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Nauen: Tafel-Chefin Marina Sult ist verstorben

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17:11 19.08.2020
Soziales Engagement war Tafel-Chefin Marina Sult immer ein großes Anliegen.
Soziales Engagement war Tafel-Chefin Marina Sult immer ein großes Anliegen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Marina Sult ist tot. Nach schwerer Krankheit ist die langjährige Vorsitzende der Nauener Tafel am Dienstag verstorben. Sie wurde 67 Jahre alt.

Einer, der es noch nicht fassen kann, ist Volker Mueller, Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland. „Für uns alle hier ist es ganz traurig, wir versuchen uns momentan mit Alltagsarbeit abzulenken“, sagt er. Mueller kennt Marina Sult seit langer Zeit. „Seit 26 Jahren arbeiten wir zusammen.“

1999 haben sie gemeinsam die Nauener Tafel am Standort in der Ritterstraße gegründet, Marina Sult ist sofort Vorsitzende geworden. Seither hat sie den Verein vorangebracht. „Sie hat sich dort enorm engagiert, ist eine Institution gewesen. Die Nauener Tafel war ihr Lebenswerk, ihr Kind. Sie war der Motor “, sagt Volker Mueller – ohne die Leistung der vielen Ehrenamtlichen schmälern zu wollen, ohne die es nicht funktioniert hätte. Marina Sult organisierte Lebensmittelspenden, koordinierte das Tafelnetzwerk im Osthavelland. Und nachdem der Tafel am Standort in der Ritterstraße gekündigt worden war, etablierte sie sie 2018 am neuen Standort in der Dammstraße.

Ihr soziales Engagement reichte indes weit darüber hinaus. So initiierte Sult die „Kinder-Oase“, in der Kinder frühstücken können und eine warme Mahlzeit bekommen.

„Wir werden ihr Andenken wahren und weiterhin das Wirken des Tafelvereins in der Region unterstützen“, teilte die Linken-Landtagsabgeordnete Andrea Johlige mit. Und Fraktionskollege Christian Görke fügte hinzu: „Ihr Tod ist auch für das gesamte soziale Gefüge im Havelland ein großer Verlust.“

Von Andreas Kaatz