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Nauen Grünes Licht für Wohngebiet „Schmiedeweg“
Lokales Havelland Nauen Grünes Licht für Wohngebiet „Schmiedeweg“
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16:43 14.05.2019
Fünf Hektar sollen in Groß Behnitz zwischen Schmiedeweg und Schusterweg bebaut werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen/Groß Behnitz

 Die Chance, dass das neue Wohngebiet am Schmiedeweg im Nauener Ortsteil Groß Behnitz tatsächlich realisiert wird, ist gestiegen. Mit deutlicher Mehrheit – 14 mal Ja, achtmal Nein, bei zwei Enthaltungen – fassten die Nauener Stadtverordneten am Montagabend in der letzten Sitzung vor dem Ende der Legislaturperiode den Satzungsbeschluss zum gleichnamigen Bebauungsplan. Gleichzeitig stimmten sie dem städtebaulichen Vertrag und dem Erschließungsvertrag mit dem Investor zu. Jetzt wird der Bebauungsplan beim Landkreis Havelland zur Genehmigung eingereicht.

Ursprünglicher Plan wurde geändert

Um das von den Brüdern Mathias und Henning Jung beabsichtigte Bauvorhaben hat es im Ortsbeirat in Groß Behnitz und in den Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung in den vergangenen Monaten immer wieder kontroverse Diskussionen gegeben. In deren Folge hatten die Investoren den ursprünglichen Plan geändert, genauer gesagt die beanspruchte Fläche verkleinert.

Maximal 45 Häuser

In der jetzigen Fassung geht es um etwa 45 Häuser auf einer Gesamtfläche von fünf Hektar. „Wir wollen das Wohngebiet in zwei Bauabschnitten realisieren“, sagte Mathias Jung. Er unterstrich Montagabend zum wiederholten Mal, dass sowohl die Erschließung des Gebietes gesichert sei als auch dass es keine Altlasten auf den Flächen gebe. „Es liegen Gutachten vor, die das belegen“, so Mathias Jung.

Anwohner des Schuster- und des Schmiedeweges hatten bis zuletzt versucht, das Wohnprojekt zu verhindern. Unter anderem wegen der Verkehrsanbindung. Auch die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung schloss sich diesen Argumenten an.

Bauamtsleiter weist Vorwürfe zurück

Doch Bauamtsleiter Bert Lehmann versicherte: „Es wurde alles geprüft. Alle beteiligten Behörden, wie das Landesumweltamt und die Untere Naturschutzbehörde, haben nichts gegen das Projekt.“ Er reagierte Montagabend auch auf Anschuldigungen von Anwohnerin Ilse Gerlach, die der Stadtverwaltung vorwarf, nur die Absichten des Investors zu unterstützen. „Sie können sich sicher sein: Wir haben in dem städtebaulichen Vertrag alles im Sinne der Stadt Nauen abgesichert und festgeschrieben. Wir sind nicht die Interessenvertreter bestimmter Gruppen.“

Es ist die Chance zu wachsen

Abgeordneter Raimond Heydt (Piratenpartei) begründete, warum er dem Wohnprojekt positiv gegenübersteht: „Wir brauchen Entwicklung und Belebung in den Dörfern. Dieses Wohngebiet ist eine Chance für Groß Behnitz zu wachsen, selbst wenn das einigen wenigen Anwohnern nicht gefällt.“ Uwe Bublitz (LWN) erinnerte daran, dass es in Wachow derzeit zehn Anfragen von Bauwilligen gebe, aber keine Baugrundstücke: „Neue Bürger sind doch eine Bereicherung für jeden Ort“.

Von Jens Wegener

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