Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Nauen 2,8 Millionen Euro für neue Rettungsfahrzeuge
Lokales Havelland Nauen 2,8 Millionen Euro für neue Rettungsfahrzeuge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 20.09.2018
Die Rettungswache Nauen ist eng mit der Havellandklinik verbunden. Quelle: Foto: Andreas Kaatz
Nauen/Falkensee

Der Landkreis Havelland investiert 2,8 Millionen Euro in neue Rettungsfahrzeuge. Gestern wurde die Bestellung für die Fahrzeuge der neuen Generation ausgelöst. Der Fuhrparkwechsel ist Teil des Masterplanes 2020 für den havelländischen Rettungsdienst, der jetzt erarbeitet wird.

Uneinheitliche Regelung

Wie dringend der notwendig ist, zeigen die Daten der letzten Zeit. Vor Jahren war das Havelland der beste Flächenkreis, wenn es um den Rettungsdienst ging. Plötzlich war er in einer Statistik der schlechteste im Land, erreichte nur zu 80 Prozent die Vorgaben. Allerdings war das mit den Vorgaben so eine Sache. Während sich das Havelland an die 15-Minuten-Hilfsfrist hielt, die sich aus dem Rettungsdienstgesetz des Landes ergeben, setzten viele andere Landkreise auf die Landesdienstplanverordnung, die eben 17 Minuten ansetzt. „Gesetz und Verordnung müssen wieder angeglichen werden“, forderte gestern Henning Kellner, Zweiter Beigeordneter des Landkreises Havelland.

Zahl der Einsätze verdreifacht

Aber auch unabhängig von dem ungünstigen Statistikvergleich, haben die Havelländer seit 2014 die hohen Ziele nicht mehr erreicht. Ziel ist es, in 95 Prozent aller Fälle in 15 Minuten nach dem Hilferuf vor Ort zu sein. Dabei sind die Anforderungen an den Rettungsdienst des Havellandes erheblich gewachsen. Seit 2001 hat sich die Zahl der Einsätze verdreifacht: auf 22816 im vergangenen Jahr.

Hilfe für Nachbarn

Warum sich die Hilfszeiten verlängert haben, sahen sich die Verantwortlichen genau an. Dabei zählt eben manchmal jede Sekunde. Fast 40 Sekunden gehen verloren, weil wegen der Datenschutzverordnung die Daten erst verschlüsselt und dann wieder entschlüsselt werden müssen. Oft sind Rettungswagen des Havellandes bei Nachbarn unterwegs: die Falkenseer in Berlin, die Friesacker im Ostprignitz-Ruppin. Auch die inneren Abläufe wurden untersucht.

Bildung von zwei Wachen

Im Masterplan sind Dinge zur Verbesserung der Situation gebündelt. Ein Mosaik von großen und kleinen Maßnahmen ist entstanden. Der Kauf neuer Fahrzeuge und der Neubau von Wachen gehören dazu, so werden für Brieselang und Stechow neue Standorte angestrebt. Mehr Klarheit soll es in der Organisationsstruktur ab 1. Januar geben. Aus den bisher drei werden dann zwei Wachen gemacht: statt Falkensee, Nauen und Rathenow wird es dann die Wachen Osthavelland und Westhavelland geben. Tarifgehalt und Ausbildungsmöglichkeiten sollen bei der nicht einfachen Personalgewinnung helfen. Das Rotationsprinzip soll dafür sorgen, auch die Mitarbeiter der kleinen Wachen auf höchstem fachlichen Niveau zu halten. „Die neuen Fahrzeuge werden mit Telemedizin ausgestattet sein“, sagte Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland Kliniken und der Rettungsdienst Havelland GmbH, so kann der Rettungsdienst vor Ort den Facharzt konsultieren.

Ersthelfer gefragt

„Wir wollen aber nicht nur über Technik und Hilfsfristen reden“, sagt Petra Wilke, Chefärztin für Notfallmedizin und Geschäftsführerin der Rettungsdienst Havelland GmbH. Sondern auch über Laien-Reanimation und Ersthelfer. Da stünde das hoch technisierte Deutschland nicht sehr gut da im europäischen Vergleich. Wieder einmal sind es die Skandinavier, die Niederländer und Schweizer, die da Maßstäbe setzen. Erste-Hilfe-Ausbildung bereits im Kindesalter hat dort sehr viel gebracht.

Von Marlies Schnaibel

Der Behindertenverband Osthavelland und der Blinden- und Sehbehindertenverband ziehen eine Zwischenbilanz nach drei Ortsbegehungen. Weiterhin gibt es viel zu tun, etwa bei der Trauerhalle auf dem Friedhof.

19.09.2018

Als ausgleichenden Menschen bezeichnet sich Daniela Zießnitz, die seit August neue 1. Beigeordnete in der Nauener Stadtverwaltung ist. Die 50-Jährige will auch künftig CDU-Stadtverordnete in Falkensee bleiben und bei den Wahlen 2019 erneut kandidieren.

18.09.2018

Teilweise viel zu hohe Nitratwerte fanden Mitarbeiter vom VSR Gewässerschutz in Proben von Brunnenwasser, die Bürger Anfang Juni bei einer Veranstaltung in Nauen angegeben hatten. Nicht nur zum Trinken ist dieses Waser nicht mehr geeignet.

18.09.2018