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Nauen Hanna und Louis waren die beliebtesten Baby-Namen
Lokales Havelland Nauen Hanna und Louis waren die beliebtesten Baby-Namen
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20:12 25.01.2019
Eines der Babys, die im Vorjahr geboren wurden: Reka aus Nauen. Quelle: First Moment
Nauen

Wenn im vergangenen Jahr Zwillinge auf die Welt kamen, dann vor allem in der Klinik Nauen. Fünf Mal konnten die frischgebackenen Eltern gleich zwei Kinder nach der Entbindung auf dem Arm halten. In zwei Fällen waren es ausschließlich Mädchen, zwei Mal gab es ein gemischtes Doppel und einmal waren die Jungen unter sich. In der Klinik Rathenow hatten es die Hebammen hingegen nur mit einer Zwillingsgeburt zu tun. Ein Mädchen und ein Junge erblickten dort kurz hintereinander das Licht der Welt.

Das Jahr 2018 war für die Geburtenstationen der Havelland Kliniken allerdings ein dramatisches. Wie berichtet, musste der Kreißsaal in Nauen zum 1. Oktober überraschend geschlossen werden. Es gab zu wenig Hebammen. Ein normaler Betrieb der Geburtenstation ließ sich damit nicht mehr aufrecht erhalten. Viele werdende Mütter waren erbost.

Weniger Babys als in Rathenow

So hielt sich die Zahl der Geburten in Nauen in dem Jahr zwangsläufig in Grenzen, lag unter der in Rathenow. Während dort 357 Kinder geboren wurden, waren es in Nauen nur 311. „2018 hätten wir in Nauen bestimmt die 400er-Marke überschritten, wenn der Kreißsaal nicht geschlossen worden wäre“, meinte Yvonne Schwarz, die neue Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Mal mehr Jungen, mal mehr Mädchen

668 Kinder wurden in den beiden Kliniken in Nauen und Rathenow im vergangenen Jahr geboren.

Exakt die gleiche Zahl gab es bereits im Jahre 2015. 2017 lag die Zahl der Neugeborenen bei 749 und davor bei 758 – die höchste Anzahl in den zurück liegenden zehn Jahren.

Im Vorjahr kamen im Nauener Kreißsaal mehr Mädchen als Jungen zur Welt: 169 gegenüber 142. In Rathenow war es genau andersherum: 188 Jungen und 169 Mädchen.

Die meisten Geburten an Feiertagen gab es Himmelfahrt, nämlich 3.

Sie arbeitet nun gemeinsam mit der neuen Leitenden Hebamme Manuela Eggert daran, dass der Kreißsaal in Nauen bald wieder eröffnet werden kann. Dazu hoffen sie auf weitere Bewerbungen von Hebammen. Bis dahin müssen die Schwangeren auf andere Kliniken ausweichen.

Nur wenige Favoriten

Bei den Namen der Babys, die in den Kliniken Nauen und Rathenow zur Welt gekommen sind, war im Vorjahr Vielfalt angesagt. Es haben sich nur wenige Favoriten herausgeschält. Am meisten wurde der Name Hanna vergeben, nämlich gleich sechs Mal. Für vier Eltern in Nauen war er die beste Wahl. Mit jeweils vier Mal folgten Johanna, Nele und Elena, wobei Johanna in Nauen mit drei Mal bevorzugt wurde.

Noch 2017 war der Name Emma bei den Eltern besonders beliebt. Zehn Mal stand er auf der Geburtsurkunde. Ein Jahr später taucht er überhaupt nicht mehr in der Spitzengruppe auf. Ähnlich geht es Ben. Lediglich zwei Elternpaare (in Rathenow) haben ihren Sohn so genannt, ein Jahr davor waren es noch sechs – genauso viele wie bei Emil. Dieser Name wurde jetzt drei Mal gewählt.

Auch „Fritz“ im Spitzenfeld

Spitzenreiter bei den Jungenamen war hingegen im vergangenen Jahr Louis, für den sich fünf Eltern entschieden haben, gefolgt von Fritz, der vier Mal vorkam. Jeweils drei Mal waren unter anderem Finn, Moritz, Elias, Paul und Fynn erste Wahl. Genauso häufig nannten Eltern ihre Kinder Ella, Maja, Mathilda, Frieda oder Charlotte. Letzterer Name tauchte ausschließlich in Nauen auf.

Das Kind mit dem größten Gewicht wurde 2018 in Rathenow geboren. Der Junge brachte 4720 Gramm auf die Waage. Das schwerste Kind in Nauen lag bei 4565 Gramm. Zudem kam das größte Kind, ein Junge in Nauen, auf 59 Zentimeter Körpergröße, bei einem Mädchen in Rathenow wurden 58 Zentimeter gemessen.

Von Andreas Kaatz

Der Aufschrei war groß, als im Herbst 2018 der Kreißsaal in Nauen wegen Personalmangels geschlossen werden musste. Nun arbeitet man an einem Neustart. Dafür wurde eine Leitende Hebamme eingestellt.

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