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Milower Land Kreative Köpfe gestalten die Weihnachtsausstellung
Lokales Havelland Milower Land Kreative Köpfe gestalten die Weihnachtsausstellung
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20:02 02.12.2019
Ein Besucher schaut sich Arbeiten der Weihnachtsausstellung 2019 im Kulturzentrum an. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Inzwischen ist die Weihnachtsausstellung im Kulturzentrum Rathenow bereits ein paar Tage offen. 38 Künstler stellen insgesamt 138 Arbeiten aus. „Viele sind erstmals dabei – Amateure und Profis. So sind unter den Künstlern auch junge Havelländer“, sagte die Geschäftsführerin des Kulturzentrums, Bettina Götze zur Ausstellungseröffnung.

Osthavelland ist dabei

Über die Jahre habe es sich offensichtlich herumgesprochen, dass die Weihnachtsausstellung den Künstlern ein beachtliches Podium biete. Nachdem in den letzten Jahren immer wieder vereinzelt auch Künstler aus dem Osthavelland ausstellten, beteiligten sich in diesem Jahr erstmals mehrere Künstler aus Falkensee, Brieselang, Schönwalde.

Vielfältige Motive

Aber auch aus Berlin, Freisack, Rathenow Nennhausen oder dem Milower Land. Neben Gemälden sind auch Aquarelle, Gemälde in Mischtechnik, Tuschearbeiten, Fotografien und Kunsthandwerk wie gehäkelte Bärchen zu sehen. Genauso vielfältig sind die Motive.

Zur Ausstellungseröffnung spielten die Rathenower Musikschüler der Kreismusikschule, Gesa Hilger und Alina Golze, unter anderem das klassische Weihnachtsstück „Gloria“ auf der Flöte. Quelle: Uwe Hoffmann

Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Nennhausener Jörg Richter erstmals an der Weihnachtsausstellung. In diesem Jahr fanden seine drei Werke bereits zur Vernissage viel Beachtung. So das Motiv „Weiblichkeit“, ein Baumstammabschnitt, aus dem der Holzbildhauer einen detailreichen weiblichen Körper herausarbeitete. „Der Stamm ist eine Walnuss aus Nennhausen. Er stand schon einige Jahre im Atelier und ich habe lange nicht erkannt, was in ihm steckte'“, so Jörg Richter. Genauso beeindruckend ist sein massiver Tisch „Traum“ oder sein „Eschenzauber“, ein holhler Stammabschnitt.

Gerne zu Gast

„Die Werke schmücken nicht nur den Raum, sie begeistern und inspirieren. Sie laden zum Dialog ein und zeigen dass das Havelland ein kreatives und produktives Flecken Erde ist“, so Daniel Schröder in seiner Rede über die Ausstellung. „Kunst lässt uns in fremde Bildwelten eintauchen. Ein Kunsthandwerk hat auch immer eine Handschrift – eine Idee die dem Kunstwerk zu Grunde liegt.“ Die Künstler seien gern zu Gast , um die Besucher zu überraschen. Die Vorweihnachtszeit werde durch diese Ausstellung bereichert.

Drei Porträts

Der Großwudicker Maler stellt selbst drei Gemälde aus. Zum dritten Mal beteiligt sich Elisa Adam an der Weihnachtsausstellung. „Ich male gern in Aquarelltechnik aber auch in Acryl“, so die 21-Jährige. „Zu meinen Lieblingsmotiven zählen Menschen.“ So sind von der Rathenowerin drei Porträts in Aquarell zu sehen.

Der Nennhausener Klaus Schega vor seinem Bild „Leuchtturm Rathenow - Nacht“. Quelle: Uwe Hoffmann

Ebenfalls erstmals beteiligt sich der Rathenower Helmut Wernicke. Seine vier Ölgemälde aus den Jahren 1964/1965 zeigen unter anderem auch ein „Zweimaster Segelschiff auf See“. Seit Jahrzehnten ist Wernicke den Menschen als Modellbauer von Fluggeräten und Schiffen bekannt. „1964 fing ich zunächst mit Malen als Hobby an. Nach fünf Jahren wurde der Modellbausport immer intensiver. Mit dem Malen werde ich auch nicht mehr neu anfangen“, sagt Helmut Wernicke.

Neues Hobby

Zu den Künstlern aus dem Osthavelland, die sich erstmals an der Weihnachtsausstellung beteiligen, gehört Jürgen Ofenbach. Er stellt vier großformatige Acrylgemälde aus: zwei Landschaftsbilder und zwei Porträts. „Als ich mit 60 Jahren im Jahr 2005 in den beruflichen Vorruhestand ging, suchte ich mir ein neues Hobby. Ich kann nicht angeln und keine Tiere töten. Also begann ich mit dem Malen“, scherzt der langjährige Physiotherapeut.

Freude am Bild

Weiter erzählt er: „Ich male das, wozu ich Lust habe. Ich male, um die Leute zu erfreuen. Und wenn sie sich freuen, freue ich mich auch.“ Zu sehen sind auch vier Gemälde in Mischtechnik des in diesem Jahr gestorbenen Rathenower Malers Oliver Muck.

Musik, Musik

Zur Ausstellungseröffnung spielten die Rathenower Musikschüler der Kreismusikschule, Gesa Hilger und Alina Golze, unter anderem das klassische Weihnachtsstück „Gloria“ auf der Flöte.

Der Schönwalder Jürgen Ofenbach mit seinem „Birkenwald“ (2019) Quelle: Uwe Hoffmann

Die Weihnachtsausstellung ist noch bis 19. Januar 2020 im Foyer sowie im Gang zum Blauen Saal zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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