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Nauen Campus-Schüler wollen die Meere retten
Lokales Havelland Nauen Campus-Schüler wollen die Meere retten
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12:42 28.09.2019
Luca, Tine, Max und Maurice (v.l.) vom Leonardo-da-Vinci-Campus engagieren sich für das Projekt „Rettet die Welt“ und kämpfen für müllfreie Meere. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Nein, sie wollen und können nicht die ganze Welt retten. Aber sie wollen dazu beitragen, dass die Meere auf diesem Planeten etwas sauberer werden. Max Hesse, seine Schwester Tine (aus Falkensee), Luca Splettstößer (Töplitz) und Maurice Brehm (Falkensee) sind 8. Klässler am Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen und haben sich im Zuge eines Projektes zusammengefunden, das da heißt „Rettet die Welt“. Max erklärt: „Uns geht es speziell darum, die Meere von dem vielen Plastikmüll zu befreien. Deshalb sind wir bei der Recherche auf die Organisation „Wings of the Ocean“ gestoßen, die sich zum Ziel gesetzt hat, große Flüsse und Meere von Plastik zu befreien. Dafür sammeln wir jetzt Spenden.“

Mehrere Umweltprojekte an der Campus-Gesamtschule

Am Nauener Campus ist das nicht das einzige Umweltprojekt, wie Lehrerin Sarah Heinz sagt. Die Schüler der 8. Klassen der Gesamtschule befassen sich derzeit alle mit Themen zur Umwelt. Jede Gruppe sucht sich dabei etwas Spezielles aus und stellt am Ende ihre Ergebnisse allen Schülern der Jahrgangsstufe vor.“

Das Viererteam um Sprecher Max Hesse kann schon erste Erfolge vorweisen. In zehn Tagen sind aufgrund ihres Engagements bereits 360 Euro Spenden zusammengekommen. Dazu haben die Schüler Plakate gestaltet und überall aufgehängt, sind in den sozialen Netzwerken aktiv, haben ein Interview mit einem Berliner Radiosender gemacht und viele Leute im Bekannten- und Freundeskreis angesprochen. „Unser ehrgeiziges Ziel sind 10000 Euro“, sagt Max wohl wissend, dass das eher ein Wunsch ist.

Nur noch Stoffbeutel beim Einkaufen

Selbst haben sich die Schüler vorgenommen, so wenig Plastik wie möglich zu benutzen. „Ein einfacher Schritt ist, beim Einkaufen nur noch Stoffbeutel zu nehmen“, sagt Luca. Das habe man zuhause in der Familie schon festgelegt.

Das bei der Kampagne „Rettet die Meere“, die bis Ende Oktober läuft, gesammelte Spendengeld bekommt die Organisation ’Wings of the Ocean’, die eine Strategie entwickelt hat, „bei der ein Schiff mit einem dafür konzipierten Fischernetz einen Großteil der Verschmutzung aus den Flüssen filtern kann, durch die das meiste Plastik in die Meere gelangt“, so Maurice. Freiwillige und Wissenschaftler würden das Wasser reinigen und untersuchen und vor weiterer Verschmutzung bewahren. „Das geht nicht überall und nicht mit nur einem Schiff. Jeder Euro zählt, um die Ozeane von Millionen Tonnen Plastik jährlich zu befreien“, weiß Max.

Spendenplattform „GoFundMe“

Die Schüler nutzen für ihre Aktion die amerikanische Online-Spenden-Plattform „GoFundMe“, mit der Menschen Geld für andere Menschen, Veranstaltungen oder Projekte sammeln können, die von Lebensereignissen wie Unfällen bis zur Meeresverschmutzung reichen. „Unser Spendengeld landet zunächst auf dem Konto des Campus und wird nach Abschluss überwiesen“, so Tine Hesse.

Von Jens Wegener

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