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Nauen Hier bauen die Kids ihre eigene Stadt
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07:52 19.07.2018
In der Kinderstadt legen die Nachwuchshandwerker selbst Hand an. Quelle: Danilo Hafer
Nauen

 Das Arbeiten mit dem Akku-Schrauber macht Louis am meisten Spaß. „Ich habe heute schon die Wände und das Dach des Rathauses gebaut“, sagt der Neunjährige.

Kinderstadt am Rande der Gartenkolonie

Dabei hat er natürlich nicht am echten Nauener Rathaus geschraubt. Gemeinsam mit insgesamt 24 anderen Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren baut Louis in dieser Woche eine Kinderstadt im Liebfrauenweg in Nauen auf. Die Stadt hat für das Projekt ein kommunales Grundstück in der Kleingartenanlage zur Verfügung gestellt. Dort können sich die Kinder auf rund 900 Quadratmetern handwerklich austoben. Alles unter der Aufsicht der Caritas.

„Wir haben am Montag zunächst damit begonnen Ideen zu sammeln, welche Gebäude die Kinder gerne bauen möchten“, sagt Betreuerin Laura Dessel. Per Abstimmung wurden schließlich die besten Vorschläge ermittelt.

Auch die Abdichtung der Dächer bringen die Kinder selbst an. Dabei werden sie von Jugendbetreuern unterstützt. Quelle: Danilo Hafer

Ein Rathaus, ein Einkaufsladen und ein Restaurant mit Bar sollen bis Ende dieser Woche gebaut werden. Bevor es jedoch losgehe konnte, mussten erst noch Regeln für das Verhalten auf dem Gelände besprochen werden. „Wir sind hier ja schließlich auf einer Baustelle und arbeiten mit richtigen Werkzeugen“, so Dessel.

Bis Freitag soll alles fertig sein

Seither wird an allen Ecken des Grundstücks gebuddelt, gehämmert und gesägt, damit die Häuser im Kleinformat bis Ende der Woche auch wirklich fertig werden. Fleißig mit dabei ist auch die neunjährige Larissa. Am Mittwoch war sie für die Vermessung der Holzlatten zuständig, die hinterher an die Fassade des Rathauses angebracht werden sollten. „Das Messen hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich sehr konzentrieren musste, damit am Ende alles passt“, sagt sie.

Die Kinder, die alle aus unterschiedliche Ecken von Nauen und den Ortsteilen kommen, seien inzwischen zu einem gutem Team zusammengewachsen. Das war jedoch nicht von Anfang an so. „Zu Beginn wollte jeder alles machen, das führte zu Streit“, sagt Larissa.

Nachdem sich die Kinder und die Betreuer aber noch einmal zusammengesetzt und über die Probleme, die aufgetaucht sind, gesprochen haben, waren die Fronten geklärt und jeder wusste , was er zu tun hat.

Kinder sollen Teamgeist entwickeln

Genau das sei eines der Ziele dieser Woche und des Aufbaus der Kinderstadt. „Die Kinder sollen lernen, im Team zu arbeiten und sich abzustimmen. Im Grunde geht es darum, ein Verständnis für Demokratie zu entwickeln“, sagt Betreuerin Dessel. Nicht zuletzt fördere der Bau der Kinderstadt auch das handwerkliche Geschick der Kinder.

Bis Freitag soll alles fertig sein, sodass nur noch letzte Hand an die Kleinigkeiten angelegt werden muss. „Für Samstag laden wir zu einem Fest, an dem alle Eltern und auch die Nachbarn aus der Kleingartensiedlung teilnehmen können“, so Dessel. In den kommenden zwei Wochen, soll die Kinderstadt dann bespielt werden. „Perspektivisch soll das Projekt auch in andere Hände übergeben werden, weg von der Caritas“, so Dessel.

Caritas sucht Kooperationspartner

Derzeit sucht die Caritas noch Kooperationspartnern, die Ideen für Projekte in der kleinen Stadt haben.Finanziert wird die Kinderstadt über einen Zuschuss vom Landkreis Havelland und Geld von der Stiftung Frauenverein der heiligen Hedwig.

Von Danilo Hafer

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