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Nauen Fontane soll Besuchermagnet bleiben
Lokales Havelland Nauen Fontane soll Besuchermagnet bleiben
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20:35 10.01.2020
Geschäftsführer Matthias Kühn in Ribbeck an einer der Stelen, die entlang der Fontaneroute aufgestellt wurden. Sie geben Auskunft über Sehenswürdigkeiten und Geschichten in den Orten, die Fontane auf seinen Wanderungen einst besucht hat. Quelle: Andreas Kaatz
Ribbeck

Mit dem vergangenen Tourismusjahr ist Matthias Kühn, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Havelland, durchaus zufrieden. „2019 war ein ganz gutes Jahr. Dabei konnten wir feststellen, dass Fontane.200 der absolute Träger war. Das hat man bei den Besucherzahlen durchaus gemerkt“, schätzt er ein.

So seien die Übernachtungszahlen in der Reiseregion Havelland, zu der neben dem gleichnamigen Landkreis auch die Stadt Brandenburg an der Havel und Teile Potsdam-Mittelmarks gehören, leicht gestiegen. Mit Stand Oktober stellte Kühn ein Plus von 1,7 Prozent fest, obwohl der Mai 2019 vom Wetter her nicht so gut und die Besucherzahl in dem Monat entsprechend niedriger als 2018 war.

Radroute soll bekannter gemacht werden

Und der reiselustige Dichter soll auch in diesem Jahr eine bedeutende Rolle in der Tourismuswerbung spielen. „Fontane hat das Potenzial, Leute herzuziehen. Wir werden das Thema deshalb auch weiterhin laut bespielen, um neue Angebote noch mehr bekannt zu machen“, kündigte Kühn an.

So hofft er, dass die Fontane.Rad-Route, die auch durchs Havelland führt, von Ausflüglern noch mehr als bisher genutzt wird. So sollen beispielsweise Anbieter an der Strecke auch mit Hilfe von Workshops ermuntert werden, die Route mehr für sich zu nutzen. „Es gibt beispielsweise schon einige Gastronomen, die ein Fontane-Menü auf der Karte haben“, sagt Kühn.

Beratung wird angeboten

Hilfreich sei zudem, wenn etwa Hoteliers ihren Gästen ein Fontane-Gummibärchen oder ein Stück Seife mit dem Konterfei des Dichters aufs Kopfkissen legen. Doch es gebe noch viele weitere Möglichkeiten. Kühn und sein Team bieten an, Interessenten zu beraten.

Um die Radroute bei den Touristen publik zu machen, sollen auch Filmchen gedreht werden über Orte, die Fontane einst besucht hat. Die Videos werden dann im Internet auf Facebook und Instagram abrufbar sein.

Fotowettbewerb geplant

„Im Frühjahr wollen wir außerdem mit einem Fotowettbewerb starten“, sagt Matthias Kühn. Radler, die die Strecke abfahren, können ihre besten Aufnahmen einschicken. Als Preise sollen Übernachtungs- und Gastronomie-Gutscheine winken.

Der Wettbewerb war eigentlich schon für 2019 geplant. Doch weil die Stelen mit Informationen zu den jeweiligen Orten erst im Frühherbst aufgestellt werden konnten, wurde das Vorhaben verschoben. Zudem ist Geocaching entlang der Route eine von mehreren Ideen, die bei einem Kreativworkshop im Dezember entwickelt wurden.

Wanderbroschüre in Vorbereitung

Unabhängig von Fontane befindet sich derzeit eine Wanderbroschüre in Arbeit. Voraussichtlich zum Sommer soll sie verfügbar sein. „Es dauert noch etwas, weil eine Bloggerin die Strecken vorher abläuft und testet“, sagt Kühn. 20 Touren sind geplant, die kürzeste führt über zwei Kilometer, die längste über eine Strecke von mehr als 20 Kilometer.

„Wir sind zwar nicht so eine große Wanderregion. Aber wir wurden häufig von Gästen und Anbietern gefragt, ob wir nicht auch Wandervorschläge unterbreiten können“, sagt Kühn. So kann man bald unter anderem auf dem Lilienthalpfad (3,4 km) wandern, über 10 Kilometern im Bereich Ketzin/Paretz, im Bredower Forst (3 km), um den Gülper See (2 km) oder 5 Kilometer lang auf dem Waldwichtelpfad in Schönwalde-Glien.

Werbung auf der Grünen Woche

Der Tourismusverband Havelland wird auch in diesem Jahr wieder auf der Grünen Woche in Berlin vertreten sein und für die Reiseregion werben. Dort soll es dann auch den brandneuen Veranstaltungskalender geben. Weitere überarbeitete Werbematerialien sind dann für potenzielle Gäste im März auf der Tourismusbörse in Berlin zu haben.

Derzeit sind die Mitarbeiter des Tourismusverbandes dabei, unter anderem die Imagebroschüre „Reisezeit“ mit vielen Tourtipps zu überarbeiten. Auch die Karte zu den regionalen Produkten von Anbietern aus dem Havelland wird aktualisiert, ebenso die Wasserwanderkarte.

Außerdem sollen die 5000 Euro Preisgeld aus dem IHK-Wettbewerb „Region Zukunft“, die das Projektteam Fontane.Rad erhalten hat, dafür verwendet werden, um die Broschüren zum Radweg nachzudrucken. „Die sind sehr gut gelaufen“, meint Matthias Kühn.

Von Andreas Kaatz

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