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Nauen Volkssolidarität hat Insolvenz angemeldet
Lokales Havelland Nauen Volkssolidarität hat Insolvenz angemeldet
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20:16 22.11.2018
Die Mitglieder fühlen sich bei der Volkssolidarität wohl. Dafür sorgen viele Veranstaltungen. Außerdem gibt es unter anderem in Brieselang eine Kegelgruppe. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen/Falkensee

Der Kreisverband der Volkssolidarität Havelland Nauen e.V. musste Insolvenz anmelden. Darüber informierte die Geschäftsführerin Andrea Merda-Piehl am Donnerstag. „Die Geschäftsführung der Volkssolidarität Havelland e.V. Nauen in Falkensee hat eine Restrukturierung in Eigenverwaltung angestrengt, um die Angebote und Dienstleistungen im Bereich Altenhilfe und Pflege mit Hilfe eines Insolvenzplans wirtschaftlich neu aufzustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie Merda-Piehl weiter mitteilt, seien die 52 Mitarbeiter sowie alle Ortsvereine in mehreren Versammlungen über die Situation informiert worden. „Die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind abgesichert. Die Versorgung der Kunden im Bereich der ambulanten Pflege, ist mit den Leistungen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft weiterhin vollumfänglich sichergestellt.“

Fachkräftemangel ist ein Grund

Als Grund für „diese außergewöhnliche Maßnahme“ nennt die Geschäftsführerin des Kreisverbandes hohe Kosten aus langfristig eingegangenen Vertragsverpflichtungen und den Fachkräftemangel. Um eine gute Betreuung gewährleisten zu können, müsse das Unternehmen auf Leasingkräfte zurück greifen. Deshalb sei ein Ziel der Restrukturierung die Senkung der Kosten, um mehr Geld für eigene Mitarbeiter zur Verfügung zu haben.

Derzeit suche man mit den Beteiligten im Interesse aller nach Lösungsmodellen. „Uns ist es wichtig, dass unsere Patienten weiter gut versorgt werden und auch unser Mitarbeiterteam weiter gern bei uns arbeitet“, sagt Andrea Merda-Piehl. Vor dem Hintergrund des eingeleiteten Sanierungsverfahrens sei man verstärkt bemüht, neue Pflegefachkräfte und Pflegekräfte für die ambulante Pflege zu gewinnen.

Mitgliederzahlen sollen steigen

Darüber hinaus sollen die Ortsgruppen intensiv betreut werden, um so die Mitgliederzahlen steigern zu können. Die Geschäftsführung sehe in der Sanierung in Eigenverwaltung eine gute Chance, bis zum Frühjahr zu einer dauerhaft tragfähigen Lösung für die Volkssolidarität zu kommen, heißt es.

Die Eigenverwaltung sei ein relativ neues Instrument der Insolvenzordnung. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und kann mit der Unterstützung der Sanierungsberatung und unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters agieren. Der Rechtsanwalt Olaf Schubert und Christian Matiebel begleiten die Geschäftsführung als Experten für Sanierungsberatung durch das Eigenverwaltungsverfahren. Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff wurde vom Amtsgericht Potsdam zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Zwei Begegnungsstätten

Der im April 1994 gegründete Kreisverband der Volkssolidarität Havelland betreibt einen ambulanten Pflegedienst in Falkensee sowie zwei Seniorenbegegnungsstätten in Brieselang und Nauen. Derzeit werden in 18 Ortsgruppen insgesamt rund 1230 Mitglieder betreut.

Von Andreas Kaatz

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