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Milower Land Milower feiern 130 Jahre Feuerwehr
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16:13 30.06.2019
Für alle gab es eine Abkühlung aus der Wasserkanone vom Leiterkorb aus 30 Metern Höhe. Quelle: Uwe Hoffmann
Milow

 Mit ihrer Gründung am 2. Juli 1889 ist die Freiwillige Feuerwehr Milow, nach der neun Jahre zuvor gegründeten Wehr in Rathenow, die zweitälteste in der Region. In der Gemeinde Milower Land mit ihren zwölf Wehren kann nur noch Vieritz mit seiner 1907 gegründeten Wehr Milow „das Wasser reichen“. Am Samstag feierten die Milower mit einem Fest an der Inge-Sielmann-Grundschule ihr Jubiläum.

Die Freiwillige Feuerwehr Milow hat ihr 130-jähriges Bestehen gefeiert.

Von den Wehren im Milower Land gratulierten die aus Nitzahn, Jerchel, Knoblauch und ein gemischtes Jugendfeuerwehrteam sowie Kameraden aus Bützer und Premnitz zum 130-jährigen Bestehen. Die Premnitzer brachten ihr „Bronko“-Tanklöschfahrzeug mit der Drehleiter mit. Vom Leiterkorb aus konnten die Gäste den Blick aus einer Höhe von bis zu 33 Metern genießen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen sorgten die Premnitzer Kameraden auch mit der Wasserkanone aus rund 30 Meter Höhe für eine willkommene Erfrischung für die Kinder. Seit dem Elbehochwasser 2013 verbindet die Feuerwehr Milow eine Partnerschaft mit der Wehr in Wust bei Fischbeck.

Der Milower Wehrführer Romano Plege. Quelle: Uwe Hoffmann

Natürlich kamen auch Wuster Kameraden, sechs mit dem Anfang des Jahres neu gewählten Ortswehrleiter Steffen Gottschalk, zum Jubiläum nach Milow. Mit einer Jubiläumstorte mit Schwarzwälder Kirsch/Mandarine/Schoko des Milower Bäckers Wittstock gratulierte Gemeindebürgermeister Felix Menzel im Namen der Gemeinde.

Zum Spaßwettkampf ließen sich die Milower für die vier Teams einen Parcours mit sechs Stationen einfallen. Statt mit moderner Wasserpumpe mussten die Fünfer-Teams mittels historischer, früher pferdegezogener Handpumpe zunächst den Kunststoffbehälter auf dem „Einsatzroller“ mit Wasser füllen. Damit ging es dann über den Slalom-Parcours. Nachdem Gastgeber Milow vorlegte, „schrottete“ bereits das zweite Team Nitzahn/Milow den Anhänger des Rollers.

Jugendwartin Janine Franke. Quelle: Uwe Hoffmann

Aus einem durchlöcherten Plastikrohr musste durch Auffüllen mit Wasser ein Gummifrosch „befreit“ werden. Dafür musste Nitzahn/Jerchel zweimal Wasser nachholen und verlor dadurch viel Zeit. Das dritte Team, die Jugendfeuerwehr, „schrottete“ am Start den Rollerlenker. Da es an der Station „Essen und Trinken“ neben Salzstangen, einem Stück Chili-Schokolade und einer kalten Bockwurst mit Honigsenf auch einen Becher warmes Bier und einen Schnaps zu trinken galt, „opferte“ sich Amtsjugendwart Sven Poser für sein junges Team an dieser Station. „Das ist reudig!“, kommentierte der Kamerad des Teams Nitzahn/Jerchel die Aufgabe an dieser Station.

Bierkästen quer stapeln

Bei der folgenden Station „Schlauchkegeln“ hatten die Gäste aus Wust ihre Probleme. Besser lief es dann wieder an der nächsten Station. Hier galt es im Team zwölf Bierkästen quer zu stapeln. An der letzten Station kam noch einmal die Handpumpe zum Einsatz. Über eine Entfernung von zirka zehn Metern musste mittels Wasserschlauch ein durch ein Teammitglied gehaltener Wassereimer gefüllt werden.

Der Feuerwehrnachwuchs holte mit 8:27 Minuten des Siegerpokal. Gastgeber Milow folgte nur knapp mit 17 Sekunden Rückstand. Nitzahn/Jerchel und Wust belegten mit 14 und 15 Minuten die Plätze 3 und 4.

Stellvertreter wird Wehrführer

Im Herbst 2018 übernahm der bisherige Stellvertreter von Kerstin Hoffmann, Romano Plege, das Amt als neuer Ortswehrführer der 27 aktiven Kameraden. Sein Stellvertreter wurde Marcus Lauersdorf. Der in Premnitz wohnende und in Milow beruflich tätige Kamerad war bereits in Kotzen Ortswehrführer und trat nach seinem Umzug vor fünf Jahren der Milower Wehr bei. Romano Plege trat selbst im Alter von 15 Jahren in die Jugendwehr ein.

Janine Franke bekleidet seit 2013 das Amt der Milower Jugendwartin. Unter den derzeit sieben Mitgliedern sind Julie und Jeremy Knobloch. Auch wenn ihre Eltern nicht in der Feuerwehr sind, setzen die Elfjährige und ihr drei Jahre älterer Bruder seit zwei und fünf Jahren die Familientradition ihres Urgroßvaters fort. Wolfgang Rethel war bis Anfang der 90er Jahre 35 Jahre Ortswehrführer in Milow.

Von Uwe Hoffmann

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