Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Milower Land Standortsuche für Mobilfunkmasten
Lokales Havelland Milower Land Standortsuche für Mobilfunkmasten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 12.06.2018
Bürgermeister Joachim Tessenow ist froh, dass Kleßen-Görne nun endlich eine stabile Mobilfunkversorgung bekommen soll.
Bürgermeister Joachim Tessenow ist froh, dass Kleßen-Görne nun endlich eine stabile Mobilfunkversorgung bekommen soll. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Kleßen-Gorne

Schon einige Jahre bemüht sich die Gemeinde Kleßen-Görne um eine stabile Mobilfunkversorgung für ihre Ortsteile und die Umgebung. Lange Zeit hat sich nichts getan. Kein großer Mobilfunkanbieter war bereit das Problem zu lösen. Kleßen-Görne blieb ein weißer Flecken auf der Versorgungskarte und damit in einem Mobilfunkloch.

Nun geht es schnell

Doch nun geht alles schnell voran für eine Lösung. Anfang Mai erhielt Bürgermeister Joachim Tessenow die in Kleßen-Görne lang ersehnte Nachricht, die Gemeinde bekomme endlich eine stabile Mobilfunkversorgung.

Die Deutsche Telekom hatte dem Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann mitgeteilt, das Mobilfunkloch schließen zu wollen. Zuvor hatte das Unternehmen der Gemeinde und dem Amt auf Anfragen immer mitgeteilt, dass eine Lösung für die dünn besiedelte Region im Ländchen Rhinow aus wirtschaftlichen Gründen erst nach dem Jahr 2020 möglich sei.

Lösung steht an

„Die Deutsche Telekom hat der Gemeinde und dem Amt aber auch immer wieder erklärt, dass sich an den Unternehmensplänen etwas ändern könnte, insbesondere für eine stabiles Mobilfunknetz“, erklärte Telekom- Pressesprecher Georg von Wagner die Zusage für Kleßen-Görne nun doch früher eine Lösung schaffen zu wollen.

Der Zusage aus Berlin folgte nun eine Vorort-Begehung mit der Telekom in Kleßen-Görne. „Das Treffen ist erfolgreich verlaufen“, sagen Bürgermeister und Amtsdirektor. „Für beide Orte haben wir uns mit der Telekom auf Standorte zur Errichtung von Mobilfunkmasten verständigen können.“ In Kleßen soll der Sende- und Empfangsmast für Smartphone &Co auf den Hof eines Kuhstalls am Büttnerweg gestellt werden, in Görne am Briesener Weg. Noch in diesem Sommer sollen beide Mobilfunkmasten stehen.

Immer wieder Politiker

Bürgermeister und Amtsdirektor holten in den letzten Jahren immer wieder Bundes- und Landespolitiker in die Gemeinde. Die Gäste sagten stets zu, helfen zu wollen, damit das Mobilfunkproblem in der Region zu lösen. So kam der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) im Rahmen seiner „Funkloch-Tour“ vorbei. Auch der SPD-Landespolitiker Ralf Holzschuher kam.

Mit seinem Funkloch weckte Kleßen-Görne auch das Interesse der Medien. Die MAZ berichtete mehrmals von den Sorgen der Einwohner mit dem Mobilfunk und den Bemühungen der Gemeinde um eine Lösung.

Anfragen aus Schweden und Japan

Ein Fernsehsender aus Dänemark kam und berichtete über das Mobilfunkloch in der kleinen nicht einmal 500 Einwohner zählenden Gemeinde im Havelland. Der Beitrag wurde auch in Japan gesendet. Nun hat sich eine Korrespondentin einer schwedischen Tageszeitung bei Joachim Tessenow gemeldet. Sie will berichten, wie das Mobilfunkloch nun geschlossen wird. Joachim Tessenow bleibt gelassen und lacht: „Da muss man ein Mobilfunkloch vorzeigen, um Medienerfahrung zu sammeln.“

Allerdings erzählen die Ereignisse der vergangenen Wochen auch eine andere Geschichte. Nämlich die, dass es sich lohnt, unermüdlich in einer Sache, die wichtig ist, am Ball zu bleiben. Zwar ist Kleßen-Görne nur ein weißer Fleck auf der brandenburischen Mobilfunkloch-Karte. Aber der ist bald verschwunden. Hartnäckigkeit zahlt sich aus, weiß Bürgermeister Tessenow jetzt.

Von Norbert Stein