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Nauen Prügelei an der Arco-Schule: Angreifer waren extrem gewalttätig
Lokales Havelland Nauen Prügelei an der Arco-Schule: Angreifer waren extrem gewalttätig
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16:58 27.03.2019
Kommune und Schule wollen gemeinsam zu einer Lösung kommen. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Wegen des Gewalt-Vorfalls auf dem Schulhof der Dr. Georg-Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil wird es am Freitag ein Gespräch zwischen den Verantwortlichen der Schule und dem Bürgermeister geben. Das sagte Stadtoberhaupt Manuel Meger (LWN) auf Anfrage.

„Ich hoffe, dass wir offen und ehrlich über ein eventuelles Problem an der Schule sprechen können und darüber, welche Konsequenzen wir daraus ziehen können“, so Meger.

Angreifer laut Beobachtungen extrem gewalttätig

Wie berichtet, kam es vor ein paar Tagen zu einer Prügelei, bei der drei 13-jährige Schüler der Grundschule so verletzt wurden, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Einer der Schüler musste wegen seiner Verletzungen sogar zwei Tage dort bleiben, die anderen konnten noch am selben Tag nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause.

Auf dem Schulhof der Arco-Schule kam es jüngst zu einem Gewaltexzess. Quelle: Tanja M. Marotzke

Die drei Angreifer, die laut Beobachtungen förmlich ausgerastet und extrem gewalttätig geworden sind, wurden 14 Tage vom Schulunterricht suspendiert.

Mit Beteiligten gesprochen

Schulleiter Jürgen Beyer sagte dazu: „Wir haben mit allen Beteiligten gesprochen. Es geht darum, dass sie angstfrei zur Schule gehen“.

Bei einer Prügelei auf dem Hof der Arco-Schule in Nauen wurde ein Kind derart stark verletzt, dass es stationär in der Klinik aufgenommen werden musste. Ausgangspunkt war ein Streit um einen Ball.

Gepostet von MAZ Havelland am Dienstag, 26. März 2019

Dass sie es tun, hätten sie bestätigt. Forderungen, unter anderem bei Facebook, die drei Angreifer, die im Übergangswohnheim leben, von der Schule zu verweisen, erteilte er eine Absage.

Angreifer sollen wieder in den Schulalltag integriert werden

„Die Schule muss im gesetzlichen Rahmen handeln, alle 670 Schüler unterliegen dem Schulgesetz und da gibt es Vorgaben. Die drei suspendierten Schüler sind weiter zu beschulen. Wir sind jetzt im Austausch, wie man das konkret umsetzt“, so Beyer.

Manuel Meger, Bürgermeister von Nauen. Quelle: Andreas Kaatz

Zudem stellte der Schulleiter wegen entsprechender Vorwürfe klar: „Wir wollen das Thema nicht unter den Teppich kehren und auch nicht klein reden. Keiner behauptet, dass es das nicht gegeben hat.“

Kein generelles Problem

Ein Problem mit Flüchtlingskindern an der Schule sieht Beyer indes nicht. „Wir haben in allen Jahrgangsstufen welche. In der Vergangenheit hat es solche Vorfälle aber nicht gegeben.“

Untergebracht sind die drei suspendierten Kinder im Übergangswohnheim im Waldemardamm. Dieses wird von der Johanniter-Unfallhilfe betrieben.

„Wir haben an dem Tag mit den Eltern und den Kindern Gespräche geführt. Während der 14 Tage werden sie von den Sozialarbeitern des Übergangswohnheimes begleitet“, sagte Johanniter-Sprecherin Bonny Oppermann der MAZ.

Hoffnung auf schnelle Klärung

Bürgermeister Meger hofft derweil auf eine schnelle Klärung: „Für uns als Stadt ist der Vorfall ein Rückschritt.“

Denn die Kommune hat am Campus noch viel vor, will unter anderem mehrere Millionen Euro in den Umbau von Räumen im Schulgebäude selbst, in den Neubau eines Erweiterungsgebäudes an der Kreuztaler Straße und in die Errichtung eines Hortgebäudes investieren.

Zudem ist in Zukunft der Neubau einer Turnhalle auf dem Gelände geplant. Die Chancen auf Förderung stehen gut. Dies alles soll auch dazu beitragen, das Image der Schule zu verbessern.

Von Andreas Kaatz

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