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Milower Land Grünes Licht für Planung der neuen Krippe
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00:24 01.04.2019
Weil die Gemeinde Milower Land mehr Betreuungsplätze insbesondere für Kinder unter drei Jahren braucht, plant sie nun einen Krippen-Neubau. Quelle: dpa
Milow

 Um den Bau einer neuen Krippe in Milow voranzutreiben, hat Bürgermeister Felix Menzel (SPD) in dieser Woche eine außerplanmäßige Gemeindevertretersitzung einberufen. Gleich drei Beschlüsse zu diesem Vorhaben standen auf der Tagesordnung: der Auslegungsbeschluss und der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans sowie ein weiterer Beschluss, der kurzfristig dazu kam.

Wie Menzel verkündete, hat die Gemeinde die Möglichkeit, für den Krippen-Neubau ein größes Grundstück zu erwerben als bisher geplant.

Bereits zugestimmt hatten die Abgeordneten dem Kauf von zwei Teilflächen von insgesamt 2500 Quadratmetern am Bahndamm in unmittelbarer Nähe der Milower Grundschule. Nun informierte Felix Menzel, dass der Eigentümer bereit ist, noch mehr Land zu verkaufen.

Statt 2500 erwirbt die Gemeinde nun 9000 Quadratmeter

Das Ergebnis: Die Abgeordneten stimmten über eine außerplanmäßige Ausgabe zum Grundstückserwerb ab. Weitere 6500 Quadratmeter will die Gemeinde kaufen. Damit stehen für das Projekt insgesamt rund 9000 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Fläche reicht nun bis zum Wald heran. Rund 3500 Quadratmeter sind für das Krippengelände eingeplant, der Rest steht für Ersatzpflanzungen zur Verfügung.

Alle drei Beschlüsse wurden von den Abgeordneten einstimmig gefasst. „Erst wollte gar keiner verkaufen und nun läuft das alles anders. Das ist gut für uns“, bemerkte Wolfgang Gräfe (CDU), Vorsitzender der Gemeindevertretersitzung.

Felix Menzel schaut sich das Gelände an, auf dem die Gemeinde die neue Krippe errichten will. Im Hintergrund ist das neue Wohngebiet „Springberg“ zu sehen. Quelle: Christin Schmidt

Er hält das Ganze für einen Glücksfall: „Besser geht es nicht. Da kann man auch mal in die Zukunft gucken – Wohngebiet Springberg und alles, was noch kommen könnte. So macht Kommunalpolitik Spaß.“

Ähnlich sieht das der Bürgermeister: „Dass wir ein Grundstück gegenüber der Grundschule erwerben können, noch dazu mit guten Aussichten auf eine Genehmigung des Bebauungsplans, das sind für uns äußerst glückliche Umstände.“

Bis die ersten Kinder in der neuen Krippe spielen können, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. „Wir wollen zum 1. Juni mit dem Bebauungsplan fertig sein. Anschließend suchen wir ein Planungsbüro oder einen Architekten für die Planung des Gebäudes. Wenn diese abgeschlossen ist, wissen wir wie das Vorhaben kosten wird und können dann entsprechende Fördermittel beantragen“, erklärt der Bürgermeister.

Wohngebiet Springberg soll für Zuzug sorgen

Wenn alles optimal läuft, könnten zum Jahresende zumindest alle Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen sein. 60 Plätze soll die Einrichtung bieten auf 600 Quadratmeter Nutzfläche so die aktuelle Planung. Endgültig ist diese noch nicht.

Der Neubau ist nötig, weil bereits jetzt laut Berechnung des Landkreises 45 Kita-Plätze im Milower Land fehlen. Dieser Mangel soll zwar durch die Umstellung des „sonstigen Angebots“ in den nächsten Monaten beseitigt werden. Für die Zukunft wird das aber nicht reichen, ist sich die Verwaltung sicher.

Mit Blick auf die bevorstehende Bebauung des Springbergs und dem damit einhergehenden Zuzug werden insbesondere im Bereich der Betreuung von Kindern unter drei Jahren zusätzlich Kapazitäten benötigt. Deshalb hatte sich die Verwaltung nach einigem Abwägen für den Neubau entschieden, der von den Abgeordneten unterstützt wird.

Von Christin Schmidt

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