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Nauen Obstbäume auf ehemaligem Maisacker
Lokales Havelland Nauen Obstbäume auf ehemaligem Maisacker
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15:00 07.12.2019
Insgesamt 135 Obstbäume lässt Uwe Berndt (Mitte) derzeit auf der künftigen Streuobstwiese pflanzen. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Eine einstmals landwirtschaftliche Fläche wandelt sich. Wo nördlich von Nauen bis vor Kurzem noch Mais angebaut wurde, entsteht derzeit eine Streuobstwiese. Obstbaum für Obstbaum setzt die Firma Forstservice Havelland dazu in den Boden. Und auch wenn es noch ein paar Jahre dauern wird, bis die ersten Früchte geerntet werden können, ist Auftraggeber Uwe Berndt zufrieden. „Insgesamt werden auf dieser Fläche 135 Obstbäume gepflanzt. Wir wollen bis Jahresende damit fertig sein“, sagt er.

Gemeinsam mit seiner Frau ging Berndt vor einigen Monaten das Projekt an, das gemeinsam mit der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg umgesetzt wird. Ziel ist es, die bisher intensiv genutzten Flächen in eine ökologische Bewirtschaftung zu überführen.

Auf 900 Meter Länge

Dazu gehört auch der bereits angelegte, rund sieben Meter breite Gehölzstreifen auf einer Länge von 900 Metern. Dort wurden 2700 Sträucher wie beispielsweise Schlehe, Haselstrauch und Hundsrose gepflanzt sowie 900 Bäume, darunter auch Hain-Buche, Feldahorn und Elsbeere.

„Da ist viel für die Bienen dabei, und im Herbst sind dort Beeren dran“, sagt Uwe Berndt. Über dieses Futter freuen sich dann die Vögel, die in Zukunft auf der Fläche wieder in großer Zahl erwartet werden. „Irgendwann wird der Streifen sehr dicht sein. Das beugt dann auch der Bodenerosion vor“, so Berndt, der in der Gegend auch schon Fasane beobachtet hat.

Hilfe von Greifvögeln

„Wir wollen auch noch Greifvogelstangen aufstellen“, kündigt er an. Habicht, Sperber und Co. sollen dann auf die Jagd nach Wühlmäusen gehen, die es auf die Wurzeln der Bäume und Sträucher abgesehen haben.

„Wir wollen nächstes Jahr auch mit der Schafbeweidung anfangen“, sagt der Naturfreund. Bis dahin sollen die Zäune um das Gelände herum wolfssicher gemacht werden. Denn die grauen Jäger haben sich im nahen Stadtwald schon häuslich niedergelassen.

Der Anfang ist gemacht

Mit den Pflanzungen ist der Anfang gemacht für das große Projekt, das Uwe Berndt und seine Familie in Angriff genommen haben. Auf rund acht Hektar soll der Honighof entstehen. Dabei handelt es sich um einen generationsübergreifenden Bauernhof, auf dem Uwe Berndt und seine Frau mit den beiden Töchtern und den Schwiegersöhnen leben wollen.

Zum Erwerb soll Landwirtschaft betrieben und eine Imkerei eingerichtet werden. Ein Hofladen ist geplant, in dem unter anderem die Produkte aus dem geplanten Gemüseanbau verkauft werden. Grundsätzlich geht es der Familie darum, etwas für die Umwelt und den Naturschutz zu machen, sagt Uwe Berndt.

B-Plan wird erarbeitet

Die Nauener Stadtverordneten hatten unlängst zugestimmt, dass für das Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt wird. „Wir sind weiterhin in der Planungsphase“, so Berndt.

Er hofft, dass vielleicht im Frühjahr der Bauantrag für das Vorhaben eingereicht werden kann, so dass im Jahre 2021 Baubeginn für die Gebäude sein könnte. Um der Öffentlichkeit zu zeigen, was bisher schon auf dem Areal passiert ist, wird es 2020 einen Tag der offenen Tür geben – aber erst, wenn es wieder etwas wärmer ist.

Von Andreas Kaatz

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