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Milower Land Saatgutbörse im Naturparkzentrum
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16:11 31.03.2019
Hans-Joachim König und FÖJ-lerin Lara Dolgner luden zur Saatguttauschbörse ein. Quelle: Uwe Hoffmann
Milow

 Zum sechsten Mal veranstalteten die Besucherzentren der Brandenburger Naturparke am Wochenende zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit ihren Aktionstag „Uhr auf Natur“. Das Zentrum des Naturparks Westhavelland lud an beiden Tagen bei freiem Eintritt in seine Ausstellung ein.

Nach der ersten Saatguttauschbörse, in Kooperation mit dem VERN (Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg), Ende Januar hatten die Besucher am Samstag erneut die Möglichkeit, Samen von Tomaten, Kürbissen und anderem Gartengemüse sowie Gartenblumen zu tauschen oder zu kaufen.

Seltene Tomaten als Hobby

Seltene Tomatensorten sind das Hobby des Nabu-Vorsitzenden im Westhavelland, Tino Wachowiak. Allein Samen von rund 30 seiner Tomatensorten wurden zur Saatguttauschbörse angeboten. Dazu gehören die „Rote Johannisbeere“, eine Cherry-Tomate oder die mehrere hundert Gramm schwere „Ananas-Tomate“ aus den USA. Neben den typisch roten Tomaten gibt es gelbe wie die französische „Cerise“ oder die braun-schwarze „Braune Pflaume“ aus Russland. Rund 100 Tomatensorten, auch für den Balkon, bietet VERN.

Lara Dolgner, die seit Oktober 2018 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Naturparkzentrum ableistet, hat vor einigen Wochen vier der alten Sorten, wie „Orange Russian“, ausgesät und daraus jeweils ein halbes dutzend Pflanzen gezogen. Die 18-Jährige aus Bamme hat selbst einen kleinen Garten, den sie gern pflegt.

Züchter von Kürbissen

Ein Hobby des Besucherzentrum-Mitarbeiters Hans-Joachim König ist das Züchten vielfältiger Kürbissorten. Neben dem bekannten „Roten Zentner“ bot der Rathenower auch Samen des länglichen „Pink Banana” und eine birnenförmige Kalebasse, den „Flaschenkürbis” an. „Zur Samentauschbörse im Januar waren sehr viel Interessierte da“, so König. „Die meisten Hobbygärtner haben sich wohl schon mit Samen eingedeckt.“

Hans-Joachim König mit einem Besucher der Ausstellung. Quelle: Uwe Hoffmann

Im Gemeinschaftsprojekt „Vielfalt in aller Munde“ zum Erhalt der Artenvielfalt von Nutz-, aber auch Zierpflanzen und deren Austausch kooperiert der Nabu-Regionalverband mit dem VERN sowie dem Kleingartenverband Westhavelland, dem Auenhof in Parey sowie dem Kolonistenhof Großderschau. Zum Obstbaumblütenfest am 27. April und zum Milower Bauernmarkt am 22. September lädt das Besucherzentrum erneut zu Saatguttauschbörsen ein.

Seit 1. April hat das Besucherzentrum des Naturparks täglich, außer mittwochs, bis zum 31.Oktober 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Uwer Hoffmann

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