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08:37 16.08.2019
Eine Woche lang durften die Schüler der Kleinen Grundschule Großwudicke Zirkusluft schnuppern und als Clown, Fakir, Zauberer oder Artist auftreten. Quelle: Christin Schmidt
Großwudicke

Das Matheheft gegen einen Zauberstab eintauschen oder am Trapez turnen, statt still an der Schulbank zu sitzen – welches Kind wäre davon nicht begeistert?

Kein Wunder also, dass die 107 Mädchen und Jungen der Kleinen Grundschule Großwudicke in dieser Woche besonders gut gelaunt durch die Klassenräume und über den Schulhof flitzten. Sie durften nämlich eine ganze Woche lang Zirkusluft schnuppern.

Das Zirkus- und Theaterprojekt „Dreamland“ war zu Gast und bildete die Schüler in Workshops zu Clowns, Zauberern, Fakiren und Akrobaten aus. Bereits am vergangenen Samstag kam der Familienbetrieb in Großwudicke an.

Das Zirkus- und Theaterprojekt Dreamland

Kinder zwischen drei und zwölf Jahren erleben im Rahmen des Theater- und Zirkusprojekts Dreamland eine Woche lange die Welt des Zirkus.

Zehn Trainer arbeiten mit den Kindern und leiten jeweils einen Workshop.

Die Mädchen und Jungen betreten am Ende als Clowns, Fakire, Zauberer, Tüchertänzer, Akrobaten, Trapezkünstler oder Jongleure die Manege.

Bis zu 500 Kinder können an einem Durchgang teilnehmen.

Die Vorstellungen finden vor Publikum in einem echten Zirkuszelt statt, das auf dem Schulhof aufgebaut wird.

Gemeinsam mit einigen Eltern baute Familie Rosner mitten auf dem Schulhof ein großes Zirkuszelt samt Popcorn-Stand auf, in dem am Donnerstag die erste Vorstellung vor großem Publikum stattfand. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und jeder von uns leitet einen eigenen Workshop“, erzählte Heidi Rosner.

Während der Generalprobe sicherte sie die Mädchen und Jungen ab, die auf dem Trapez verschiedene Figuren zeigten und dafür jede Menge Applaus von ihren Mitschülern und den Lehrern ernteten. Dabei lag bereits der Duft von Popcorn und Zuckerwatte in der Luft und auch die Aufregung war deutlich zu spüren.

„Es macht richtig Spaß“, verkündete die sechsjährige Hannah mit einem strahlenden Lächeln in der Pause. Sie hatte sich entschieden einen Tanz mit Tüchern aufzuführen. Auch bei der großen Menschenpyramide, dem Höhepunkt zum Abschluss der Vorstellung, wirkt sie mit.

Eine Woche lang durften die Schüler der Kleinen Grundschule Großwudicke Zirkusluft schnuppern und als Clown, Fakir, Zauberer oder Artist auftreten. Quelle: Christin Schmidt

Ihre Freundin Pauline, die ebenfalls in die erste Klasse geht, hatte mit weiteren Mitschülern ein Tiershow mit Tauben einstudiert. Angst vor den großen Auftritten mit Publikum hat sie nicht. „Aber ich bin schon sehr aufgeregt“, gestand das Mädchen.

Jeweils zwei Stunden haben sie und die anderen Schüler von Montag bis Mittwoch geprobt. Am Donnerstag stand dann nach der Generalprobe am Vormittag die erste Aufführung um 17 Uhr im Zirkuszelt an.

Am Freitag haben die Eltern und auch alle anderen Zirkusfreunde noch einmal die Gelegenheit, sich die Show anzusehen. Um 10 Uhr und um 17 Uhr heißt es Manege frei.

Während der Generalprobe am Donnerstagvormittag fieberten die Mädchen und Jungen mit ihren Mitschülern in der Manege mit. Quelle: Christin Schmidt

„Das ist wirklich ein ganz tolles Projekt. Es macht unheimlichen Spaß, den Kindern zu zusehen. Und durch die Arbeit in den Workshops haben wir die Mädchen und Jungen alle noch einmal neu kennengelernt. Dabei kamen ganz ungeahnte Talente zum Vorschein“, erzählte Schulsozialarbeiterin Janet Ziolkowski begeistert.

Ähnlich sieht das die Lehrerin und Leiterin der Projektwoche, Angelika Weis. „In den letzten Tagen ist aus manchem Angsthasen ein Held geworden. Die Workshops haben bei den Kindern den Ehrgeiz geweckt“, so Weis.

Sie hatte das Dreamland-Projekt, das eine Mischung aus Zirkusvorstellung und Musical ist, bereits in einer anderen Schule begleitet und weiß aus Erfahrung, dass diese Woche nachhaltig wirkt.

Sie und die andere Lehrkräfte haben ebenfalls mitgewirkt und sich mit ihren Fähigkeiten eingebracht. Egal ob Jonglieren oder Zaubern. Schulleiterin Anke Engeleiter war besonders von der Clownerie angetan. Vielleicht schlüpft sie am Freitag sogar in ein Kostüm und tritt mit den Kindern auf.

Von Christin Schmidt

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