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Milower Land Juniorwahl: Bei der Jugend hat die SPD klar die Nase vorn
Lokales Havelland Milower Land Juniorwahl: Bei der Jugend hat die SPD klar die Nase vorn
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17:04 20.08.2019
Die Klasse 5 und 6 haben kurz vor der Landtagswahl eine Juniorwahl durchgeführt. Quelle: Christin Schmidt
Großwudicke

Die SPD gewinnt die Wahl klar vor der CDU und den Grünen, die gleichauf liegen. Die Linke und AfD abgeschlagen. Dieses Wahlergebnis dürfte alle Sozialdemokraten erleichtert aufatmen lassen – allerdings ist es nicht ganz repräsentativ.

Es ist lediglich das Ergebnis der Junior-Kidswahl, an der 26 Mädchen und Jungen der Kleinen Grundschule Großwudicke am Dienstag teilnahmen.

Die Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klasse der Kleinen Grundschule Großwudicke haben an der Juniorwahl teilgenommen. Zuvor hatten sich die Schüler mit den Parteien und deren Wahlprogrammen befasst.

Gemeinsam mit Klassenlehrerin Eva Dückert-Kude und Schulsozialarbeiterin Janet Ziolkowski haben sich die Schüler vorab intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

„Das Projekt ist in vier Phasen aufgeteilt. Zuerst haben die Kinder recherchiert was eine Verfassung ist, wo sich der Landtag befindet und welche großen Parteien es gibt“, erklärt Janet Ziolkowski.

In der zweiten Phase schauten sich die Mädchen und Jungen die Parteiprogramme der einzelnen Parteien an. Dabei wurde deutlich, welche Themen für die Schüler von besonderem Interesse sind.

Umwelt- und Tierschutz ist den Kindern wichtig

„Tierschutz und Umweltschutz standen dabei ganz weit oben. Aber auch mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigten sich die Kinder intensiv und kritisierten die Positionen der AfD und CDU“, so die Sozialarbeiterin.

Sie hatte den Tipp eine Juniorwahl durchzuführen von Rathenows Jugendkoordinator Tilo Windt bekommen und das Projekt dann gemeinsam mit Eva Dückert-Kude in neun Unterrichtsstunden umgesetzt.

Träger des Projektes Juniorwahl ist der gemeinnützige und überparteiliche Verein Kumulus aus Berlin.

Wahlvorstand gewählt

Der stellte der Schule Wahlkabinen, eine Wahlurne, die Wahlzettel und einiges mehr zur Verfügung. Sogar Wahlbenachrichtigungen und Personalausweise bekamen die Schüler für die bevorstehende Wahl.

Am Montag wählten die Mädchen und Jungen schließlich den Wahlvorstand. Für diesen Job hatten sich Kyra, Emily, Anna und Lukas freiwillig gemeldet.

Sie kontrollierten das Wahlprozedere, nahmen die Wahlbenachrichtigungen entgegen und gaben die Stimmzettel aus. „Du hast eine Stimme und anschließend bitte den Zettel einmal falten“, erklärte die elfjährige Kyra ihren Mitschülern auf dem Weg zur Wahlurne.

Ein ungültiger Stimmzettel

Ganz selbstverständlich nahmen alle ihr Wahlrecht in Anspruch und hatten dabei sichtlich Spaß. „Die Kinder waren von Anfang an mit großem Elan und Interesse dabei“, freute sich Janet Ziolkowski.

Nach dem Wahlvorgang, der problemlos über die Bühne ging, wurde es dann noch einmal richtig spannend. Der Wahlvorstand zählte die Stimmen aus und verteilte sie auf die einzelnen Parteien.

Ein Stimmzettel war ungültig, damit verteilten sich die 25 gültigen Stimmen wie folgt: SPD neun Stimmen, CDU und Die Grünen jeweils sechs Stimmen, Die Linke und AfD jeweils zwei Stimmen.

Lehrer und Schüler begeistert

„Das war echt cool, dass wir wählen durften“, bemerkte Alina als das Ergebnis an der Tafel stand. Und Darren gestand: „Es war ganz schön aufregend. Schließlich haben wir zum ersten Mal gewählt. Aber hoffentlich nicht zum letzten Mal.“

Den meisten Schülern fiel die Entscheidung für eine Partei auch gar nicht schwer, was wohl der intensiven Vorbereitung zu verdanken war. Allerdings war mancher Jungwähler am Ende etwas enttäuscht darüber, dass das Ergebnis der Schüler für die Landtagswahl am 1. September nicht zählt.

„Wir werden das an den Wahlvorstand des Landes Brandenburg melden. Vielleicht beziehen sie Euer Ergebnis ja in Betracht“, erklärte Eva Dückert-Kude mit einem Lächeln. Sie und Janet Ziolkowski waren sich einig, dieses Projekt sollte wiederholt werden.

Von Christin Schmidt

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