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Nauen Behindertenverband kämpft für mehr Barrierefreiheit
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17:48 19.09.2018
Auch im Jahr 2017 hatte der Behindertenverband Osthavelland die Nauener Straßen in puncto Barrierefreiheit unter die Lupe genommen. Quelle: Foto: Marotzke
Nauen

 Jedes Jahr nehmen der Behindertenverband Osthavelland und der Blinden- und Sehbehindertenverband die Nauener Straßen in Sachen Barrierefreiheit ganz genau unter die Lupe. In diesem Jahr haben die Verbände jedoch auf eine Ortsbegehung verzichtet und stattdessen eine Bilanz der vergangenen drei Jahre gezogen. „Wir wollten einmal schauen, was uns in den Jahren so aufgefallen ist und was davon inzwischen vielleicht auch behoben wurde“, erklärte Bodo Jannasch, Vorsitzender des Behindertenverbandes.

Verband wird einbezogen

Dabei blickte Jannasch auch auf die Erfolge zurück. So sei der Behindertenverband besonders gut in die Planung des barrierefreien Stadtbades einbezogen worden. „Hier wurden unsere Anregungen gut aufgenommen“, lobte er. Ebenso kam der Verband bei den Umbaumaßnahmen der neuen Räumlichkeiten für die Nauener Tafel zu Wort, um am neuen Standort einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. „Unser Vorschlag, eine Rampe zu installieren wurde schnell und unkompliziert umgesetzt“, erinnerte sich Jannasch. Etwas langsamer geht es hingegen an anderen Stellen voran. So würde sich der Behindertenverband im Scheunenweg einen Fußgängerüberweg wünschen. Die entsprechende Notwendigkeit haben die Mitglieder des Verbandes bereits bei ihrer Begehung im Jahr 2015 angemerkt. Passiert ist bis heute jedoch nichts und wird so schnell wohl auch nicht. „Ich sehe das Problem genauso wie Sie, sehe aber die Voraussetzungen für einen Überweg dort nicht gegeben“, erklärte Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN).

Hamburger Straße wird 2019 erneuert

Positive Nachrichten gab es hingegen für die Hamburger Straße, die der Verband bei seinem Rundgang im vergangenen Jahr stark moniert hatte. Im kommenden Jahr soll mit den Bauarbeiten zum Straßenneubau begonnen werden. Die beiden Verbände sollen rechtzeitig in die Planung mit einbezogen werden, um ihre Wünsche zu äußern.

Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung übrigens an der Entwicklung eines Leitfadens für barrierefreie öffentliche Räume. „Wir wollen ein einheitliches System schaffen, nach dem zum Beispiel alle Bushaltestellen einheitlich ausgestattet werden sollen“, kündigte Christoph Atymiak, Sachgebietsleiter Grün- und Verkehrsflächen der Stadt Nauen, an. Das Konzept benötige allerdings noch etwas Zeit.

Trauerhalle noch nicht barrierefrei

Natürlich ließen es sich die Mitglieder der beiden Verbände, trotz diesjähriger Bilanzierung, nicht nehmen, aktuelle Probleme zur Sprache zu bringen. „Ich werde immer wieder darauf angesprochen, dass die Trauerhalle auf dem Friedhof nicht barrierefrei ist“, sagte Monika Leppien, die selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Die drei Stufen vor dem Gebäude seien für viele eingeschränkte Bürger ein Hemmnis, überhaupt den Friedhof oder eine Beerdigung zu besuchen, obwohl sie dies gerne täten.

In Berge habe es eine ähnliche Situation gegeben, erklärte Manuel Meger. Dort konnte mit einer mobilen Rampe Abhilfe geschaffen werden. Eine derartige Lösung sei auch für Nauen denkbar.

Von Danilo Hafer

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