), Vorsitzender der Gemeindevertretersitzung.

Bei der Bearbeitung der einzelnen Bauanträge hatte die Verwaltung erkannt, dass der ursprüngliche Anspruch an den B-Plan Springberg nicht mehr der heutigen Situation entspricht.

„Eine Familie möchte zum Beispiel gern ein Haus mit Holzfassade bauen, das wäre nach dem alten B-Plan nicht zulässig“, erklärt Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land.

Es geht los: Das neue Wohngebiet am Springberg wird erschlossen. Quelle: Christin Schmidt

Die Änderungen betreffen unter anderem die Form der Dächer. Bislang waren Flachdächer nicht zulässig, nun können die Häuslebauer frei wählen. Auch die Gestaltung der Fassaden ist jetzt relativ offen. Diverse Einschränkungen der Einfriedung entfallen ebenfalls.

Der alte B-Plan hat aber weiterhin Bestand. Das heißt die Änderungen haben keine zeitliche Verzögerung zur Folge, so der Bürgermeister.

„Wir tragen mit diesen Änderungen praktischen Problemen Rechnung, denn wir finden es wichtig, dass die Leute so bauen können, wie sie es sich gewünscht haben“, erklärt Menzel.

Bürgermeister Felix Menzel (3.v.l.) unterzeichnete den Vertrag mit Investor Andreas Zelwis, der den Zuschlag für das Projekt Springberg bekommen hat. Der frühere Amtsdirektor Günther Geib (4.v.l) hatte das Projekt vor mehr als 20 Jahren auf den Weg gebracht. Ein glücklicher Moment auch für Wolfgang Gräfe (2.v.l.) und Milows Ortsvorsteher Winfried Ganzer (l.). Quelle: Christin Schmidt

Derzeit ist der Investor dabei, die innere Erschließung des Wohngebiets voranzutreiben. Die Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen, die künftigen Straßen vermessen. Ein Tiefbauunternehmen gräbt den ersten Schacht für Abwasserleitungen.

Der erste Stich erfolgt von der Kreuzstraße bis zum Bahndamm. Hier soll die Straße Am Springberg entstehen. Andreas Zelwis, der die Erschließung für die Elbe GmbH koordiniert, geht davon aus, dass bereits im Mai alle Medien im Boden sind.

„Im Juni und Juli folgen dann die Arbeiten im künftigen Carl-Bolle-Ring. Wir gehen davon aus, dass der Boden im August wieder zu ist“, so Zelwis.

Neun Parzellen können bereits bebaut werden

Das neue Wohngebiet soll vor allem junge Familien nach Milow locken. Unweit des Wohngebiets befinden sich die Schule und die Kita. Von den insgesamt 34 Parzellen sind noch 15 zu haben. Alle anderen sind reserviert oder bereits verkauft.

Die neun Parzellen an der Kreuzstraße können bereits bebaut werden. Bauherrn, die sich für ein Grundstück im inneren Bereich entscheiden, können vermutlich ab Herbst loslegen. Andreas Zeliws geht davon aus, dass Ende des Jahres die ersten Häuser stehen.

„Hier passiert jetzt richtig was. Das ist ein schönes Gefühl und für unsere Gemeinde ist es wichtig, dass wir Bauland anbieten können“, sagt Felix Menzel.

Von Christin Schmidt

Am Aktionstag „Uhr auf Natur“ lud das Naturparkzentrum in Milow zur Saatguttauschbörse ein. Den Besuchern wurden Angebote unterbreitet, wie sie auf natürliche Weise mehr Vielfalt in ihren Garten bringen können.

31.03.2019

Wassertouristen dürfen sich auf zusätzliche Kapazitäten in Milow freuen. Der Steg am Gutskomplex wurde erweitert und bietet nun auch Platz für größere Schiffe. Und auf der gegenüberliegenden Seite soll eine Marina entstehen.

29.03.2019

Die Gemeinde Milower Land erwirbt ein weiteres Grundstück für den Neubau einer Krippe. Die soll in unmittelbarer Nähe der Grundschule entstehen. Auch den Bebauungsplan brachten die Abgeordneten auf den Weg.

01.04.2019