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18:20 05.06.2019
Der Entwurf des Kopenhagener Büros Adept zum Bahnhofsquartier Nauen. Es sieht unter anderem zwei Grünachsen vor. Quelle: Büro Adept
Nauen

Zwar liegt jetzt der Siegerentwurf für die künftige Gestaltung des Bahnhofsquartiers vor, doch noch ist nichts in Stein gemeißelt. Das machte Bürgermeister Manuel Meger (LWN) bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch deutlich. „Wir befinden uns am Anfang eines Prozesses“, sagte er unter anderem auch vor Stadtverordneten. Dieser Bereich mit Industriebrachen nördlich des Bahnhofs könne sich nun positiv entwickeln.

Wie berichtet, wurde das Kopenhagener Büro Adept zum Sieger der Ideenwerkstatt gekürt – und zwar einstimmig. „Wir wollten das bestmögliche Ergebnis haben und waren von Adept begeistert“, sagte Christopher Weiß, der den Wettbewerb mit initiiert hatte. „Der Entwurf ist flexibel und schafft es, auf die Befindlichkeiten der Eigentümer in dem Gebiet einzugehen.“

Landschaft einbezogen

Konkret geht es um den Bereich östlich der B 273 – zwischen der Bahnstrecke und der Ludwig-Jahn-Straße –, in dem sich heute noch viele brachliegende Flächen befinden, aber auch Gewerbebetriebe wie Pac Tech oder ein Hotel.

Stadtplanerin Tanja Jauernig (2.v.l.) vom Büro Adept stellte den Siegerentwurf am Mittwoch im Rathaus Nauen vor. Mit dabei waren auch Bürgermeister Manuel Meger (r.) sowie Andrea van der Bel und Christopher Weiß vom Büro Glockenweiß. Quelle: Andreas Kaatz

Nachhaltigkeit ist wichtig

„Ein wichtiges Thema ist die Nachhaltigkeit: Wo sammelt man das Wasser, wie wird es genutzt und welche Biotope entstehen?“ So könnte in der Mitte des Gebietes ein See angeordnet werden, der unterschiedliche Wasserstände hätte.

In den Eingangsbereich vor dem Bahnhof wurde das alte Gaswerk integriert. Dieses wird von der Firma terraplan entwickelt. Geschäftsführer Erik Roßnagel saß mit in der Jury der Ideenwerkstatt. „Die Anregungen werden wir mit aufnehmen“, kündigte er an.

Wohnen und Gewerbe

Im Nordwesten des Gebietes hat Tanja Jauernig ein urbanes Quartier vorgesehen, in dem Wohnen und verträgliches Gewerbe möglich sein sollen. Östlich der Nord-Süd-Achse ist Wohnen geplant – und zwar auch so, dass es keinen Konflikt mit der nahen Stadtrandsiedlung gibt. Hohe Häuser sollen im angrenzenden Bereich ausgeschlossen sein.

So könnte es in dem Grünzug aussehen, der Bestandteil des Entwurfes ist. Quelle: Büro Adept

Vier Varianten

Insgesamt schlägt Adept vier verschiedene Gebäudeformen vor. Dazu zählen beispielsweise Wohnungen in Blöcken, die einen Innenhof bilden, oder aber ein verdichteter Reihenhaus-Komplex – ebenfalls mit Innenhof, wo Gärten Platz haben. Doch auch eine lockere Hausanordnung wäre möglich.

Welche Variante an welcher Stelle zur Anwendung kommt, hängt nicht letztlich von der Nachfrage ab. Grundsätzlich ist die Rede von 500 bis 700 Wohnungen, die entstehen könnten. „Das Gebiet kann sich ganz flexibel entwickeln. Es sind Möglichkeiten zur Veränderung vorgesehen, falls eventuell nicht so viele Wohnungen benötigt werden", erläuterte Tanja Jauernig.

Eigentümer werden einbezogen

Wie es weitergeht, sagte Christopher Weiß: „Wir werden die Präsentation jetzt jedem Eigentümer vorstellen.“ Möglicherweise würden diese selber bauen oder ihr Grundstück verkaufen oder aber ganz anders bauen wollen. Auch auf die Deutsche Bahn will er zugehen.

Nauens Bauamtsleiter Bert Lehmann begrüßt es, dass sich auf dem Areal bald etwas tun wird. „Wir müssen dahin kommen, den Planentwurf so kompatibel zu machen, dass die Eigentümer mitgehen“, sagte er und warnte vor überzogenen Erwartungen. „In zehn Jahren könnten vielleicht auch nur zwei Drittel umgesetzt sein, weil Eigentümer nicht mitmachen.“ Er findet es gut, dass Weiß drei Hektar selbst gestalten und damit die Gesamtentwicklung anschieben will. „Da kann man schon einiges machen.“

Von Andreas Kaatz

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