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Milower Land Felix Menzel geht in seine zweite Amtszeit
Lokales Havelland Milower Land Felix Menzel geht in seine zweite Amtszeit
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21:32 01.09.2019
Zwei strahlende Gewinner: Felix Menzel und Katja Poschmann, frisch wieder gewählter Bürgermeister und frisch gewählte Landtagsabgeordnete. Quelle: Markus Kniebeler
Milower Land

Kein Gegenkandidat, hohe Beliebtheitswerte, keine Skandale: Eigentlich war es eine Formsache, dennoch machte Felix Menzel (SPD) keinen Hehl aus seiner Aufregung am Wahlsonntag. „Man ist einfach angespannt“, sagte er. Doch die Aufregung erwies sich am Ende als unbegründet. Der 34-Jährige geht in seine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Milower Land.

Eindeutiges Votum

Von 3686 Wahlberechtigten hatten am Sonntag über 1800 für Menzel gestimmt. Mit nein votierten knapp 200. Auch das Quorum wurde klar erfüllt. 15 Prozent der Wahlberechtigten – als mindestens 553 – mussten für Menzel stimmen, damit die Wahl Gültigkeit erlangt.

Tagsüber im Kreis der Familie

„Ich bin sehr froh über das Ergebnis“, sagte Menzel, der den Tag im Kreise der Familie verbracht hatte. Am frühen Abend sah man ihn dann auf der Wahlparty der SPD im Rathenower Lokal Schwedendamm. Obwohl das Ergebnis da noch nicht bekannt war, machte Menzel einen gelösten Eindruck. Was auch mit dem sich andeutenden Sieg von SPD-Direktkandidatin Katja Poschmann und dem unerwartet klaren Sieg von Ministerpräsident Dietmar Woidke zu tun hatte.

Annette Göschel vom Galm, eine der ersten Gratulantinnen. Quelle: Markus Kniebeler

Kein Vergleich zur ersten Wahl

Der klare Ausgang der Wahl am Sonntag – kein Vergleich zu Menzels ersten Wahl vor acht Jahren. Damals hatte es der Jungstar der SPD überraschend in die Stichwahl geschafft. Und in dieser den damaligen Amtsinhaber Peter Wittstock hinter sich gelassen. Als jüngster Bürgermeister des Landes BrandenburgMenzel war am Tag der Wahl 26 Jahre alt – sorgte er damals weit über die Region hinaus für Schlagzeilen.

Klare Sache von Anfang an

Jetzt, vor seiner zweiten Amtszeit, ist das überregionale Interesse nicht mehr ganz so groß. Was auch daran liegt, dass der Sieg Menzels von Anfang an ungefährdet war. Zwar hatte sich Mitte Juni der parteilose Diplom-Ingenieur Manfred Grube aus Neu-Dessau überraschend entschieden, Menzel herauszufordern. Grubes Kandidatur scheiterte wenig später aber, weil er nicht genügend Unterstützer-Unterschriften zusammenbekommen hatte.

Also ging Menzel ohne Gegenkandidaten in die Wahl. Spätestens als selbst politische Gegner ihm öffentlich bescheinigten, als Bürgermeister einen guten Job zu machen, war eigentlich klar, wer die Gemeinde durch die kommenden acht Jahre führen wird.

Weiter auf dem eingeschlagenen Weg

An Aufgaben und Herausforderungen dürfte es in dieser zweiten Amtszeit nicht mangeln. „Ich möchte den eingeschlagenen Weg fortsetzen und dazu beitragen, dass die Gemeinde ein attraktiver Lebensort bleibt“, sagt Menzel. Es habe sich in den vergangenen Jahren angedeutet, dass junge Menschen – insbesondere Familien – das Milower Land entdecken.

„Diese Entwicklung wollen wir fördern“, so Menzel. Mit dem Neubau einer Krippe am Bahndamm etwa soll der Entwicklung Rechnung getragen werden.

Ausbau der Infrastruktur wichtig

„Wenn wir neue Bürger gewinnen wollen, müssen wir ihnen die notwendigen Angebote machen“, sagt er. Dazu zähle natürlich der Bildungsbereich. Aber auch bei der Bereitstellung von Bauland, beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, beim Straßen- und Wegebau seien noch viele Aufgaben zu erledigen.

Am Abend zog es Menzel zurück in heimatliche Gefilde. In der elterlichen Gaststätte in Kleinwudicke waren Freunde zusammengekommen. Es gab einen Kessel Wildgulasch – der Papa ist Jäger. Und ein Bier oder zwei wird er sich an diesem Abend auch gegönnt haben.

Von Markus Kniebeler

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