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Nauen Umfangreiche Baumpflanzungen bis zum Frühjahr
Lokales Havelland Nauen Umfangreiche Baumpflanzungen bis zum Frühjahr
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19:42 15.01.2020
In der Brandenburger Straße sind bereits im Dezember 27 Winterlinden gepflanzt worden. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Die Stadt Nauen und ihre Ortsteile sollen wieder ein Stück weit grüner werden. Um das zu erreichen, erfolgen noch bis zum Frühjahr umfangreiche Baumpflanzungen. Fast 75 000 Euro stehen insgesamt zur Verfügung. „Seit 2015 ist es das größte Baumpflanzpaket, das wir in Nauen haben, auch von der Anzahl der Bäume her“, sagt Christoph Artymiak vom Nauener Bauamt.

Ein Teil der insgesamt rund 140 geplanten Bäume ist seit Herbst 2019 bereits gepflanzt worden. So kamen bereits im Dezember 27 Winterlinden in der Brandenburger Straße in den Boden – allein elf zwischen dem Rathauskreisel und der Heinrich-Heine-Straße auf der nördlichen Seite.

Baumscheiben vergrößert

„Weil das Pflaster abgesackt war, haben wir den Gehweg stellenweise repariert. Dabei wurden auch die Baumscheiben, die superklein waren, vergrößert“, sagt Artymiak. Er ist froh, dass die Lücken geschlossen werden konnten. Zuvor mussten Bäume gefällt werden, an denen Stürme erhebliche Schäden angerichtet haben.

Aber sowohl dort als auch in anderen Bereichen verfolgt der Sachgebietsleiter die Devise: „Unser Ziel ist es, nicht nur zu fällen, sondern auch etwas zurückzugeben und neu zu pflanzen.“ Das gilt beispielsweise auch für die Hertefelder Straße.

Stubben beseitigt

„Es gab dort viele unansehnliche Stubben. Das war kein schöner Anblick“, sagt Artymiak. Anfang Dezember wurden die Stubben, unter anderem im Einmündungsbereich Otto-Heese-Straße, entfernt. Bis Februar sollen neun Winterlinden und Buchen nachgepflanzt werden.

Um gleich 40 Bäume wird indes das Gewerbegebiet Ost bereichert. In den Straßen Zu den Luchbergen, Siemensring und Nobelstraße sind Ahornbäume geplant, die teilweise abgestorbene Bäume ersetzen. „In dem Bereich haben wir viel Fläche, können deshalb zahlreiche Bäume pflanzen. Es geht darum, das ganze Gebiet aufzuwerten, so dass es ansprechender wirkt“, begründet Christoph Artymiak die Standortwahl.

Platane auf dem Rathausplatz

Darüber hinaus wurden auch Bäume an Einzelstandorten gepflanzt. So ist der Rathausplatz nun um eine Platane reicher. Und am Lindenplatz ärgerte sich Artymiak schon seit Längerem über einen Stubben, den es dort seit neun Jahren gab. Der wurde nun entfernt, und anschließend „haben wir eine Linde gepflanzt“. Um weitere 20 Bäume wird zudem die Allee in der Hamburger Straße im Zuge der Erneuerung der Straße ergänzt.

26 Bäume sollen bis Frühjahr außerdem in den Ortsteilen gepflanzt werden. Beispielsweise geht es in Berge um zwei Bäume im Park, nachdem der Weg dort im vergangenen Jahr hergerichtet worden ist. Des Weiteren werden auf dem Dorfanger in Börnicke sieben Bäume gepflanzt. Die Wahl fiel auf Rosskastanien. „Ich orientiere mich dabei meist an den Baumarten, die schon vorhanden sind, um den Charakter des Bereiches zu erhalten“, sagt der Sachgebietsleiter.

Ausgleich für Baumaßnahme

Im Falle von Börnicke werde es sich um eine Ausgleichspflanzung für eine Straßenbaumaßnahme handeln. So wurde der Vehlefanzer Weg mit einer Asphaltdecke befestigt. Aufgrund der Versiegelung gab es die Auflage, Bäume zu pflanzen. Doch dafür war direkt vor Ort kein ausreichender Platz. Außerdem bekommen Klein Behnitz und Wachow weitere Bäume.

Im nächsten Jahr will Artymiak die Schwerpunkte anders setzen. „Jetzt haben wir in der Kernstadt viel gemacht. Beim nächsten Pflanzpaket soll mehr in den Ortsteilen passieren“, sagt er. Dann will er alle vier Sozialräume berücksichtigen. Was aber nicht heißt, dass auch in jedem Dorf Pflanzungen erfolgen werden.

Viele Geld für die Stubben

Die Frage ist auch, wie viel Geld dann zur Verfügung steht. Dass es in diesem Jahr knapp 75 000 Euro waren, hängt auch damit zusammen, dass ein Großteil der Summe aus Ausgleichszahlungen besteht. Die stammen von Investoren oder Privatpersonen, die die Bäume auf ihren Grundstücken aus Platzgründen nicht nachpflanzen können und eine Ablöse zahlen.

Das erste Pflanzpaket in der Periode 2016/17 hatte einen Umfang von 25 000 Euro, beim zweiten 2018/19 waren es 35 000 Euro. Viel Geld geht für das Beseitigen von Stubben drauf. So musste die Stadt diesmal für 15 Stubben etwa 5000 Euro bezahlen. Der größte hatte einen Durchmesser von 1,80 Meter.

Von Andreas Kaatz

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