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Nauen Malreisen zu märkischen Alleen
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13:01 30.06.2019
Peter Berndt stellt Malerei im Schloss Ribbeck aus: Bei diesem üppigen Wald nahe Rathenow scheinen die Farben fast zu explodieren. Quelle: Aussteller
Ribbeck

Ein Maler unterwegs auf den Straßen in Brandenburg. Auch mal anderswo, aber meist in Brandenburg. Hier findet Peter Berndt immer wieder seine Motive. Eine Reihe seiner Bilder ist jetzt in der Galerie des Schlosses Ribbeck zu sehen.

Mit „Wege übers Land, Fontane gefolgt“ ist die Ausstellung überschrieben. Galeristin Petra Lange hat die Bilder ausgewählt: Motive, die Peter Berndt bei seinen Reisen durchs Land eingefangen hat: die Autofähre Ketzin, der Wald bei Rathenow, die Allee bei Ribbeck.

Wanderungen mit dem Auto

Seine Wanderungen sind Autowanderungen. Er fährt durchs Land, durch die Alleen, saugt sich voll mit Bildern, Farben, dem Rhythmus der Baumstämme. Im heimischen Atelier, an einer viel befahrenen Straße in Berlin, werden daraus meist großformatige Bilder. Seit Jahrzehnten wird Peter Berndt nicht müde, Alleen zu malen. Keine Straße, kein Tag ist wie der andere.

Peter Berndt stellt Malerei im Schloss Ribbeck aus Quelle: Aussteller

Peter Berndt wurde 1937 in der Oberlausitz geboren, er ging in den 1950er-Jahren nach Westberlin, studierte an Hochschule für Bildende Künste Berlin und war Meisterschüler, schon 1964 erhielt er den 1. Preis der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin und den Villa-Massimo-Preis Rom. Er fühlte sich der realistischen Malerei enger verbunden als der abstrakten, gehörte zum Künstlersonderbund und zum Verein Berliner Künstler. Bis 2002 wirkte er als Dozent an der Hochschule der Künste Berlin.

Landschaft als zentrales Thema

Zur Allee als Thema für eine Werkgruppe fand der Maler schon vor Jahrzehnten. Die Landschaft wurde schon in den 1970er-Jahren zentrales Thema in der Malerei von Peter Berndt.

Mit expressiver Farbigkeit gibt er den Bäumen Kraft und Dynamik, die klar machen: Diese Bäume sind mehr als Statisten am Rande eines von Menschen gemachten Verkehrsweges. Den Verkehrsweg spart der Maler auf fast allen seiner Bilder nicht aus, Fahrbahnmarkierungen und Leitplanken stärken die Suggestion der sich endlos dehnenden und autolosen Straße. Als wären Straße und Allee ein Geschenk, gemacht für den einzelnen – für den Maler oder für den Betrachter der Bilder.

Kunstvoll inszeniert

Dabei wird die Landschaftsmalerei für Peter Berndt immer mehr auch zum Medium, um Geschwindigkeit und Bewegung darzustellen. „Landschaft- und Naturstücke existieren nun als variantenreiche Farbüberlagerungen, im schwungvollen Duktus gesetzt“, sagt Galeristin Petra Lange zu seinen Arbeiten, „kaum sind sie noch von dokumentarischem Charakter. Das Sujet ist kunstvoll inszeniert.“

Die Ausstellung mit Malerei von Peter Berndt ist im Schloss Ribbeck bis zum 6. Oktober zu sehen. Das Haus mit Café, Museum und Restaurant ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Restaurant hat montags Ruhetag.

Von Marlies Schnaibel

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