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Nauen Erste öffentliche E-Ladestation am Kreishaus Nauen
Lokales Havelland Nauen Erste öffentliche E-Ladestation am Kreishaus Nauen
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14:43 19.02.2020
Jens Horn (l.) von der EMB und Henning Kellner haben die neue E-Ladesäule bei der Inbetriebnahme gleich getestet.
Jens Horn (l.) von der EMB und Henning Kellner haben die neue E-Ladesäule bei der Inbetriebnahme gleich getestet. Quelle: privat
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Nauen

Direkt vor dem Bürgerservicebüro in Nauen hat der Landkreis Havelland die erste öffentliche Ladesäule für Elektromobile in Betrieb genommen. Sie verfügt über zwei Ladepunkte mit jeweils 22 Kilowatt Ladeleistung. „In 2019 wurde für den Landkreis ein Elektromobilitätskonzept erstellt, das dabei helfen soll, die Elektromobilität im Havelland zu befördern“, sagt Kreis-Umweltdezernent Henning Kellner. Pilotprojekt sei diese Ladesäule. Das Vorhaben wurde vom Bund gefördert.

Strom aus 100 Prozent Wasserkraft

Den Zuschlag für Bau und Betrieb der Ladesäule bekam die Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB). Geschäftsführer Jens Horn: „Den Aufbau sowohl unseres eigenen Ladesäulen-Netzes in Westbrandenburg als auch die Unterstützung von Mobilitätskonzepten der öffentlichen Hand sehen wir als Teil einer umweltschonenden Verkehrswende.“ Um wirklich eine annähernd CO2-freie Elektromobilität zu ermöglichen, liefere die EMB über ihre Ladestationen ausschließlich Strom aus 100 Prozent Wasserkraft.

Tanken auch ohne Karte

Die beiden Ladepunkte vor dem Kreishaus in Nauen sind mit dem Stecker Typ 2 ausgestattet. Wer dort Strom tanken möchte, kann Karten der mehr als 200 Ladenetz.de-Partner sowie von Roaming-Partnern des Ladenetz.de-Verbundes nutzen. Aber auch das spontane Laden ohne Karten ist möglich. Dazu muss mit einem Smartphone ein QR-Code an der Ladesäule gescannt und der Ladevorgang über die Ladeapp von Ladenetz.de online gestartet werden. Bezahlt wird per Kreditkarte.

Im Januar 2020 waren im Landkreis Havelland 257 Elektro-Fahrzeuge gemeldet. „Als nächstes werden wir die im Landkreis verfügbaren E-Ladepunkte in unser Geoportal integrieren, so dass die Verfügbarkeit sichtbarer wird“, verrät Kellner. Der Landkreis plane bereits die Errichtung zweier weiterer Elektro-Ladesäulen in Friesack und Ribbeck.

Von Jens Wegener