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Milower Land Kanu-Verein sucht neues Zuhause
Lokales Havelland Milower Land Kanu-Verein sucht neues Zuhause
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16:45 29.10.2019
Roger Lewandowski (Mi.) mit Winfried Ganzer (r.) Felix Menzel (2.v.r.), dem Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (l.), Philipp Günther (2.v.l.) und Katarzyna Debicka am Biwakplatz in Milow. Quelle: Christin Schmidt
Milow

Drei Ämter, fünf amtsfreie Städte und fünf Gemeinden gehören zum Landkreis Havelland. Um den Überblick zu behalten, welche Themen die einzelnen Gemeinden bewegen, wo es Probleme gibt und welche Fortschritte gemacht werden, nimmt sich Landrat Roger Lewandowksi (CDU) regelmäßig Zeit, die Bürgermeister und Amtsdirektoren zu besuchen.

Sein jüngster Besuch führte den Landrat am Montag ins Milower Land, wo er von Bürgermeister Felix Menzel (SPD) und Milows Ortsvorsteher Winfried Ganzer im Feuerwehrauto durch einige Ortsteile chauffiert wurde.

Ganze sechs Stationen standen auf dem Programm, darunter das Baufeld am Springberg und der Standort für die neue Kita in Milow sowie das fast fertige Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrhalle in Buckow. Alles Projekte, die eindrücklich den Fortschritt in der Gemeinde zeigen.

Kanu-Verein verliert Bleibe in Premnitz

Felix Menzel nutzte die Gelegenheit aber auch, um Probleme anzusprechen. Dazu führte er den Landrat mit seiner persönlichen Referentin Katarzyna Debicka zum Biwakplatz in Milow, wo der Vorsitzende des Vereins Kanusport Premnitz, Philipp Günther, wartete.

„Unser Verein sucht dringend ein neues Zuhause“, machte Günther unumwunden klar. Das alte Domizil in Premnitz muss der Verein Ende des Jahres verlassen. Der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.

Nun hoffen Günther und seine Mitstreiter, den Biwakplatz in Milow nutzen zu können. Felix Menzel befürwortet diese Idee. Allerdings gibt es da noch ein Problem.

Landrat will nach Lösung suchen

Der Verein benötigt Unterstellmöglichkeiten für die Kanus und würde gern verschließbare Überseecontainer aufstellen. Eine Bauvoranfrage beim Landkreis fiel allerdings negativ aus, weil dafür eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig sei – Kostenpunkt etwa 10 000 Euro.

„Da sind wir schnell an unseren Grenzen“, machte der Vereinsvorsitzende deutlich. Weil es an der Havel keine anderen Grundstücke gibt, die sich der Verein leisten kann, könnte es das Aus für den Kanusport in Premnitz und Milow bedeuten.

„Wir müssen schauen, was möglich ist“, versprach Roger Lewandowski und schlug einen Vororttermin mit den Verantwortlichen vor, um Details um mögliche Lösungsansätze zu besprechen.

Verkehrsinsel soll Raser stoppen

Ein weiteres Problem sprach Felix Menzel zwischen Milow und Neu Dessau an. Auf der schnurgeraden Straße wird zu schnell gefahren. Einen entsprechenden Nachweis hatte der Bürgermeister auch gleich parat: Eine zehntägige Geschwindigkeitsmessung aus dem Monat September.

Die zeigt, dass bei knapp 1000 Fahrzeugen pro Tag etwa 70 Prozent die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Menzels Idee, eine Verkehrsinsel einzurichten, nahm der Landrat positiv auf und versprach, diese Möglichkeit zu prüfen.

Ein vorzeitiges Dankeschön durfte sich der Landrat bei der Jerchel Feuerwehr abholen. Die Kameraden freuen sich auf ein neues Fahrzeug, das im Dezember geliefert werden soll und über ein Förderprogramm des Landkreises finanziert wird.

Ein Blick auf das Geschwindigkeitsprotokoll zeigt, zwischen Milow und Neu Dessau wird gerast. Quelle: Christin Schmidt

Eine wichtige Unterstützung für eine Gemeinde wie das Milower Land, die mit ihren Ortswehren ein Gebiet von rund 160 Quadratkilometern abdecken muss und dafür entsprechende Technik braucht.

Mit dem Feuerwehrautor aber ohne Blaulicht und Sirene fuhr der Bürgermeister mit den Landrat auch in Neu Dessau vor. Dort betreibt Familie Kühne eine Ferienwohnung. „Ein tolles Beispiel für sanften Tourismus“, lobte Menzel.

Derweil erklärte Bernd Kühne, wie er den alten Stall nach und nach selbst ausgebaut hat. „Hier war früher der Kuhstall“, sagte Kühne und führte den Landrat ins Schlafzimmer. Mit der Auslastung ist Bernd Kühne sehr zufrieden.

Roger Lewandowski bewundert das zum Blumenständer umfunktionierte Fahrrad vor dem Haus der Familie Kühne in Neu Dessau. Quelle: Christin Schmidt

„Es kommen viele Gäste, die zur Buga hier waren und nun sehen wollen, was aus der Region geworden ist. Auch Monteure nutzen die Ferienwohnung gern“, so Kühne. Im Frühjahr 2013 hatte er die Wohnung, die Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder bietet, erstmals vermietet.

Am späten Nachmittag verabschiedete sich Felix Menzel hoffnungsfroh vom Landrat. „Ich finde es wichtig, dass man sich über Probleme und gemeinsame Aufgaben nicht nur am grünen Tisch austauscht, sondern sich die Sachen auch vor Ort anschaut. Und ich bin mir sicher, dass es mit der Unterstützung des Landrats auch die eine oder andere Lösung geben kann.“

Von Christin Schmidt

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