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Nauen Vier Campus-Schüler stellen Astro-Alex ihre Fragen
Lokales Havelland Nauen Vier Campus-Schüler stellen Astro-Alex ihre Fragen
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15:49 27.08.2018
Die Schüler sind am Sonnabend zum Standort des DLR in Neustrelitz gefahren, um ihre Fragen an Alexander Gerst zu stellen.
Die Schüler sind am Sonnabend zum Standort des DLR in Neustrelitz gefahren, um ihre Fragen an Alexander Gerst zu stellen. Quelle: privat
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Nauen/Neustrelitz

 Vier Schüler des Nauener Leonardo-Da-Vinci-Campus hatten am Sonnabend die einmalige Gelegenheit, ihre Fragen an den deutschen Astronauten Alexander Gerst zu stellen. Die Schüler nahmen, gemeinsam mit insgesamt 40 Schülern aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, an einem Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt am Standort in Neustrelitz teil. Dort wurde auch der Kontakt zu „Astro-Alex“ hergestellt.

Die Leitung stand nur elf Minuten

Um Punkt 11.52 Uhr stand die Leitung ins All. Elf Minuten lang hatten die Jungen und Mädchen Zeit, sich mit dem ISS-Kommandanten zu unterhalten. „Das war genau die Zeit, die die ISS vom Auftauchen am Erdhorizont bis zum Verschwinden braucht“, erklärte Astronomie-Lehrer Erwin Wohlfarth, der die Schüler nach Neustrelitz begleitete.

Jeder Schüler durfte eine Frage stellen

Im Vorfeld wurden die Schüler bei zwei Workshops auf das Gespräch mit Gerst vorbereitet. 20 Schüler konnten schließlich jeweils eine Frage stellen. „Die anderen Schüler waren das Ersatzteam, falls jemand ausfällt“, erklärte Erwin Wohlfarth. Für den Nauener Campus stellten die Zehntklässler Rebecca Roming und Thorben Luther die Fragen. Als Unterstützung reisten John Aßmann und Emilie Müller aus der neunten Klasse mit nach Neustrelitz.

Was machen Astronauten eigentlich bei Schmerzen?

„Kurz bevor ich meine Frage stellen durfte, war die Aufregung am größten“, erinnerte sich Rebecca Roming. Die Schülerin wollte wissen, was eigentlich passiert, wenn die Astronauten auf der Raumstation von starken oder auch leichten Schmerzen geplant werden. Wie Alexander Gerst anschließend erklärte, werden leichte Schmerzen mit Tabletten behandelt. Bei schwerwiegenderen Problemen bleibe den Astronauten jedoch nichts anderes übrig, als zur Erde zurückzufliegen. „Das hat mich überrascht, da ich gedacht hätte, dass sie sich dort oben auch operieren können“, sagte die Schülerin. Bei seinen Antworten bewies „Astro-Alex“ aber auch Humor. Auf die Frage von Thorben Luther, ob ein Bumerang auf der ISS eigentlich auch zurückkommt, antwortete er: Nur wenn er gegen den Kopf einen anderen Astronauten pralle.

Schüler hätten noch mehr Fragen gehabt

Jede Schule sollte seine Fragen zuvor einreichen. Danach wurde per Zufall entschieden, welcher Schüler welche Frage stellt. „Ich hätte gerne noch gewusst, wie es sich eigentlich anfühlt, zu wissen, dass man einer der wenigen Menschen ist, der die Erde von dort oben sehen darf“, so Rebecca Roming.

Von Danilo Hafer