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Milower Land Knoblauch feiert zum 17. Mal das Treckertreffen
Lokales Havelland Milower Land Knoblauch feiert zum 17. Mal das Treckertreffen
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11:03 16.10.2019
Zum Treckertreffen ziehen die Gäste mit ihren Gefährten durchs Dorf. Quelle: Uwe Hoffmann
Knoblauch

Würde es eine Rangliste mit den Orten geben, in denen die meisten Partys steigen, Knoblauch wäre ohne Zweifel ganz vor mit dabei. Während vielerorts einmal im Jahr, meist im Sommer, ein Dorffest stattfindet, wird in Knoblauch inzwischen viermal pro Jahr gefeiert – Osterfeuer und Weihnachtsfest nicht mitgezählt.

Die Festsaison wird in Knoblauch mit der Maiparty eröffnet. Was als Geburtstagsfete von vier Freunden begann, hat sich zu einem der größten Feste in der Region entwickelt.

Rund 1000 Besucher feiern dabei stets ausgelassen auf der Festwiese des Dorfes. Sogar eine eigene Internetseite gibt es für die Maiparty.

3500 Gäste werden erwartet

Ins Leben gerufen hatte diese vor nunmehr 20 Jahren Mirko Paproth. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Knoblauch und seit Mai stellvertretender Ortsvorsteher.

Auch in der Gemeindevertretung Milower Land sitzt Mirko Paproth seit Mai. Und er organisiert des Treckertreffen Knoblauch mit, die größte und wohl bekannteste Veranstaltung im Ort.

Am kommenden Samstag findet das Spektakel bereits zum 17. Mal statt – das auf den Flyern und Plakaten das 19. Treckertreffen angekündigt sei ein Fehler, so Paproth. Die Organisatoren erwarten wieder rund 3500 Gäste – so viele waren es im letzten Jahr.

Mirko Paproth ist Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr, stellvertretender Ortsvorsteher und Mitglied der Gemeindevertretung. Quelle: Uwe Hoffmann

„Dazu kamen 200 Trecker und jedes Jahr werden es mehr“, so Paproth. Aus der ganzen Region reisen Teilnehmer an. Einige fahren per Achse, also mit dem Traktor, und legen bis zu 80 Kilometer zurück, um dabei zu sein. Andere bringen ihren Traktor mit dem Tieflader nach Knoblauch.

Um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, sind am Wochenende wieder rund 60 Helfer aktiv. Einige Unterstützer kommen auch aus umliegenden Orten. „Sie helfen mit, weil sie die Veranstaltung so toll finden“, weiß Mirko Paproth.

Er gehört auch zum sechsköpfigen Komitee der Treckerfreunde Knoblauch, das sich um die Organisation kümmert und seit Monaten die Veranstaltung vorbereitet. Veranstalter ist der Förderverein der Feuerwehr.

Treckerparade am Nachmittag, Tanz am Abend

Die Besucher dürfen sich wieder auf eine Parade durchs Dorf freuen, allerdings mit geänderter Streckenführung und ohne Straßensperrung, so dass der Durchfahrtsverkehr weiter fließen kann.

Natürlich gibt es auch wieder ein Kräftemessen der Traktoren – das sogenannte Traktorpulling mit selbstgebautem Bremsschlitten über eine Distanz von 100 Metern. 2018 ging dabei sogar eine Frau ans Steuer. Ein echtes Highlight für große und kleine Jungs.

Das Feiern kommt dabei natürlich nicht zu kurz. Es gibt Tanz und Musik am Lagerfeuer und im Festzelt. Bei den Vorbereitungen helfen auch die Frauen des Ortes tatkräftig mit.

Bierbotschafter zu Gast in Knoblauch

Letztes Jahr hatten sie 76 selbst gebackene Kuchen aufgetafelt und kein Stück blieb übrig. Die Eier für den Kuchen spendiert ein Bio-Bauer aus Knoblauch und die Feuerwehrfrauen verteilen diese an die fleißigen Bäcker im ganzen Dorf.

Neben den beiden großen Festen feiern die Knoblaucher seit 2018 auch ein Bierfest. Organisiert wird es von den Sportfreunden Nitzahn. Die hatten Anfang Juli sogar einen Bierbotschafter eingeladen.

Ende September kam noch das erste Oktoberfest dazu – eine gemeinsame Veranstaltung der Organisatoren des Bierfestes und der Maiparty.

Fassanstich mit dem Bürgermeister

Auch das war ein Erfolg. Rund 120 Besucher tummelten sich im Festzelt. Etwa die Hälfte kam in Tracht und tanzte ausgelassen zur Musik des Zillertaler Edelweiss Trios.

Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, ließ es sich nicht nehmen das Bierfass anzustechen, schließlich ist das auf einem solchen Fest so üblich. „Weil das Fest so gut angekommen wurde, haben wir die Band gleich für 2020 gebucht. Dann steigt das Oktoberfest am 2. Oktober“, verrät Mirko Paproth.

Mit den Treckerfreunde Knoblauch lädt er sogar zum Weihnachtssingen. „Die Idee haben wir von Union Berlin abgekupfert. Musikalische Unterstützung bekommen wir von Gabriela und Bernd Poschitzki aus Nitzahn“, so Paproth. Etwa 60 Leute stimmten beim ersten Mal mit ein. Die nächste Auflage ist für den 14. Dezember geplant.

Aber was ist nun der Grund dafür, dass in Knoblauch so gern gefeiert wird? „In unserem Dorf wohnen zwei, drei Macher, die die Dinge in die Hand nehmen und nicht darauf warten, das andere etwas organisieren. Wir versuchen es einfach und wie man sieht, gelingt uns das ganz gut. Dazu kommt der sehr gute Zusammenhalt im Dorf, ansonsten könnten wir das so nicht durchziehen“, betont Mirko Paproth.

Von Christin Schmidt

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