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Milower Land Hier lernt Jung von Alt
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15:06 10.04.2019
Gisela Sattelkau und Rosemarie Ristau beleben mit Kinder den Schulgarten in Milow. Quelle: fotos: Christin Schmidt
Milow

 Die Sonne lockt dieser Tage viele Hobbygärtner ins Grüne. Auch in der Milower Grundschule werden jetzt die Ärmel hochgekrempelt. Acht Mädchen und Jungen der ersten bis dritten Klasse sind gerade dabei den Schulgarten wiederzubeleben.

Unterstützung bekommen sie dabei von Gisela Sattelkau und Rosemarie Ristau. Die beiden sind Mitglieder im Seniorenbeirat der Gemeinde Milower Land und haben zu Beginn des Schuljahres eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen.

Die AG trägt den Titel „Aus Omas Zeiten“ und soll den Schülern Wissen über die heimische Natur vermitteln, aber auch alte Spiele, Gartenarbeit, Nähen, Kochen und Backen gehören dazu.

Gisela Sattelkau und Rosemarie Ristau vom Seniorenbeirat Milower Land bieten in der Milower Grundschule eine Arbeitsgemeinschaft an. Gerade sind sie dabei, den Schulgarten wieder zu beleben.

Jeden Dienstag treffen sich die Seniorinnen in der Schule mit ihren Schützlingen und verbringen die Zeit – wann immer es das Wetter zulässt – draußen. In dieser Woche haben sie nun endgültig die Gartensaison eingeläutet und den früheren Schulgarten wieder zum Leben erweckt.

Ein Schuppen mit Hacken, Harken, diversen Schippen und Eimern stand noch, was fehlte waren Pflanzen und fruchtbarer Boden. Letzteren besorgte die Gemeinde und jede Menge Grün bekam die Schul-AG von hilfsbereiten Bürgern.

Am Dienstag klotzten Jamiro, Felix und Iven ran und schippten die Erde in Eimer. Die Mädchen schleppten den Mutterboden anschließend zum dem Beet, das Gemeindemitarbeiter mit ein paar Holzlatten direkt am Zaun angelegt hatten. Gisela Sattelkau und Rosemarie Ristau standen bereit, um die Erde zu verteilen.

Erste Blumen und Kräuter gepflanzt

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Gemeinde und auch die Schulleitung können wir jederzeit um Hilfe bitten“, erzählte Gisela Sattelkau während sie mit der Harke das Beet bearbeitete.

Schon bald sollen hier Blumen blühen und Kräuter wachsen. Rittersporn, Schwertlilien, Pfingstrosen, Winterastern, Gladiolen, Oregano, Bärlauch und einiges mehr holten die Seniorinnen aus der Kiste, um anschließend den Kindern zu zeigen, wie man die Pflanzen in die Erde bringt.

„Erst ein Loch mit der Schippe buddeln, dann die Wurzeln der Pflanze reinsetzen, Erde drauf schütten, fest andrücken und ringsherum den Boden glätten“, erklärte Gisela Sattelkau.

In den Hochbeeten sollen Gemüse und Sträucher wachsen

Auf ihre Frage, wer sich als Gärtner probieren möchte, schnellten sofort mehrere Finger in die Luft.

Hermine durfte Pflanzen einsetzen, die ihre Oma gespendet hatte. Auch Talea nahm die Schippe in die Hand und tat es ihrer Schulkameradin gleich. Zuvor hatten die beiden Mädchen Äste zerschnitten und diese in die Hochbeete gelegt.

„Die Äste dienen als Drainage-Schicht. Nun müssen wir noch Erde hineinfüllen, dann können auch diese bepflanzt werden“, verriet Gisela Sattelkau.

Die Jungs sind begeistert vom Nähen

Vor allem Obst und Gemüse, dass die Kinder mögen, wollen sie darin anbauen. „Was noch fehlt, sind Sträucher wie Johannis- oder Stachelbeeren. Wenn sich jemand findet, der welche spenden kann, wäre das großartig“, fügte Rosemarie Ristau hinzu.

Damit die Pflanzen nicht vertrocknen, wird ein Gießplan aufgestellt. Jede Woche bewässern zwei Schüler den Garten. Für die Ferien hat sich ein Anwohner bereit erklärt, die Pflanzen zu wässern. Wenn die Kinder weiter so fleißig sind, blühen hier bald die ersten Blumen.

Gisela Sattelkau und Rosemarie hoffen, dass die Kinder Dank der AG Freude an der Gartenarbeit finden und dabei viel über die heimische Natur lernen. Wenngleich es manchmal an Ausdauer mangelt, die Mädchen und Jungen packten in dieser Woche jedenfalls mit Eifer an.

Allerdings gibt es etwas, dass vor allem den Jungs noch mehr Spaß macht als die Gartenarbeit. „Uns hat bisher das Nähen am besten gefallen“, verriet Jamiro

Von Christin Schmidt

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