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Nauen Mehr Werbung für die Altstadt nötig
Lokales Havelland Nauen Mehr Werbung für die Altstadt nötig
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20:14 18.09.2018
Daniela Zießnitz ist seit August die neue 1. Beigeordnete in Nauen. Derzeit lernt sie erst einmal die Stadtverwaltung kennen. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Eines hat Daniela Zießnitz schon sehr bald feststellen können, nachdem sie im August ihre Stelle als 1. Beigeordnete angetreten hat: „Nauen ist eine Stadt, die viel zu bieten hat – auch Geschichte und eine schöne Altstadt. Sie ist liebenswert, aber nicht so bekannt.“ Künftig will sie mit dafür sorgen – im Zusammenspiel mit dem Tourismusverband Havelland – dass Nauen und seine historische Mitte bekannter werden.

Momentan befindet sich Daniela Zießnitz, die Nachfolgerin von Marion Grigoleit ist, mitten in der Einarbeitungs- und Kennenlernphase, wie sie sagt. Jeden Tag erfährt die Vize-Bürgermeisterin mehr über die Nauener Stadtverwaltung und ist dabei noch lange nicht am Ende. Denn ihr Aufgabenfeld ist groß, reicht von Personal über Finanzen, Kultur und Tourismus bis hin zu Demografie und Seniorenarbeit.

Vorher in der Senatsverwaltung gearbeitet

„Derzeit bin ich dabei, die Arbeitsabläufe und Themen kennenzulernen“, sagt die 50-Jährige, die vorher in der Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin gearbeitet und Konzepte für die Gewinnung und Motivation von Personal erarbeitet hat. Eine Arbeit, die ihr Spaß machte, bei der es aber eher um die Theorie der Personalentwicklung ging. „Hier in Nauen kann ich direkt etwas bewegen, kann die Früchte der Arbeit konkret greifen“, sagt sie.

Befürchtungen von Mitarbeitern, dass sie jetzt alles umkrempeln wird, entkräftet sie jedoch umgehend: „Ich bin keine Frau für Schnellschüsse. Mein Eindruck ist, dass die Verwaltung sehr gut aufgestellt ist.“ Große Baustellen in Sachen Personal sieht sie derzeit nicht – was nicht heißt, dass in Zukunft hier und da nachjustiert werden könnte. Und auch beim Stadtetat sei kein Handlungsbedarf zu erkennen. „Seit Jahren hat Nauen einen ausgeglichenen Haushalt und auch für die Zukunft sieht es gut aus. Der Haushalt 2019 ist sehr gut vorbereitet“, sagt Daniela Zießnitz.

Richarthof wird mit Leben erfüllt

Gelegenheit, sich mit der Altstadt zu beschäftigen, gab es für die Falkenseerin kürzlich bei der Eröffnung des Richarthofes. „Ich hatte den Vorteil, den Hof in dem Moment zu übernehmen, als er fertig war. Es hat mich schon beeindruckt, was dort geschaffen wurde mit sehr hohem Aufwand und viel persönlichem Einsatz. Jetzt kommt es darauf an, das Objekt mit Leben zu erfüllen“, so die Vizebürgermeisterin.

Außerdem will sie mit dazu beitragen, das Zusammenwachsen von Kernstadt und Ortsteilen zu befördern. „Ich habe mir vorgenommen, die Ortsteile zu besuchen und mit dem Ortsbeiräten zu sprechen.“

Seit 2003 in der Stadtverordnetenversammlung

Daniela Zießnitz kennt sich aber nicht nur in Verwaltungen aus, sondern kennt auch die andere Seite. Seit 2003 sitzt die CDU-Politikerin in der Stadtverordnetenversammlung Falkensee sowie im Kreistag. Letztere Tätigkeit wird sie in Kürze aufgeben müssen, Stadtverordnete will sie aber weiterhin in Falkensee sein und plant, bei den Kommunalwahlen 2019 erneut zu kandidieren.

Dass sie die legislative Seite kennt, sieht sie durchaus als Vorteil für ihre Beigeordnetenarbeit. „Ich weiß somit, was die Nauener Stadtverordneten von der Verwaltung erwarten“, sagt sie. Oftmals fehle das Verständnis für die Zwänge des anderen. Sie möchte jedenfalls dazu beitragen, dass sich das ändert, dass die Distanz zwischen den zwei Akteuren abgebaut wird. „Ich bin ein ausgleichender Mensch und versuche eine Lösung zu finden, die beiden Seiten gerecht wird“, sagt sie.

Von Andreas Kaatz

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