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Milower Land Kleinwudicke hat erstmals ein eigenes Wappen – nach 700 Jahren
Lokales Havelland Milower Land Kleinwudicke hat erstmals ein eigenes Wappen – nach 700 Jahren
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17:24 12.08.2019
Der Heraldiker Jörg Mantzsch hat für das 95-Seelen-Dorf Kleinwudicke ein Wappen entworfen. Zur Fahnenweihe gab es ein kleines Fest. Quelle: Christin Schmidt
Kleinwudicke

 Kleinwudicke ist das Dorf mit den prächtigen Männern –zumindest behauptet das Felix Menzel (SPD). Er ist Bürgermeister im Milower Land und selbst ein waschechter Kleinwudicker.

Natürlich ist das mit den prächtigen Männern nicht ganz ernst gemeint. Es ist vielmehr eine freie Interpretation des neuen Kleinwudicker Ortswappens.

Darauf ist nämlich unter anderem ein weißer Hirsche mit goldenem Geweih zu sehen. Eigentlich soll das Tier daran erinnern, dass einst ein Landadliger in dem Dorf weiße Hirsche züchtete.

Fahnenweihe vor der Dorfkneipe

Felix Menzel bot dazu nun eine weitere Interpretation an, die am Freitagabend für heiteres Lachen und bei einigen Herren auch für eine mit Stolz geschwellte Brust sorgte.

Das Dorf hatte sich zur feierlichen Enthüllung des neuen Wappens und zur Fahnenweihe vor dem „Jägerheim“, der örtlichen Kneipe, versammelt. Mit dabei war auch Jörg Matzsch, den Ortsvorsteher Michael Lorenz (SPD), als „Star-Heraldiker“ begrüßte.

Der Mann aus Magdeburg hat ab 2012 für jeden der zehn Ortsteile der Gemeinde ein Wappen entworfen. Finanziert wurden die Wappen zum Teil mit Fördermittel sowie mit Unterstützung der Gemeinde selbst.

Spendengelder fürs Wappen gesammelt

Damit hatte das Milower Land zwar zehn Wappen, aber längst nicht für jedes Dorf eins. Vor etwa zwei Jahren beschlossen die Buckower, die genau wie Kleinwudicke zum Ortsteil Großwudicke gehören, dass sie ein eigenes Wappen führen wollen.

Spendengelder wurden gesammelt, die Gemeinde unterstützte und kurz darauf war Buckow der erste Gemeindeteil im Milower Land mit eigenem Wappen.

Die Kleinwudicker haben zum ersten Mal eine Fahne mit einem dorfeigenem Wappen gehisst. Das wurde mit Wildschweinbraten und Bier gefeiert. Mit dabei war auch Heraldiker Jörg Mantzsch, der das Wappen entworfen hat.

So ist es nun auch in Kleinwudicke geschehen. „Ich freue mich sehr, dass jetzt auch mein Heimatort ein Wappen führt“, verkündete Felix Menzel. Möglich sei das nur gewesen, weil sich die Dorfbevölkerung selbst dafür eingesetzt hat.

Drei Mal haben sich die Kleinwudicker zusammengesetzt und Ideen für das Wappen gesammelt. Dabei haben sie sich natürlich intensiv mit der Geschichte ihres Heimatortes befasst.

Die besagt unter anderem haben, dass Kleinwudicke ursprünglich aus einer Ansiedlung von Köhlern entstand. Deshalb ziert auch ein Meiler das neue Wappen. Links und rechts daneben sind zwei Kiefern zu sehen, die den Wald, der rings um das Dorf wächst symbolisieren.

Knoblauch will auch ein eigenes Wappen

„Der weiße Hirsche ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und damit ist dieses Wappen einmalig und unverwechselbar“, betonte Jörg Mantzsch. Damit können die Kleinwudicker nach knapp 700 Jahre Dorfgeschichte nun stolz eine Fahne mit ihrem eigenen Wappen hissen.

Genau das taten sie am Freitag zum ersten Mal. Die rot-weiße Fahne flatterte im Wind, während die Familien genau wie vor etwa einhundert Jahren vor dem Jägerheim für ein Gruppenfoto posierten.

Das nächste Wappen dürfte bald folgen. Noch im August soll in Knoblauch ein Treffen mit Heraldiker Jörg Mantzsch stattfinden.

Von Christin Schmidt

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