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Havelland Museum feiert Jubiläum mit besonderer Schau
Lokales Havelland Museum feiert Jubiläum mit besonderer Schau
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18:07 21.02.2018
Modezeichnungen von Irena und Marlene von Rügen sind in der Ausstellung zu sehen. Quelle: Hans-Peter Theurich
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Falkensee

„Sie fragen sich vielleicht, was machen die Museumsleute eigentlich den ganzen Tag? Unsere Aufgabe ist Sammeln und Bewahren“, sagte Gabriele Helbig in ihrer Einführungsrede zur aktuellen Ausstellung „Fünfundzwanzig Jahre – Fünfundzwanzig Geschichten“. Freitag feierte das Museum der Stadt Falkensee sich selbst: Seit 1992 ist es in der Falkenhagener Straße 77 angesiedelt. Bürgermeister Heiko Müller sprach von einer wahren Erfolgsgeschichte des Museums. Es ist berühmt für seine umfangreiche Dauerausstellung.

Schnell wird bei einem Rundgang durch die Galerie klar, dass die Sammlung nicht nur von Leiterin Gabriele Helbig und den Mitarbeitern Heide Reuter und Bert Krüger gepflegt wird, sondern von vielen Spenden lebt. Das sind oft Dachbodenfunde, wenn ein Haus seinen Besitzer wechselt. So kam ein Karton voller Briefe, Fotografien und Dokumente aus der Ringstraße 72 zu Tage. Dort wohnten die Modezeichnerinnen Irena und Marlene von Rügen. Beide waren durch ihr Atelier für Stoffmalerei bekannt. Die Schätze in der Schachtel geben Auskunft über die Familie, Irenas Vater war der Opernsänger Leonid von Rügen und feierte in 20er-Jahren Erfolge. In der Schau sind vier Zeichnungen zu sehen. Elegante Tages- und Abendkleider angelehnt an den Pariser Chic der 50er-Jahre mit weiten Röcken und Glockenhüten.

Führungen

Die Ausstellung läuft bis zum 4. März.

Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Die Entwürfe von Irena von Rügen sind erstmals öffentlich ausgestellt. Sie stehen symbolisch für alle Spenden aus dem Jahr 2014, so wie die anderen 24 Exponate jeweils das Jahr zwischen 1992 bis 2017 repräsentieren, in dem sie in die Sammlung kamen.

Viola Kroll hat Kindheitserinnerungen an das alte Fachwerkhaus in der Falkenhagener Straße 77. „Mein Mann Lothar und ich sind beide Ur-Falkenseer. Als das Museum noch ein Wohnhaus war, habe ich dort mit meinen Schulfreundinnen gespielt. Damals gab es in dem Gebäude noch ein Plumpsklo. Meine Familie hat drei Häuser daneben gewohnt.“ Die Krolls betrachteten eingehend das Lasten- und Lieferfahrrad der Marke Diamant um 1940. Mitarbeiter der Druckerei Keutel benutzten es, um ihre Kunden zu beliefern. Paul Keutel gründete die Firma in den 20er-Jahren, sie existierte bis in die 1990er-Jahre.

Die geborene Falkenseerin Brigitte Hirche entdeckte ihre Schwester Anita Hänel auf einem Gruppenfoto des Georgi-Dimitroff-Ensembles vor der Erweiterten Oberschule Falkensee im Jahr 1972. „Ich war in der Sprecher-Gruppe der EOS, wir haben die Konzerte des Orchesters moderiert, Gedichte rezitiert und Sketche aufgeführt“, erzählte die Zahnärztin. Sie lebt heute in Rheinsberg und besucht oft ihre Familie in der Gartenstadt.

Wie das Fachwerkhaus vor einem Vierteljahrhundert zum Museum wurde, erläuterte die ehemalige Dezernentin Helga Werder in ihrem Grußwort. Das Gebäude stand leer und die Museumsmacher fanden darin eine neue Behausung. Nach notwendigen Umbauten und Renovierungen zog dann im November 1992 das Heimatmuseum Falkensee ein.

Von Judith Meisner

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