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Nauen Havelländer siegen bei Kreativwettbewerb
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16:41 10.03.2019
Kreativität war gefragt: Mit dem Katapult wurde ein 15 Gramm leichtes Konstrukt aus Balsaholz über ein Hindernis geschossen. Quelle: Enrico Berg
Nauen

Außerordentlich erfolgreich haben die havelländischen Teams beim Deutschlandfinale des Kreativwettbewerbs von Odyssey of the mind auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen abgeschnitten. Die Gummibärenbande des Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee sowie die Teams LdVC 1 und LdVC 4 des Gymnasium Leonardo da Vinci Campus belegten am Samstag in ihrer Altersklasse jeweils den 1. Platz. Damit erreichten sie die Qualifikation zu den World Finals 2019 in Michigan in den USA.

Den ganzen Tag über sah man überall aufgeregte Kinder und Jugendliche auf dem Campus in Nauen. Sie unterhielten sich, teils in englischer Sprache, und tauschten sich angeregt aus. Alle trugen das gleiche weinrote T-Shirt mit der Abbildung eines Waschbärs. Omer, so der Name des putzigen Zeitgenossen, ist das Maskottchen von Odyssey of the Mind. Denn der Waschbär gilt als sehr kreativ und clever.

In den USA ins Leben gerufen

Odyssey of the Mind ist ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Diese können dabei ihr Wissen und ihre Kreativität unter Beweis stellen. 1986 wurde dieser Kreativ-Wettbewerb in den USA ins Leben gerufen und kam schließlich 1990 nach Deutschland. Von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule können Gruppen teilnehmen.

Bereits seit sieben Jahren ist der Leonardo da Vinci-Campus dabei. „39 Teams sind dieses Jahr am Start, sogar aus Frankreich und China sind Gruppen angereist”, erzählte Uwe Krausch aus Brieselang. Krausch ist dieses Jahr Headjudge, also Hauptrichter, für Problem Nummer zwei.

Fünf Probleme waren zu lösen

Die Aufgaben werden Probleme genannt, denn schließlich gilt es immer ein Problem zu lösen. Insgesamt gibt es fünf davon, ein Jahr zuvor wurden sie bekannt gegeben. Die Teams dürfen sich für ein Problem entscheiden und haben dann sechs Monate Zeit, dieses kreativ zu lösen. Allerdings dürfen sie keine Hilfe von außen in Anspruch nehmen. Sie haben lediglich einen Coach, der sie unterstützt.

Ihre Lösung müssen sie dann einer zehnköpfigen Jury vorstellen, dazu haben sie genau acht Minuten Zeit. Die Präsentationen werden nach einem Punktesystem bewertet. Die Jury-Mitglieder sind allesamt ehrenamtlich tätig und kommen aus den unterschiedlichsten Berufszweigen. Vom Studenten bis zum Ingenieur ist alles vertreten.

Mit dem Katapult über ein Hindernis

So musste beispielsweise bei Problem 4 eine Struktur aus Balsaholz gebaut werden, die nicht höher als 20 Zentimeter und nicht schwerer als 15 Gramm, inklusive Kleber, sein durfte. Dieses Gebilde musste mittels einem selbstgebauten Katapult über ein Hindernis befördert werden. Danach wurde es mit Gewichten beschwert. Erstaunlich, was so eine zarte Konstruktion aushalten kann. Das Team der Klasse 7 des Gymnasium Leonardo da Vinci hatte es so gut geplant und gebaut, dass es stattliche 100 Kilogramm tragen konnte.

Problem 3 behandelte das Thema Classics. Daran hat sich die Gummibärenbande vom Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee versucht. Sie haben sich als Thema „Leonardo da Vinci und seine Werke“ ausgesucht und mussten unter anderem ein Kunstwerk des Malers nachbilden. „Wir haben uns für die Mona Lisa entschieden“, erzählten die Schüler.

Alles war erlaubt

Sie durften dabei sehr kreativ agieren und auch mit ungewöhnlichen Materialien arbeiten. Alles war erlaubt, was nicht explizit in den Wettbewerbsvorgaben ausgeschlossen war. Die Havelländer Teams dürfen zurecht stolz auf ihre Leistung sein.

Zufrieden mit der Resonanz auf den Wettbewerb ist auch Stefan Hübner, Wettkampfdirektor bei der Odyssey of the Mind Deutschland e.V.:„Auch außerschulische Teams, wie zum Beispiel Jugendclubs oder Sportgruppen können sich zu einer Competition anmelden. Wir freuen uns über jedes Team, das an unserem Wettbewerb teilnehmen möchte. Dazu bedarf es nur einer Anmeldung über unsere Webseite.”

Sponsoren gesucht

Die Siegerteams dürfen sich nun im Mai mit Teilnehmern aus der ganzen Welt messen. Da so eine Reise mit Kosten verbunden ist, sucht man noch Sponsoren, die die Fahrt in die USA unterstützen.

Ferdinand & die Förderbande und das Chaos-Team, beide von der Freie Universität Berlin, erreichten ebenfalls in ihrer Altersklasse Platz 1. Diese beiden Teams bestehen übrigens ausschließlich aus ehemaligen Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums Falkensee.

Von Hannelore Berg

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