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Nauen Durch Zufall zur Feuerwehr gekommen
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18:16 31.10.2019
Feuerwehrfrau Marie-Christin Wegner aus Klein Behnitz. Quelle: Norbert Faltin
Klein Behnitz

„Eigentlich ist es dem Zufall zu verdanken, dass ich im Jahre 2011 zur Feuerwehr gegangen bin“, sagt Marie-Christin Wegner, die in Wustermark als Erzieherin arbeitet. „Damals waren meine Familie und ich auf einem Feuerwehrfest in Klein Behnitz. Die Kameraden hatten zu dieser Zeit eine Wettkampfmannschaft ’Löschangriff nass’ aufgestellt“, sagt sie.

„Meine Freundin fragte mich, ob nicht Lust hätte mitzumachen. Anfangs wollte ich ja nur in der Wettkampf-Mannschaft mitmachen, aber der damalige Ortswehrführer stand dann schon da mit einem Aufnahmeantrag für die Freiwillige Feuerwehr. Und damit war die Sache schnell in Sack und Tüten“, erzählt sie.

Alle zwei Wochen Unterricht

Seit 2014 ist die Mutter einer kleinen Tochter Jugendwartin in der Einheit Groß Behnitz. Der Mädchenanteil ist dort größer als der der Jungs; bei der Erwachsenenfeuerwehr ist es umgekehrt. „Aus logistischen Gründen setzt sich die Jugendfeuerwehr Behnitz aus dem Ortsteil Groß Behnitz und dessen Gemeindeteil Quermathen sowie dem Ortsteil Klein Behnitz zusammen. Der Unterricht findet alle zwei Wochen für zwei Stunden statt“, berichtet sie.

Generell sei das Miteinander von Männer und Frauen super. „Da gibt es keine Hierarchien wie früher, wo gesagt wurde: Die Frauen sind zum Bockwurstkochen und Kaffeemachen da. Jeder macht den gleichen Job – ob in der Ausbildung oder später im Einsatz.“

Höhepunkt im Dorfleben

Zu tun gibt es für die Feuerwehrleute reichlich. Ob Oster- und Herbstfeuer oder den „Weihnachtsmarkt der Vereine“, bei dem sich alle Groß-Behnitzer Vereine in der Fahrzeughalle treffen. „Der Fußballverein grillt, wir sorgen für die Getränke, die Kita schließt sich mit einem Kuchenbasar an und der Heimatverein macht den Glühwein.“

Ein echter Höhepunkt für das Dorfleben eben. „Die Jugendfeuerwehr hat auch viele zuverlässige Unterstützer, die unsere Arbeit fördern, wie beispielsweise Janetta Cordier, Henning und Mathias Jung oder die Firma Wernicke Transporte aus Nauen“, lobt die Jugendwartin.

Bei Einsätzen derzeit kaum dabei

Durch ihren Beruf und ihre dreijährige Tochter Ida steckt sie im Gegensatz zu früher bei den Feuerwehreinsätzen zeitlich etwas zurück. „Zudem ist mein Freund Marius Strauch Ortswehrführer in Klein Behnitz und wird dadurch häufig alarmiert. Hauptsächlich kümmere ich mich daher um die Jugendfeuerwehr und helfe beim Organisatorischen bei den Festen, so gut es eben geht“, berichtet sie. Bei Einsätzen wie der Bombenentschärfung in Nauen, könne sie die Betreuung von Ida rechtzeitig planen.

Für Marie-Christin Wegner gab es Einsätze, an die sie nicht gerne zurückdenkt. So wie der 2014, als bei einem schweren Unfall zwei Menschen ums Leben kamen: „Wir wurden morgens um fünf zu einem Einsatz gerufen. Der Pieper zeigte auf seinem Display lediglich an, dass es einen Verkehrsunfall mit Personenschaden gab – nicht aber das ganze Ausmaß des Unfalls.“

Psychologische Betreuung wichtig

„Unser Ortswehrführer hat damals sehr gut reagiert und hat uns einen Moment Zeit gegeben, um uns auf die bevorstehende Situation mental vorzubereiten. Er hatte über Funk erfahren, was geschehen ist“, erinnert sie sich. „Das hatte mir damals sehr geholfen, den Anblick, der sich mir kurz darauf bot, besser zu verarbeiten. Generell kümmert sich die Stadtverwaltung sehr um die psychologische Betreuung der Kameradinnen und Kameraden, wenn dies erforderlich ist“, unterstreicht sie.

„Die positiven Eindrücke, die man als Feuerwehrfrau erlebt, überwiegen aber. So wie beim Hochwassereinsatz im Juni 2013 in Fischbeck an der Elbe. Dort haben die Feuerwehr und die Bundeswehr Sandsäcke am Deich gestapelt. Auch wenn man das Hochwasser nicht verhindern konnte – das Gefühl, wie alle Beteiligten Hand in Hand zusammenarbeiteten, war einfach überwältigend“, schwärmt sie.

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