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Milower Land Neuer B-Plan sorgt bei Anwohnern für Unmut
Lokales Havelland Milower Land Neuer B-Plan sorgt bei Anwohnern für Unmut
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19:45 30.12.2019
Investor Uwe Weber will das kleine Waldstück im Kiefernweg in neues Bauland verwandeln. Quelle: Christin Schmidt
Bützer

Immer wieder suchen Häuslebauer auch im Milower Land nach geeigneten Grundstücken, doch das Bauland in der Gemeinde ist knapp. Weil sich das so schnell wie möglich ändern soll, arbeiten die Mitarbeiter des Bauamtes derzeit an 19 Planverfahren.

Dazu gehört auch das Vorhaben des Investors Uwe Weber, der in seinem Heimatdorf Bützer im Kiefernweg Baugrundstücke schaffen möchte.

Die Mitglieder des Ortsbeirats haben dem Vorhaben bereits grünes Licht gegeben. Auch die Mitglieder der Gemeindevertretung stimmten dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan in der letzten Sitzung des Jahres einstimmig zu. Auf Kritik stößt Weber mit seinen Plänen aber bei einigen Anwohner. Die fürchten um den Kiefernwald vor ihrer Tür.

„Ich sehe die Gefahr, dass ein so attraktives Grundstück – am Wald und nahe der Havel gelegen – einfach nur plattgemacht wird“, machte eine Anwohnerin in der letzten Sitzung des Hauptausschusses deutlich.

Sie vermutet, dass in dem Waldstück seltene Vögel leben. Deshalb fordert sie, dass der Baumbestand teilweise erhalten bleibt. Ihr Vorschlag: Der Investor soll großzügige Grundstücke mit Altbaumbestand anbieten.

„Machen wir es doch ähnlich wie Falkensee. Die Stadt hat ihren naturnahen Charakter nicht verändert, ist ihrer Struktur als Gartenstadt treu geblieben und ist zum Wohl der Gemeindekasse die Heimat von äußerst gut betuchten Bürgern“ erklärte die Frau.

Investor plant Ersatzpflanzung mit Laubbäumen

Sie fordert die Gemeinde auf, gemeinsam mit dem Investor Initiativen zu ergreifen, um den Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken. „Ein kluger Bebauungsplan kann dabei helfen, ein besonderes Klientel anzusprechen. Dabei denke ich an Ärzte, die dringend in der Region gebaucht werden“, so die Anwohnerin.

Gegen potente Bauherren hat auch Investor Uwe Weber nichts. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass hier Ärzte und Anwälte herziehen“, so Weber. Er kennt zudem die Bedenken der Anwohner und kann diese durchaus nachvollziehen. Zugleich betont er, dass der alte Baumbestand am Kiefernweg nicht erhaltenswert ist.

„Wenn man dieses kleine Waldstück – eine reine Monokultur – lediglich ausdünnt, haben die Kiefern keine Standfestigkeit mehr und könnten umstürzen. Deshalb ist einer Ersatzpflanzung mit Laubbäumen sinnvoller“, erklärt der Investor seine Pläne.

Naturschutzbehörde wird einbezogen

Er macht auch deutlich, dass die rund 12 000 Quadratmeter, die in Bauland verwandelt werden sollen, nicht zubetoniert werden. Wie groß die einzelnen Grundstücke am Ende werden, ergebe sich ohnehin erst aus dem B-Plan, der nun erstellt werden soll, und hänge auch von den Interessen der Bauherrn ab.

Dabei wird unter anderem die Untere Naturschutzbehörde einbezogen, die beurteilt, ob hier tatsächlich gefährdete Arten leben, so Weber. Er weist auch daraufhin, dass es sich um einen Lückenschluss handelt. Links und rechts befinden sich bereits Wohngebiete.

„Es ist doch so: Es gibt sehr viele Bauwillige. Die Frage ist nur, ziehen die Leute nach Ferchesar, Spaatz oder anderswo hin oder bauen sie im Milower Land“, betont Uwe Weber.

Auch Bürgermeister Felix Menzel (SPD) meint, die Schaffung von Bauland ist wichtig für die Gemeinde. „Sollte das Verfahren ergeben, dass hier gebaut werden kann, würde das den Wohnungsmarkt in der Gemeinde entlasten. Denn wir haben kaum noch Parzellen, die veräußerbar sind“, so Menzel

Von Christin Schmidt

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