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Nauen Nur drei Frauen im Stadtparlament
Lokales Havelland Nauen Nur drei Frauen im Stadtparlament
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15:23 30.05.2019
Das Rathaus in Nauen. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Rund ein Drittel der Nauener Stadtverordneten wird das erste Mal am großen Tisch im Rathaussitzungssaal Platz nehmen, wenn in Kürze zur konstituierenden Sitzung eingeladen wird. Das betrifft unter anderem die Vertreter der drei Parteien, die neu ins höchste Nauener Gremium eingezogen sind.

Dazu gehören die vier Stadtverordneten der AfD, die erstmals dort vertreten ist. Neu sind auch die beiden Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, Sonja Hermann und Heiko Raschke. Hinzu kommt der FDP-Abgeordnete Guido Müller, für den es allerdings mehr eine Rückkehr ist: Der Klein Behnitzer war bereits von 2008 bis 2012 Stadtverordneter in Nauen, damals für die LWN.

Zwei Neuzugänge

In der SPD-Fraktion sind im Wesentlichen alte Bekannte vertreten, die Erfahrungen in der Kommunalpolitik mitbringen – allen voran Oliver Kratzsch. Aber es gibt auch zwei Neuzugänge. Darunter ist einer, den viele aus einem anderen Grund kennen: Der Groß Behnitzer Landgut-Inhaber Michael Stober will sich jetzt aktiv in die Kommunalpolitik einbringen. Die vierköpfige CDU-Fraktion wird künftig durch Wilhelm Paul Wieland verstärkt, der 1992 geboren und damit jüngster Stadtverordneter ist.

Die Funkstadt Nauen hat eine neue Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die MAZ hat die Mitglieder in einer Bildergalerie zusammengestellt.

Völlig ohne Neuzugang geht indes die Ländliche Wählergemeinschaft Nauen (LWN) in die neue Legislaturperiode. Die sieben Stadtverordneten waren allesamt auch vorher schon an den kommunalen Entscheidung in der SVV beteiligt – ebenso wie Dirk Peters von den Bauern. Es wird wohl wieder eine gemeinsame Fraktion geben. Und auch Raimond Heydt hat es erneut in die Stadtverordnetenversammlung geschafft – als einziger seiner Listenvereinigung, mit der er angetreten war.

Bestes Ergebnis

Die LWN erzielte bei den diesjährigen Kommunalwahlen das beste Ergebnis – insbesondere dank des Einsatzes von Bürgermeister Manuel Meger, der erfolgreich mit seinem Bekanntheitsgrad warb, aber natürlich kein Mandat annehmen kann. Er holte 1822 Stimmen und damit die meisten eines Einzelkandidaten.

Von den letztlich im Stadtparlament vertretenen Kandidaten schnitt indes Oliver Kratzsch (SPD) mit 1468 Stimmen am besten ab, gefolgt von Eckart Johlige (CDU) mit 1179 Stimmen und Michael Grube (AfD) als Newcomer mit 1135 Stimmen. Ebenfalls mehr als 1000 Stimmen holte Susanne Schwanke-Lück (Linke): 1003. Sie bringt reichlich Erfahrungen in der Kommunalpolitik mit. Im Übrigen ist sie nur eine von drei Frauen, die es in das Gremium geschafft haben. 13 hatten sich beworben.

Es ist bunter geworden

Letztlich ist die Nauener Stadtverordnetenversammlung jetzt bunter geworden, es gibt mehr Fraktionen. Somit müssen sich Antragsteller noch mehr als bisher bemühen, für bestimmte Themen Mehrheiten zu finden. Der Abstimmungsbedarf unter den Fraktionen wird größer.

Von Andreas Kaatz

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