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Milower Land Mit Enkeltrick mehrere 1000 Euro erbeutet
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Milower Land: Mit Enkeltrick mehrere 1000 Euro erbeutet

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14:50 29.07.2020
Der Enkeltrickbetrüger meldet sich meistens am Telefon. Quelle: Dpa
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Milower Land

Im Milower Land hat ein Betrüger erfolgreich die Enkeltrickmasche angewendet. Das berichtet die Polizeidirektion. Demnach kam eine 82 Jahre alte Frau aus dem Ort zur Polizei und erstattete Strafanzeige wegen Betruges.

Sie gab an, dass sie bereits im Juni von einem Mann namens Max angerufen wurde, der sich als ihr Enkel ausgab. Er habe einen Verkehrsunfall verschuldet und müsse nun eine hohe fünfstellige Summe Bargeld an eine Versicherung bezahlen, sagte er der vermeintlichen Großmutter.

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Geld übergeben

Nur so könne er sich von der Schuld freikaufen. Der Betrüger am Telefon erfragte, wie viel Geld die Frau hatte. Daraufhin bat er sie, ihr erspartes Vermögen abzuheben, um ihm zu helfen. Dies tat die 82-Jährige und traf sich wenige Tage später mit einem angeblichen Versicherungsmitarbeiter. Die übergab ihm mehrere 1000 Euro.

Erst später wurde der Rentnerin klar, dass sie Opfer eines Betrügers geworden ist und sie erstattete Strafanzeige bei der Polizei.

Wichtige Hinweise

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betruges und rät, sich niemals am Telefon ausfragen zu lassen. Niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. Zudem sollte man sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen lassen. Besser einen späteren Gesprächstermin vereinbaren und in der Zwischenzeit die Angaben bei Verwandten oder der örtlichen Polizei überprüfen.

Immer die Nummer notieren, wenn sie auf dem Sichtfeld des Telefons angezeigt wird. Bevor man Geld weggibt, unbedingt mit einer Vertrauensperson reden. Im Zweifel die Polizei anrufen. Niemals Geld an Personen geben, die man nicht kennt.

Falls ein Übergabetermin vereinbart ist, unbedingt die Polizei informieren. Immer misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und sich nicht selbst mit Namen vorstellen. Auf die Aufforderung „Rate mal wer hier dran ist“ nicht mit wirklichem Namen reagieren.

Notfalls beim Anrufer Details erfragen, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Unbedingt Familienangehörige informieren.

Guter Rat

Weitere Tipps zum Schutz vor dem Enkeltrick und anderen Formen des Trickbetruges gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de, in den Broschüren „Sicher Leben“ und „Sicher zu Hause“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie bei jeder Polizeidienststelle.

Von MAZ