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Nauen Standesamtspläne: Kritik von der SPD
Lokales Havelland Nauen Standesamtspläne: Kritik von der SPD
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19:21 05.10.2018
Auch künftig kann in Nauen geheiratet werden, allerdings mit Einschränkungen. Quelle: Fotolia
Nauen

Gegen die geplanten Einschränkungen im Bereich des Nauener Standesamtes (MAZ berichtete) wendet sich die SPD. Vor allem, dass die Möglichkeit der Eheschließungen in den Außenstellen im Schloss Ribbeck und auf dem Landgut beschnitten werden soll, stößt auf Missfallen.

Es schadet dem Ruf des Standesamtes

„Diese Maßnahme schwächt die touristischen Leuchttürme der Stadt, schadet nachhaltig dem mittlerweile guten Ruf des Standesamtes und ist so nicht hinnehmbar“, sagt der Nauener SPD-Fraktionschef Oliver Kratzsch. Gerade die gestiegene Anfrage nach Trauungen in den Außenstellen Ribbeck und Groß Behnitz zeige die Beliebtheit „dieser wunderschönen Orte in der Stadt Nauen“.

Es sei aber auch festzustellen, dass mit den Einschränkungen der Trauungen für die Nebenstellen ein erheblicher wirtschaftlicher Verlust einhergehe. Insbesondere gelte dies für das Schloss Ribbeck, „welches mit viel Engagement und Haushaltsmitteln des Landkreises Havelland zu dem gemacht wurde, was es heute ist“.

Verwaltung macht es sich zu einfach

„Die Verwaltung macht es sich aus meiner Sicht zu einfach, indem Angebote schlicht gestrichen werden“, so Kratzsch. „Es erschließt sich mir bisher nicht, ob tatsächlich alle Möglichkeiten der internen Aufgabenverteilung beispielsweise durch Organisationsuntersuchungen geprüft wurden. Es wären aus meiner Sicht auch Modelle der interkommunalen Zusammenarbeit mit anderen Kommunen des Landkreises denkbar“. Dabei könnten sich Kommunen insbesondere im Bereich des Personenstandswesens gegenseitig unterstützen und durch Vereinbarungen Aufgaben an andere Aufgabenträger übertragen.

Mit Hilfe der interkommunalen Zusammenarbeit könnte man laut Kratzsch weiterhin die Aufgabe erfüllen und so den schwer erarbeiteten „guten Ruf“ des Standesamtes der Stadt erhalten.

Von Andreas Kaatz

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