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Havelland Das Bienenmuseum zieht um
Lokales Havelland Das Bienenmuseum zieht um
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18:20 14.03.2018
Im vergangenen Sommer besuchte die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Linke) Henri Kraatz in seinem Möthlower Bienenmuseum. Im Herbst musste Kraatz das Museum aus gesundheitlichen Gründen schließen. Quelle: C. Schmidt
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Möthlow

Wenn der Name Möthlow fällt, dann denken viele Havelländer an das Bienenmuseum. Und bei Bienenmuseum Möthlow springt der Gedanke gleich zu einem Namen: Henri Kraatz. Der 79-Jährige ist eine Institution in der Region. Er betreibt das einzige Bienenmuseum im Land Brandenburg. Und wer sich einmal in diesem Wunderland umgesehen hat, in dem die Geschichte der Imkerei greifbar wird, der wird das Museum nicht so schnell vergessen. Sogar Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich in dem Museum schon umgesehen. Und der war nicht nur beeindruckt von den rund 900 Ausstellungsstücken zur Imkerei. Vor allem die fachkundigen Erläuterungen von Henri Kraatz hatten es dem SPD-Spitzenpolitiker angetan.

Doch seit einigen Monaten ist die Tür zur Scheune, in der Kraatz seine Sammlung präsentiert, verschlossen. Kraatz geht es gesundheitlich nicht so gut. Zwar versucht er seit einigen Wochen, wieder auf die Beine zu kommen, aber die Kraft, das Bienenmuseum zu leiten, fehlt ihm. Da kam ihm ein Angebot gerade recht. Steffen Krebs, der gerade dabei ist, Karls Erlebnisdorf in Elstal aufzubauen, wurde auf das Bienenmuseum aufmerksam. Und nachdem er sich selber einmal in Möthlow umgesehen hatte, stand für ihn fest: Diese Sammlung würde perfekt in das Konzept des Erlebnis-Dorfes passen.

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Nach ein paar Gesprächen mit Henri Kraatz ist die Sache seit einigen Tagen unter Dach und Fach. „Wenn wir am 1. Mai in Elstal unsere Türen öffnen, werden die Ausstellungsstücke zur Imkerei, die uns Henri Kraatz überlassen hat, eine echte Attraktion sein“, sagt Krebs. An einem Ausstellungskonzept werde derzeit gearbeitet. Es gebe schon viele gute Ideen, aber zu viel verraten wolle er jetzt noch nicht. Eines sei aber sicher: „Die Exponate aus Möthlow werden in Elstal einen würdigen Rahmen erhalten.“

Henri Kraatz ist über diese Entwicklung sehr erleichtert. Er habe sich in den vergangenen Monaten oft den Kopf darüber zerbrochen, was aus dem Museum werden solle. Dann kam das Angebot aus Elstal. Ganz leicht gefallen sei ihm die Entscheidung nicht, das Museum an seinem Standort in Möthlow aufzugeben, sagt Kraatz. „Immerhin ist das mein Lebenswerk“. Aber da er derzeit nicht in der Lage sei, die Sache weiterzuführen, freue er sich über das Angebot aus Elstal. Und da es bei Karls Erlebnishof auch darum gehe, das ländliche Leben zu würdigen, passe das doch sehr gut. Genau so sieht das Steffen Krebs. „Die Sammlung aus Möthlow wird es uns ermöglichen, den Besuchern Informationen rund um die Biene anschaulich zu präsentieren.“

Unmittelbar neben Sielmanns Schaugehege in Elstal entsteht derzeit das Erlebnisdorf mit einem Bauernmarkt inklusive rustikaler Hof-Küche, mit Manufakturen, in denen Marmelade, Seife, Bonbons und Backwaren produziert werden, einer Traktorbahn und einer Wellenrutsche sowie vielen Tieren. Vier Erlebnisdörfer gibt es bereits: Das Stammhaus im mecklenburgischen Rövershagen, sowie jene auf Rügen, in Warnsdorf bei Lübeck und in Warnemünde. Die Investitionssumme in Elstal liegt bei rund sieben Millionen Euro, 45 Menschen sollen beschäftigt werden. Die Eröffnung findet am 1. Mai statt. Mit Henri Kraatz als Ehrengast.

Von Markus Kniebeler

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