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Milower Land Internationale Werkschau in der Kunsthalle
Lokales Havelland Milower Land Internationale Werkschau in der Kunsthalle
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17:26 01.05.2018
Der Künstler Rafael Tormo i Cuenca aus Spanien zeigt in Bahnitz die Installation „Tanz der Flaggen“. Quelle: Christin Schmidt
Bahnitz

Wenn am ersten Maiwochenende die Künstler im Westhavelland ihre Ateliers öffnen, dürfte Bahnitz wieder besonders viele Besucher anlocken. Wie ein Magnet zieht das Haveldorf Künstler und Kunstinteressierte an.

Dabei ist es nicht allein die Dichte an Kreativen, die in Bahnitz leben und arbeiten, die diesen Ort besonders macht. Es ist auch die Offenheit der Menschen, die Selbstverständlichkeit mit der Künstler und Publikum miteinander umgehen und die einladende Atmosphäre dieses Ortes, in dem der kreative Schaffensprozess besonders fruchtbar zu sein scheint. Eine kulturelle Oase inmitten landschaftlicher Idylle.

Seit fast zehn Jahren bereichert auch die Kunsthalle Bahnitz die hiesige Kunstszene. Kurator Bodo Rau füllt jedes Jahr aufs Neue die große Scheune des einst landwirtschaftlich genutzten Gebäudeensembles mit nationaler und internationaler Kunst.

Am Samstag, dem 5. Mai eröffnet er hier gemeinsam mit Bodo Kämmerling, Geschäftsführer der KulturStiftung Havelland, die achte Ausstellung, die unter anderem vom Landkreis Havelland unterstützt wurde.

Am 5. Mai 2018 wird die 8. Ausstellung in der Kunsthalle Bahnitz eröffnet. Kuratiert hat die Werkschau wieder Bodo Rau. Diese massive Holzskulptur ist ein Werk der Bahnitzer Künstlerin Christa Biederbick. Quelle: Christin Schmidt

Dieses Mal hat sich Bodo Rau mit dem Thema „Sehnsucht nach Landschaft“ auseinandergesetzt und Werke von 19 Künstlern zusammengetragen. „Der Titel weckt Erwartungen, aber die Ausstellung ist natürlich nicht so angelegt, dass sie bestimmte Erwartungen, die man mit diesem Sehnsuchtsbegriff verbindet, erfüllt“, macht Rau deutlich.

Statt pittoresker Landschaftsbilder darf sich der Betrachter mit Industriebrachen und von Krieg gezeichneten Landstrichen in der Normandie beschäftigen. Er kann Geiern dabei zusehen, wie sie sich mitten in einem Nationalpark über ein Buffet hermachen oder Malereien aus dem 19. Jahrhundert betrachten, die transformiert und von Kitsch befreit zu neuen Kunstwerken verarbeitet wurden.

Sich überraschenlassen, die Fotografien, Bleistift- und Tuschezeichnungen, Skulpturen und Installationen auf sich wirken lassen, um sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen, das ist es, was Bodo Rau erreichen möchte.

Erstmals sind in der Kunsthalle auch Werke aus der Sammlung der Villa am See in Premnitz zu sehen – darunter Arbeiten von Hermann Bachmann. Der Künstler Rafael Tormo i Cuenca hat sich mit einer Tradition seiner Heimat beschäftigt und in einer Installation verarbeitet. „Ich tanze mit elf Flaggen“, erklärt der Spanier, der extra nach Bahnitz gekommen ist und sicher gern mit Besuchern ins Gespräch kommt.

Die Ausstellung wird am 5. Mai um 12 Uhr eröffnet. Wer es am kommenden Wochenende nicht nach Bahnitz schafft, die Ausstellung ist bis 30. September jeweils Freitag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.

Exotische Idylle vor havelländischer Kulisse – für die Ausstellung hat der Kunstverein extra eine Palme in das Haveldorf transportieren lassen. Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

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