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Milower Land Seniorinnen leiten eigene Schul-AG
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16:17 04.03.2019
Zwölf der dreizehn Mitglieder des Seniorenbeirats der Gemeinde Milower Land mit Schulleiterin Kerstin Wernsdorf (5.v.r.). Quelle: Foto: Christin Schmidt
Milow

Das Miteinander der Generationen liegt den Mitgliedern des Seniorenbeirats der Gemeinde Milower Land am Herzen. Deshalb beschlossen die Männer und Frauen schon kurz nach der Gründung des Gremium im März 2017, dass sie mit den beiden Grundschulen der Gemeinde zusammenarbeiten wollen.

Seit Herbst 2017 besteht sogar ein Kooperationsvertrag zwischen der Inge-Sielmann-Grundschule Milow und dem Seniorenbeirat.

Zahlreiche Projekte und Aktivitäten haben sie seither unterstützt. Gisela Sattelkau und Rosemarie Ristau gingen noch einen Schritt weiter. Sie haben die Arbeitsgemeinschaft „Aus Omas Zeiten“ ins Leben gerufen, die nun zum festen Angebot der Milower Grundschule zählt.

Den Kindern die Natur näher bringen

Jeden Dienstag treffen sie sich mit fünf Mädchen und vier Jungen der ersten bis dritten Klasse. „Wenn es das Wetter erlaubt, sind wir mit den Kindern draußen. Wir zeigen ihnen, was wir als Kinder gemacht haben und versuchen ihnen die Natur näher zu bringen“, erklärt Rosemarie Ristau.

Im Herbst hatten sie mit den Kindern Eichen und Kastanien gesammelt und diese zum Förster gebracht. Ein anderes Mal brachten die Frauen frisches Obst und Gemüse aus dem Garten mit, um den Kindern zum einen die Vielfalt der heimischen Natur und zum anderen den Unterschied zu den Produkten aus dem Supermarkt zu zeigen.

Sogar selbst gemachtes Apfelmus servierten sie den Kinder. Allerdings mussten sie feststellen, dass dem Nachwuchs der natürliche Fruchtzucker nicht genügt. „Die Kinder sind Zucker offenbar sehr gewöhnt. Apfelmus ohne zusätzlichen Zucker schmeckt ihnen nicht“, so Rosemarie Ristau.

Die Kinder vertrauen sich den Seniorinnen an

Die 66-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass die Zeit mit Kindern auch anstrengend ist und sie manchmal einen strengeren Ton anschlagen muss. „Aber wir sehen auch, dass die Kinder Spaß haben und das ist doch der schönste Lohn.“

Für die neun Mädchen und Jungen sind die beiden Frauen Vertrauenspersonen und eine Art Ersatz-Oma. „Wir merken, dass die Kinder einen sehr großen Gesprächsbedarf haben. Sie vertrauen uns ihre Sorgen an und wir hören ihnen gern zu“, erzählt die 69-jährige Gisela Sattelkau.

Für Schulleiterin Kerstin Wernsdorf ist das ein gutes Zeichen. „Die AG wird gut angenommen, zudem bereichert der Seniorenbeirat mit seiner Unterstützung den schulischen Alltag“, betont Wernsdorf.

Auch die Schule in Großwudicke profitiert vom Seniorenbeirat

Demnächst werden im Schulgarten vier neue Hochbeete aufgestellt, die ebenfalls die Mitglieder des Seniorenbeirats vorbereitet haben. „Wir wollen dann mit den Kindern etwas Obst und Gemüse anbauen. Davon kann später die Koch-AG profitieren“, so Ristau.

Auch die Grundschule in Großwudicke wird vom Seniorenbeirat unterstützt. Hier gibt es zwar keinen Kooperationsvertrag, die Zusammenarbeit läuft aber auch ohne Papier sehr gut.

„Die Kinder bereichern unser Weihnachts- und unser Frühlingsfest mit einem Programm und wir sind zur Stelle, wenn wir für Projekte und Feste gebraucht werden“, berichtet Klaus Sahr.

Von Christin Schmidt

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