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Milower Land Verstärkung in der Verwaltung: Ab sofort gibt’s wieder Knöllchen
Lokales Havelland Milower Land Verstärkung in der Verwaltung: Ab sofort gibt’s wieder Knöllchen
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07:14 31.10.2019
Josefine Friedel, Doreen Stutz, Andrea Thormann und Antje Köhler (v.l.) verstärken ab sofort das Team in der Milower Verwaltung. Quelle: Christin Schmidt
Milow

Felix Menzel (SPD), Bürgermeister im Milower Land, und sein Team setzen auf Frauenpower. Gleich vier neue Mitarbeiterinnen verstärken ab sofort die Verwaltung der Gemeinde.

Doreen Stutz leitet jetzt das Ordnungsamt. Die 33-Jährige lebt in Vieritz und war zuvor 17 Jahre lang in der Verwaltung der Stadt Brandenburg/Havel tätig. Ihr zur Seite steht Andrea Thormann, die außerdem den Bereich Gewerbe unterstützt und sich um das Archiv und das Fundbüro kümmert.

Antje Köhler aus Fohrde ist neue Kassenleiterin. Die 50-Jährige bringt Erfahrungen im Bereich Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen und Controlling mit und war bisher in der freien Wirtschaft tätig.

Verwaltungsarbeit umstrukturiert

Josefine Friedel aus Hohennauen unterstützt jetzt das Einwohnermeldeamt und kümmert sich auch um das Bestattungs- und Friedhofswesen. Die gelernte Verwaltungsfachangestellte schloss 2017 ihre Ausbildung in der Verwaltung der Gemeinde Wusterhausen/Dosse ab.

Damit arbeiten nun zwölf Frauen und sechs Männer in der Gemeindeverwaltung. Die Neubesetzungen waren nötig, weil zwei Kollegen in den Ruhestand gehen.

Zudem wechselt eine Mitarbeiterin in den Schulbereich und nicht zuletzt war eine Umstrukturierung nötig, so der Bürgermeister. Diese hat unter anderem zur Folge, dass künftig wieder ein Mitarbeiter des Ordnungsamts in der Gemeinde unterwegs ist, um den ruhenden Verkehr zu kontrollieren.

Den Parksündern auf der Spur

Diesen Job übernimmt Andrea Thormann. Vor der 41-Jährigen sollten sich Parksünder also ab sofort in Acht nehmen, denn sie hat die Befugnis, Knöllchen zu verteilen. „Wir fangen aber erst einmal sachte an und arbeiten präventiv, schließlich gab es in der Gemeinde 15 Jahre lang keine Strafzettel“, erklärt die neue Verwaltungsmitarbeiterin.

Sie wird sich in ihrer Arbeit zunächst auf Schwerpunkte konzentrieren. Dazu gehört der Bereich vor dem Postshop, wo häufig Autos auf dem Gehweg stehen. „Auch vor der Schule werde ich mich umsehen. Hier parken immer wieder Bürger im absoluten Halteverbot“, weiß Andrea Thormann.

Wer in der Milower Friedensstraße auf dem Gehweg parkt, muss künftig mit einem Knöllchen rechnen. Quelle: Winfrid Ganzer

Die 41-Jährige ist keine Unbekannte in der Gemeinde. Sie ist in Vieritz aufgewachsen und wohnt heute in Milow. 2016 wechselte sie von der freien Wirtschaft in die Verwaltung, war unter anderem in der Bußgeldstelle der Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark tätig und freut sich, dass sie nun in ihrem Heimatort einen neuen Job gefunden hat.

Und der ist recht abwechslungsreich. Die Tätigkeit auf der Straße macht dabei nur einen kleinen Teil ihrer Arbeit aus. Andrea Thormann entlastet auch Sebastian Bült, der sich bisher um die Bereiche EDV und Gewerbe kümmerte.

Alles richtig gemacht: Wer so parkt und den Gehweg freilässt, bekommt auch keinen Strafzettel. Quelle: Winfrid Ganzer

„Die Anforderungen in der EDV sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Wir wollen unter anderem die Digitalisierung in den Schulen voranbringen, so wie es der ,Digitalpakt Schule’ des Bildungsministeriums vorsieht. Dazu kommt die digitale Rechnungslegung, die Umsetzung der Datenschutzrichtlinie und einiges mehr. Deshalb soll benötigen wir hierfür künftig eine volle Stelle“, so Menzel.

Mit der Verstärkung im Ordnungsamt erfüllt die Verwaltung auch ein Anliegen der Bürger. „Lange Zeit gab es den Wunsch, die Arbeit auf der Straße wieder aufzunehmen. Auch weil sich die Beschwerden über Parksünder häuften, ohne dass wir dem nachgehen konnten. Das wird sich nun ändern. Zudem können wir jetzt auch die Ordnungspartnerschaft mit der Polizei vertiefen“, freut sich Menzel.

Die vier Frauen, die sich im Bewerbungsverfahren durchsetzten, haben sich inzwischen gut eingearbeitet und fühlen sich wohl in ihrem neuen Job. „Wir haben einen netten Chef und ein tolles Team. Es fühlt sich an, wie eine große Familie“, sagt Andrea Thormann und die anderen drei stimmen ihr zu.

Von Christin Schmidt

Winfrid Ganzer hat wieder in Archiven gestöbert, historische Bilder zusammengetragen und mit Menschen gesprochen. Das Ergebnis ist der dritte Band seiner Heimatbuchreihe „Milower Historisches“.

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