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Nauen Jäger holen Müll aus dem Wald
Lokales Havelland Nauen Jäger holen Müll aus dem Wald
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17:27 26.04.2019
Müllsammeln Jagdverband Nauen Quelle: privat
Nauen

250 Jäger und Naturfreunde aus dem Osthavelland beteiligten sich an der diesjährigen Aktion „Sauberer Wald – saubere Flur“ und sagten illegal entsorgtem Müll den Kampf an. Unter dem Motto „Umwelt- und Naturschutz fängt vor der Haustür an“ hatte der Jagdverband Nauen zum 22. Mal aufgerufen, gemeinschaftlichen im Lebensraum der Wildtiere aufzuräumen.

Das Ergebnis ist erfreulich wie bedenklich: Mehr als 170 Kubikmeter illegal entsorgter Müll wurden eingesammelt. Dazu kamen rund 150 Autoreifen, Fernseher und Kühlschränke.

Tiere verfangen sich in Drähten

„Die Abfälle können Wildtieren schnell zum Verhängnis werden und zu schweren Verletzungen führen“, sagt Claus Zidek vom Jagdverband Nauen. Reste von Plastikverpackungen und -bechern oder Schnüre können, wenn sie aufgefressen werden, innere Organe schädigen oder die Nahrungsaufnahme behindern, so der Jäger. Ebenfalls bedrohlich seiend Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können oder die schlecht heilende Schnittwunden verursachen.

Eine der Sammelstellen. Quelle: privat

Plastikfolien würden immer wieder den Weg in Vogelnester finden, mit fatalen Folgen, wie Claus Zidek sagt: „Das Regenwasser staut sich, die Jungvögel sterben an Unterkühlung oder ertrinken. Durch auslaufende Flüssigkeiten wie Batteriesäure, Öl oder Farbe kann der Boden auf Dauer geschädigt werden.“

Auch Grünschnitt gehört nicht in den Wald

Neben dieser großen Aktion würden die Jäger immer wieder kleine Mengen an Müll aus den Revieren entsorgen, so Zidek. „Liegt einmal Müll in der Natur, wird es als Einladung für weitere Entsorgungen gesehen.“

Eine Gefahr für Wildtiere und Pflanzen seien nicht nur Plastikbecher oder Kühlschränke. Auch das Abladen von Grünschnitt und Gartenabfällen im Wald ist verboten. Die natürliche Vegetationsentwicklung werde durch giftige Pflanzen oder das Ausbreiten expansiver Pflanzenarten beeinträchtigt oder gar unterbunden, weiß Zidek. Die natürliche Verjüngung von Wäldern werde gestört, natürliche Wildäsungspflanzen verdrängt und so Schäden in ganzen Ökosystemen verursachen.

Von Jens Wegener

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