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Nauen Gelungene Premiere des Verkehrssicherheitstages
Lokales Havelland Nauen Gelungene Premiere des Verkehrssicherheitstages
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15:51 26.09.2019
Noch etwas wackelig: Schüler der Arco-Grundschule machten beim Verkehrssicherheitstag in Nauen mit. Quelle: Jens Wegener
Nauen

Für einige der Drittklässler der Nauener Arco-Grundschule war es das erste Mal, dass sie auf einem Fahrrad saßen. Manche taumelten mit dem Bike etwas, aber sie schlugen sich wacker auf dem kleinem Parcours, den die Verkehrswacht Donnerstag auf dem Parkplatz neben dem Freizeit-und Generationenzentrum aufgebaut hatte. „Wir freuen uns, wenn die Kinder früh Radfahren können und so die Unfallgefahr minimiert wird“, sagte Peter Spors, Geschäftsführer der Verkehrswacht im Havelland.

Auf Wunsch der Bürger

Zuvor hatte Nauens Vize-Bürgermeisterin Daniela Zießnitz den ersten Verkehrssicherheitstag der Stadt eröffnet. „Mehrere Bürger hatten im Vorfeld die Frage gestellt, ob man nicht mal etwas rund um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr organisieren könnte. Wir sind dem nachgekommen und hoffen, dass es diese Veranstaltung vielleicht jeder Jahr einmal geben wird.“

Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger

Als Partner hatte die Stadtverwaltung neben der Verkehrswacht die örtliche Feuerwehr, die Barmer-Krankenkasse und die Polizeidirektion Havelland gewonnen.

Das Codieren der Räder ist gefragt

Der größte Andrang am Vormittag herrschte am Stand der Polizei, wo Karsten Hirsch und seine Kolleginnen eine kostenlose Geräte-Codierung anboten. „Wir können nicht nur Räder codieren, auch andere technische Geräte wie Rasenmäher“, so der Polizist. Allerdings war von einem Rasenmäher weit und breit nichts zu sehen. Zu denen, die ein Rad mitgebracht hatten, gehörte Ulrich Franz aus Nauen. „Es ist das Fahrrad meiner Frau. Das Vorgängermodell ist in Nauen gestohlen worden, deshalb lasse ich das neue nun mit einer Nummer versehen“, sagte der Rentner. Während Karsten Hirsch eine lange Nummer in dem Rahmen verewigte, erzählte er: „Die Nachfrage nach solch einer Codierung steigt enorm. Bei der letzten Aktion der Polizei hier in Nauen kamen 80 Radbesitzer.“

Respekt vorm toten Winkel

Einige Meter weiter erklärte Feuerwehrmann Marcel Meintzer den Arco-Schülern, was ein „toter Winkel“ ist und wie sie sich als Fußgänger und Radfahrer verhalten sollten, wenn sie neben einem Lkw oder Feuerwehrauto stehen. Nicht nur der kleine Theo war erstaunt, dass der Fahrer vor allem kleine Kinder im Seitenspiegel fast gar nicht sehen kann. Marcel Meintzer bedauerte nur, dass sich keine Erwachsenen an der Station „Toter Winkel“ blicken ließen, wo doch viele erwachsene Radfahrer an Abbiege-Unfällen mit Lkw beteiligt sind.

Verkehrswacht hofft auf Geld vom Kreis

Herbert Müller und einige Kollegen der Verkehrswacht zeigten derweil den Schulkindern, von welcher Seite man auf das Rad aufsteigt, wie man den Fahrtrichtungswechsel anzeigt, ohne gleich umzukippen. „Ein bis zweimal pro Jahr sind wir in den Grundschulen im Havelland und bereiten die Kinder auf die Fahrradprüfung vor“, sagte Peter Spors. Er hofft, dass der Landkreis auch im nächsten Jahr die finanzielle Unterstützung der Verkehrswacht fortsetzt.

Von Jens Wegener

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